So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.

Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16811
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Meine Mutter ist letztes

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine Mutter ist letztes Jahr verstorben, das Testament wurde nicht anerkannt und es wurde vom Nachlassgericht auf gesetzliche Erbfolge entschieden. Die einzigen Erben sind meine Schwester und ich. Meine Mutter war die letzten 5 Jahre im Pflegeheim. Davor lebte sie in meiner Wohnung, die sie mit einem zinslosen Darlehen ueber 100.000 DM mitfinanziert hat. Bei Ihrem Ableben hatte sie noch einen Bausparvertrag abzubezahlen (5000 euro/ 270 euro/monat), den ich jedoch uebernommen habe, da die Auszahlung fuer meine Wohnung war. Meine Schwester bekam ihre auszahlung von 50.000 Euro noch zu Lebzeiten meiner Mutter.
Ich lebe und arbeite in Bangkok und meine Schwester kuemmerte sich um alles, da sie in der Naehe des Heimes wohnte. Ich habe ihr deshalb und auch in Anbetracht, dass sie der Loeschung der GRundschuld meiner Mutter fuer das zinzslose Darlehen zustimmt, ein Angebot zu ihrem Gunsten bezueglich der Teilung des Erbes gemacht. Da meine Mutter in der Wohnung lebte, war fuer sie das zinslose Darlehen eine Sicherheit, dass im Falle meines Ablebens sie in der Wohnung bleiben kann.
Der Autteilung der vorhandenen Geldbetraege durch meiner Schwester kann ich nicht zustimmen, da sie sehr ungerecht sind.
Meine Fage ist:
Wenn ich auf die gesetzliche Erbfolge bestehe, wird meine Schwester wohl nicht der Loeschung zustimmen. Ich habe nicht vor die Wohnung zu verkaufen, kann es mir aber finanziell nicht leisten, sie mit 25.000 euro auszuzahlen. Muss ich die Wohnung dann verkaufen oder laeuft das zinslose Darlehen weiter. Kann sie mich zur Auszahlung zwingen ?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Bemuehungen

Peter S.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

erlauben Sie mir bitte eine Nachfrage. Wann hat Ihre Mutter Ihrer Schwester die 50.000 € geschenkt?

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle Anfrage,
die erste Schenkung ueber 50.000,-DM am 28.12 99, die zweite, als meine Schwester sich das Haus kaufte am 6.10. 2003 ueber 20.000,-euro
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Aus der Schenkung vom 06.10.2003 über 20.000 € hätten Sie noch Erbergänzungsansprüche. Hier würde bei der Ermittlung des Nachlasswertes noch 6.000 € angerechnet. Insoweit hätten Sie gegenüber Ihrer Schwester in diese Schenkung noch einen Ausgleichsanspruch in Höhe von 3.000 €. Dies sollten Sie Ihrer Schwester in jedem Fall entgegenhalten.

Was die Grundschuld angeht, so müssten Sie ggf. Ihre Schwester auf Zustimmung zur Abgabe einer Löschungsbewilligung verklagen. Allerdings müssten Sie dann nachweisen, dass der Grundschuld keine Forderung Ihrer Mutter mehr gegenüber steht.
Hier wäre dann ggf. auch das Testament Ihrer Mutter als Nachweis heranzuziehen, wenn sie hierin Verfügungen getroffen hatte hinsichtlich der Aufteilung des Nachlasses.

Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, nochmals das Gespräch mit Ihrer Schwester zu suchen und nochmals eindringlich darauf hinzuweisen, dass die Schenkungen seinerzeit jeweils in der gleichen Höhe erfolgt sind, weil Ihre Mutter es so wollte. Teilen Sie Ihrer Schwester mit, dass Sie selbst ggf. noch Erbergänzungsansprüche ihr gegenüber inne hätten und versuchen Sie sie so dazu zu bewegen, ihre Zustimmung zur Löschungsbewilligung zu erteilen. Sollte dieser Versuch scheitern, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als Ihre Schwester zu verklagen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.


Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ca.2002 wurde ein Bausparvertrag, den meine Mutter abgeschlossen und an,-und abbezahlte, ausbezahlt und das Bankdarlehen fuer meine Wohnung getilgt. Hat meine Schwester dann auch Erbergaenzungsansprueche ueber diese 45.000,- euro ?
Diesen Bausparvertrag(Restschuld 5000,- euro) habe ich auf Draengen meiner Schwester auf mich umschreiben lassen und ging nicht in die Erbmasse ein.
Kann meine Schwester Zugriff bzw. Rueckzahlung der Haelfte des zinslosen Darlehens, das im Grundbuch steht, verlangen ? Eine Loeschung der Grundschuld muss aus meiner Sicht nicht sein, will die Wohnung nicht verkaufen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Wenn sich Ihre Schwester hier nicht mehr an die seinerzeitige Verfügung Ihrer Mutter halten will, dass jedes Kind einen Betrag in Höhe von 50.000 € im Rahmen einer Schenkung erhalten sollte, wäre die Auflösung tatsächlich über die Erbergänzungsansprüche herzuleiten.

