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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
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Guten Tag Elternteil A ist 2008 verstorben, zur Stiefmutter

Kundenfrage

Guten Tag


Elternteil A ist 2008 verstorben, zur Stiefmutter B besteht kein Kontakt mehr, zu Ihrer Tochter Kind D genauso wenig , Ihr Sohn C ist schon verstorben.

Beurkundung eines Erbvertrages beim Notar.
Beschreibung:
Eltern/Stiefeltern A Vater /Stiefvater und B Mutter/Stiefmutter die sich gegenseitig zum Alleinerben einsetzen des gesamten Vermögens.
Kinder C,D,E verzichten auf ihren Pflichtteils-und Pflichtteilsergänzungsansprüche, soweit entsprechende Ansprüche bestehen beim Erstversterbenden Elternteil/Stiefelternteil.

Kind C, und D sind vom Erstverterbenden A die Stiefkinder,bei Kind D wurde in den persönlichen Angaben der Geburtsname vom Stiefvater A angegeben (maschinell geschrieben) Kind D wurde aber nicht unter A Stiefvater geboren.
Hinter der Unterschrift von Kind D, wurde handschriftlich noch einmal geborene A Stiefvater angegeben.
Handschrift vermutlich von Elternteil B Mutter des Kindes. Oder von Kind D geschrieben. Falsche Angabe über den Geburtsnamen.

Meine Frage, da das Kind D keine geborene A Stiefvater ist, hier aber laut den Erbvertrag so was da raus zu lesen ist.Kann die leibliche Tochter Kind E vom Vater A im nach hinein noch was machen?

Das maschinell geschriebene kann man ja noch als Formfehler sehen aber handschriftlich falsche Angabe hinter der Unterschrift, da habe ich meine Zweifel das es ein Formfehler war.Den Fehler hat mein Sohn jetzt im nachhinein festgestellt ,mir ist er voher gar nicht aufgefallen.

Frage: ist es ein Fall für die Staatsanwaltschaft? Betrug? ( §263 StGB)


Auch der Beurkundswert stimmt überhaupt nicht in den Testament , der wurde sehr sehr niedrig angesetzt .Ich weiß ehlich gesagt noch nicht einmal genau wieviel Erbe vorhanden ist.Auf jedenfall ist es viel mehr als da angegeben.

Über eine Auskunft wäre ich sehr Dankbar.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:




Wenn ich Sie richtig verstanden habe, hat D sich hier als leibliches Kind von A ausgegeben, obwohl dieses nicht der Wahrheit entspricht.

 

Im Streitfall ließe sich vor Gericht durch einen Gutachter relativ einfach herausfinden, wer diesen Nachtrag gemacht hat.

 

Es geht zwar aus ihrer Sachverhaltsschilderung nicht ganz eindeutig hervor, ich gehe aber davon aus, dass C,D und E gleichermaßen als Nacherben für den Fall des versterben des Längerlebenden (also A oder B) erben sollen.

 

In diesem Fall hätte der Zusatz grundsätzlich auf das Erbrecht des D, da durch Verfügung von Todes wegen (hier also durch den Erbvertrag) auch ein nicht leibliches Kind (oder grundsätzlich auch jede sonstige andere Person) vom Erblasser als Erbe eingesetzt werden kann.

 

Die Frage nach der Abstammung des D würde nur dann relevant werden, wenn D im Testament nicht erwähnt worden ist und tatsächlich ein leibliches Kind von A wäre.

 

In diesem Fall wäre D nämlich durch den Erbvertrag praktisch enterbt worden.

 

In diesem Fall hätte dann D grundsätzlich einen Pflichtteilsanspruch.

 

Auf diesen Anspruch hätte D nach ihrer Schilderung (also unterstellt es wäre ein leidliches Kind) sowieso verzichtet.

 

Ich persönlich kann also keine rechtliche Auswirkung des Nachtrags dergestalt erkennen, dass D hierdurch einen Vorteil zulasten von C und E haben könnte.

 

Abschließend kann dieses aber grundsätzlich nur dann beantwortet werden, wenn der vollständige Sachverhalt bekannt ist und insbesondere der Wortlaut des Testaments genau geprüft worden ist.

 

Ein vollendeter Betrug liegt meines Erachtens nicht vor,höchstens ein versuchter Betrug. Es sind mir aber leider zu wenig Sachverhaltsangaben bekannt, und dieses abschließend zu beurteilen.

 

Sollte der Zusatz unter der Unterschrift aber beispielsweise wie von ihnen auch vermutet von B sein, so würde ich hier gegebenenfalls eine Urkundenfälschung vorliegen.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244











Advopro und 3 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Es geht zwar aus ihrer Sachverhaltsschilderung nicht ganz eindeutig hervor, ich gehe aber davon aus, dass C,D und E gleichermaßen als Nacherben für den Fall des versterben des Längerlebenden (also A oder B) erben sollen.

 

So ist es .. ich verstehe auch nicht warum das bei Kind D gemacht worden ist.

Welchen Vorteil das haben soll.??? War schon mal beim Notar mit den Erbvertrag . Der gute Mann sagte nur, egal wer oder was da drin steht, es haben 5 Leute unterschrieben und durch war er damit. War damals echt begeistert von der Anwort .... lächel. war vor allen so hilfreich.. Ich werde mir den Erbvertrag noch mal schnappen und einen Fachanwalt auf suchen. Bedanke XXXXX XXXXX herzlich für ihre Anwort

 

Liebes lächeln aus den schönen Schleswig Holstein

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachtrag.

Das hatte ich mir schon fast gedacht. Weshalb hier D als Erbe eingesetzt worden ist, kann ich leider auch nicht beurteilen.

Wie ich Ihnen aber bereits mitteilte, kann der Erblasser D wie grundsätzlich auch jede andere x-beliebige Personen als Erbe einsetzen.

Dieses Recht ergibt sich schon aus Art. 14 Abs. 1 GG (so genannte Testierfreiheit).
Dort heißt es: "Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet."


Im Ergebnis wünsche ich Ihnen da noch alles Gute.

Sofern sie noch Verständnisfragen haben können sie natürlich gerne nachfragen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
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