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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
26039601
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Advopro ist jetzt online.

Guten Tag, meine Eltern haben ein Berliner Testament gemacht,

Kundenfrage

Guten Tag,
meine Eltern haben ein Berliner Testament gemacht, ich wurde enterbt. Meine Mutter ist vor 15 Jahren verstorben, ich habe danach 50.000 DM erhalten. Mein Bruder sollte nach dem Ableben von meinem Vater das Haus erhalten, er ist nicht verheiratet und hat keine Kinder, hat aber seit 20 Jahren eine Lebensgefährtin, die mit im Haus des Vaters lebt. Im Testament steht, dass das Haus, falls mein Bruder verstirbt an meine beiden Kinder gehen soll. Das ist auch der Wille meines Vaters, dass die Enkel das Haus bekommen. Bezahlen die Enkel Erbschaftssteuer, wenn Sie im Testament von den Großeltern bedacht sind. Mein Bruder und seine Lebensgefährtin sind davon ausgegangen, dass das Berl. Test. vom Vater noch geändert werden kann, die Lebensgef. stellt jetzt Ansprüche. Die beiden haben nie Miete, Strom, Wasser, Öl oder sonstiges bezahlt. Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Wenn ich Sie richtig verstanden habe geht Ihre Frage dahin, ob Enkel Erbschaftssteuer zahlen müssen, wenn sie etwas von ihren Großeltern beziehungsweise einen Teil der Großeltern erben.

Diese Antwort kann mit Ja beantwortet werden.

Den Enkeln steht aber ein so genannter Steuerfreibetrag zu.

Nur wenn der Wert des Erbteils ( hier kommt es auf den Wert zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers an) diesen Freibetrag übersteigt, muss der übersteigende Betrag grundsätzlich versteuert werden.

Der Steuersatz richtet sich dann wiederum danach, um wieviel der übersteigende Betrag den Freibetrag übersteigt.

Bezüglich Enkeln wird unterschieden.

Bezüglich Enkeln, deren Eltern zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers noch leben, besteht ein Freibetrag in Höhe von 200.000 €.

Sofern zum Zeitpunkt der Erbschaft die Eltern der Enkel bereits verstorben sind, gilt sogar der Freibetrag in Höhe von 400.000 €.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244




Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Unvollständige Antwort.
Das Haus geht aber zuerst an den Bruder. Erst nach seinem Ableben an meine Kinder, gelten dann auch diese Freibeträge oder andere, weil dann das Haus vom Bruder an die Nichten geht? Aber sie sind ja schon im Testament vom Großvater bedacht. Hat die Lebensgefährtin Anspruch?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

1.Das Haus geht aber zuerst an den Bruder. Erst nach seinem Ableben an meine Kinder, gelten dann auch diese Freibeträge oder andere, weil dann das Haus vom Bruder an die Nichten geht? Aber sie sind ja schon im Testament vom Großvater bedacht.

Hier muss jeder Erbfall separat gesehen werden.

Bezüglich Ihrer Kinder muss also auf das Verwandschaftsverhältnis zum Erblasser (hier Nichten) abgestellt werden.

Als Nichten hätten Ihre Kinder jeweils lediglich einen Freibetrag in Höhe von 20.000.- €


2.Hat die Lebensgefährtin Anspruch?

Die Lebensgefährtin hat hier an dem Erbe keinerlei Anspruch. Sie ist nämlich mit dem
Erblasser weder verwandt noch verheiratet.

Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn die Lebensgefährtin vom Erblasser im Testament berücksichtigt worden wäre. Dieses ist nach Ihrer Schilderung aber nicht der Fall.

Ich hoffe ihre Nachfolge zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend und alles Gute! Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort.

Sofern Sie noch Verständnisfragen haben können sie natürlich gerne nachfragen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
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Fax.0471/140244
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen, dann teilen Sie mir diese bitte kurz mit, damit ich Ihnen hierauf antworten kann.

Ansonsten sein Sie bitte so freundlich und teilen Sie mir kurz mit, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen, dann teilen Sie mir diese bitte kurz mit, damit ich Ihnen hierauf antworten kann.

Ansonsten sein Sie bitte so freundlich und teilen Sie mir kurz mit, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244













Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch gem. den AGB dieser Plattform nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie auf das grüne Feld "akzeptieren" direkt unter meiner Antwort klicken.


Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Newerla,

entschuldigen Sie bitte, aber das mit dem Vererben an die Enkel ist nur mündlich vom Großvater gesagt worden, im Testament steht es anders. Da es ein Berliner T. ist kann er dieses ja nicht alleine ändern, oder?