Das gesamte andere Erbe einmal außen vor gelassen, hätten Sie gegenüber Ihrer Schwester einen Erbergänzungsanspruch in Höhe von 3.000 €. Ihre Schwester Ihnen gegenüber einen solchen in Höhe von 4.500 € (45.000 € x 20 % : 2), so dass Sie Ihrer Schwester dann noch 1.500 € zahlen müssten, damit die Erbansprüche gerecht auseinander gebracht werden. Im Gegenzuge müsste sie allerdings die Löschungsbewilligung erteilen.

Die Grundschuld sagt erst einmal nichts darüber aus, dass hier noch ein Darlehen Ihrerseits gegenüber der Mutter bestand. Ihre Schwester müsste, um aus der Grundschuld Rechte herleiten zu können, nachweisen müssen, dass Sie hier noch ein Darlehen gegenüber der Mutter, welches in den Nachlass eingegangen wäre in Höhe von 50.000 €, hätten. Dies wird ihr aufgrund des geschilderten Sachverhaltes nicht gelingen. Die Grundschuld ist nur ein Sicherungsinstrument, dass jedoch nicht den Nachweis darstellt, dass tatsächlich eine Schuld besteht.

Auch wenn Sie die Wohnung derzeit nicht verkaufen wollen, wäre eine Löschung der Grundschuld schon sinnvoll, weil es erfahrungsgemäß später hin dann immer schwieriger ist, eine solche Löschung herbeizuführen. Ihre Schwester kann auch nicht die Grundschuld aktivieren, also besteht derzeit kein dringender Handlungsbedarf.

Leider leben Sie etwas weit entfernt. Es gibt nämlich die Möglichkeit, wenn sich die Erben über die Erbauseinandersetzung nicht verständigen können, dass Nachlassgericht vermittelnd in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen erst einmal weiterhelfen. Bitte vergessen Sie nicht, meine Antwort zu akzeptieren. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16811
Erfahrung: Fachanwalt f. Familienrecht
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Roesemeier,
vielen Dank XXXXX XXXXX Informationen. Entschuldigen Sie, aber noch eine Frage,
Im Grundbuch stehen doch die 100.000,- DM als zinsloses Darlehen, verstehe ich Sie richtig, dass ich die erstmal so stehen lassen kann und meine Schwester rechtlich nicht gegen mich vorgehen kann.
Ich wuerde dann naemlich auf die gerechtliche 50/50 Aufteilung der restlichen Erbmasse bestehen.

Kann ich dann noch die Schulden des Bausparers aufrechnen, waere dieser denn nicht in die Erbmasse eingegangen? Oder ist mit dessen Ueberschreibung auf meinen Namen diese Gelegenheit vertan. Dachte ich komme meiner Schwester damit entgegen.
Meine Schwester trennte das vorhandene Barvermoegen, das auf verschiedenen Konten liegt folgendermassen: sie ca 13.400,- zu ca.3.400 fuer mich. Ferner soll ich der Ueberschreibung eines zur Zeit nicht bewerteten Immobilienfons ueber 10.000 euro zu ihrem Gunsten zustimmen. Am Ende haette ich 2.000 Euro Schulden, in monatl Raten abzubezahlen, wenn dies auch letztendlich fuer meine Wohnung ist, die vermietet ist.
Last but not least, habe ich einen gewissen Zeit,- Spielraum oder muss ich der Aufloesung der Konten von hier aus zustimmen. Habe doch sicherlich auch Einblicksrecht und waere gerne bei der Aufloesung der Konten dabei.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Bemuehungen und ich werde Sie auj jeden Fall positiv bewerten.
Beste Gruesse
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
habe auch ein Schreiben meiner MUtter vom 18.10.94 indem sie ihren Steuerberater bittet mir von den 100.000 DM Darlehen 50.000 DM als Schenkung zu vermerken. Ist das irgendwie relevant ?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Roesemeier,
haben Sie meine letzten zwei Fragen bekommen ?Bitte beantworten Sie mir diese doch.
Besten Dank.

Mit freundlichen Gruessen

Peter S.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
da ich sehr mit Ihren Antworten zufrieden war und Ihre Zeit doch sehr in Anspruch genommen habe, werde ich Sie Akzeptieren und wuerde mich freuen, wenn Sie mir doch noch auf meine zuletzt gestellten Fragen antworten. Entweder auf diesem Forum, aber auch gerne an meine e mail adresse:[email protected]
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

leider gab es ein technisches Problem mit Ihrer Frage, ich konnte diese nicht mehr öffnen. Jetzt erst war mir das möglich.