Im Testament steht, dass der Nacherbe mein Bruder ist. Ersatznacherben sind die Abkömmlinge der Nacherben, soweit sie bei der ges. Erbfolge an deren Stelle treten würden. Mein Bruder hat keine Kinder. Sind da auch meine Kinder damit gemeint?

 

Weiterer Ersatznacherbe, für den Fall, dass der eingesetzte Nacherbe ohne Abkömmlinge versterben sollte bin ich. Sehe ich es richtig, wenn mein Bruder stirbt, geht das Haus an mich und wenn ich vor ihm sterbe, geht es an meine Kinder? Oder kann mein Bruder dann ein eigenes Testament machen? Würde sich etwas ändern, wenn er heiratet?

Vielen herzlichen Dank

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


Entschuldigen Sie bitte, aber das mit dem Vererben an die Enkel ist nur mündlich vom Großvater gesagt worden, im Testament steht es anders. Da es ein Berliner T. ist kann er dieses ja nicht alleine ändern, oder?

 

Einseitig kann es grundsätzlich nicht ändern,dieses gilt grundsätzlich nur mit Zustimmung des anderen Ehegatten.

 

Über einen Umweg (es handelt sich um ein gemeinschaftliches Testament) kann er das Testament aber dennoch einseitig ändern.

 

Hierzu müsste er einen Notar aufsuchen,dort seinen Änderungsvorschlag vorbringen und dieses seiner Frau mitteilen.

 

Wenn aber einer der beiden Ehegatten nicht mehr leben sollte, geht auch dieses grundsätzlich nicht und es findet eine nicht mehr widerrufliche Bindung statt.

 

Im Testament steht, dass der Nacherbe mein Bruder ist. Ersatznacherben sind die Abkömmlinge der Nacherben, soweit sie bei der ges. Erbfolge an deren Stelle treten würden. Mein Bruder hat keine Kinder. Sind da auch meine Kinder damit gemeint?

 

Hiermit ist gemeint, dass wenn beide Eltern verstorben sind, zunächst ihr Bruder erben sollte.

 

Sofern ihr Bruder zurzeit des Erbfalls nicht mehr leben sollte, würden nach dieser Formulierung seine Kinder (falls vorhanden) Erben.

 

Ihre Kinder sind hiermit grundsätzlich leider nicht gemeint, da sie nicht Nacherbe sind.

 

Weiterer Ersatznacherbe, für den Fall, dass der eingesetzte Nacherbe ohne Abkömmlinge versterben sollte bin ich. Sehe ich es richtig, wenn mein Bruder stirbt, geht das Haus an mich und wenn ich vor ihm sterbe, geht es an meine Kinder?

 

Ja, sofern ihr Bruder kinderlos sterben sollte und ihre beiden Eltern auch bereits verstorben sind, werden sie als Ersatzerbe Erbe.

 

Sofern sie vor ihrem Bruder sterben sollten, geht das Haus an ihren Bruder, da er ja schliesslich Nacherbe ist (s.o.)

 

 

Oder kann mein Bruder dann ein eigenes Testament machen? Würde sich etwas ändern, wenn er heiratet?


Über sein Vermögen (welches dann auch die Erbschaft beinhalten würde) kann ihr Bruder natürlich ein eigenes Testament machen. Dieses würde voraussetzen, dass er Nacherbe geworden ist.

Sofern ihr Bruder heiratet ändert sich lediglich die gesetzliche Erbfolge, da seine Frau im Falle einer Zugewinngemeinschaft gem. §§ 1371,1931 BGB gesetzliche Erbin wäre.

Sollte ihr Bruder Beispiel durch ein Testament einer anderen Person (also zum Beispiel Ihnen) alles vererben, so hätte seine Frau gegen den/die Erben einen Pflichtteilsanspruch gemäß § 2303 BGB in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen einen angenehmen Mittwochnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort. Sofern noch Verständnisfragen haben können sie natürlich gerne nachfragen.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für Ihre ausführlichen Antworten und Ihre Geduld.

Noch eine kurze Frage? Kann ich einen weiteren Pflichtteil fordern, wenn mein Vater verstirbt und wie hoch ist dieser? Allerdings habe ich 50000 DM erhalten nach dem Tode meiner Mutter.

 

Gruß

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dafür nicht :-)

Sofern ihr Vater verstört können sie von den Erben einen Pflichtteil fordern. Dieser beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteiles und müsste erst genau errechnet werden.

Die Zuwendung von ihrer Mutter hat hiermit grundsätzlich nichts zu tun.

Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn sie vom potentiellen Erblasser (also ihr Vater) dieses Geld bekommen hätten und er ausdrücklich verfügt hätte, dass sie sich dieses auf einen eventuellen Pflichtteilsanspruch anrechnen lassen müssen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

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