Gerne beantworte ich natürlich noch Ihre Nachfragen und bitte das technische Problem zu entschuldigen.

Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Schwester erst einmal auffordern, Ihnen die Unterlagen über das Barvermögen zur Verfügung zu stellen.

Sie haben hierauf Anspruch. Ohne Ihre Zustimmung kann Ihre Schwester auch die bestehenden Bankkonten nicht auflösen. Sollten Sie Ihrer Schwester eine Vollmacht erteilt haben, müssen Sie diese natürlich sofort widerrufen.

Das Darlehen ginge, soweit es überhaupt eines ist, was Ihre Schwester ja beweisen müsste, und hier spielt die Bescheinigung Ihrer Mutter, dass ein Betrag von 50.000 DM als Schenkung zu werten sind, auf jeden Fall eine Rolle, in den Nachlass mit ein. Sprich Ihre Schwester hätte, wenn Sie den Nachweis des Darlehens führen könnte, einen Anspruch in Höhe der Hälfte des Darlehens. Sie kann aber nicht die Grundschuld aktivieren. Voraussetzung für die Geltendmachung des hälftigen Darlehensbetrages (also gerundete 12.500 €) wären die Kündigung des Darlehensvertrages, die Ihre Schwester auch alleine nicht bewerkstelligen könnte.

Aufgrund Ihrer Schilderung besteht ein Barvermögen von 26.800 €. Hiervon stehen Ihnen dann 13.400 € zu.

Wenn Sie weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung. Falls Sie über das Portal keine Antwort von mir erhalten, nehmen Sie bitte per Email bei bestehenden Rückfragen Kontakt auf.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Roesemeier,

vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort und die positive Beurteilung. Ich habe sie auch sehr positiv bewertet und mich fuer die schnelle und professionelle Beratung bedankt. Sie waren sehr hilfreich.

Inzwischen hat meine Schwester ein Neues Angebot gemacht, 5500,- euro, mit dem ich nicht wirklich zufrieden bin.
Habe ihr das mitgeteilt und wuerde mich fuer 7000 euro +25% des Immobilienfonds(laeuft bis 2012, im Moment nicht bewertet) zufrieden geben. Der Bausparer ueber 45.000 wurde nicht 1992 sonder 1994 ausbezahlt.
Dadurch muesste ich ja meiner Schwester 9000(45k x 40% :2) euro als Ausgleichsanspruch bezahlen, minus den 3000 fuer ihre Schenkung waeren dann 6000, die ich ihr schulde. Aber muesste nicht sie dann die Raten fuer den Bausparer abbezahlen ????
Wenn ich mal den Fond nicht beruecksichtige, dann ist das Barvermoegen ja 16.800,- euro, haette man nicht davon das Restsaldo des Bausparers begleichen muessen ??? Habe ihn ja nur aus Gutmuetigkeit uebernommen.

Wenn ich das Barvermoegen so aufteile bekommt sie 14.400 und ich 2.400, aber dann doch nochmals von ihr 5000 fuer das Darlehen, sprich 9.400 zu 7.400 und ich bezahle das Darlehen ab ???

Habe ich richtig gerechnet ? Wenn ich das Darlehen von den 16.800 abziehe und dann entsprechend teile, komme ich auf eine andere Summe.

Ich moechte auf jeden Fall einen Rechtsstreit vermeiden, im Falle aber, dass meine Schwester einen anstrebt oder Rechtsbeistand sucht, wuerden sie mich vertreten oder macht es mehr Sinn, sich einen Anwalt in Muenchen zu suchen?? Hat es ueberhaupt Sinn bei so geringen Mengen ? Kann man die Kosten abschaetzen ?

Kann ich Einsicht in die Kontoauszuege fuer die letzten 5 Jahre, seit meine Mutter im Heim ist verlangen?? Oder fuer wie lange ? Ich waere inzwischen nicht mehr ueberrascht, wenn private Entnahmen stattgefunden haetten.

Mit freundlichen Gruessen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Um bewerten zu können, ob der Bausparer noch in die Erbmasse fällt, müssten Sie mir mitteilen, ob Sie diesen erst nach dem Tod Ihrer Mutter übernommen haben.

Ich werde dann noch einmal rechnen.

Selbstverständlich haben Sie aber das Recht in die Kontoauszüge Ihrer Mutter Einsicht zu nehmen auch für Zeiten vor deren Ableben. Dies wäre insoweit wichtig, um prüfen zu können, ob hier Ihre Schwester Verfügungen zu deren Gunsten vorgenommen hat.

Prinzipiell ist es immer sinnvoller, wenn es zu einem Rechtsstreit kommen sollte, einen Kollegen vor Ort zu beauftragen. Aber vielleicht errechnen wir beide ja noch ein für beide Seiten akzeptables Ergebnis, so dass Ihnen dieser erspart bleibt.

Ich darf Sie noch mal bitten, nur der Übersicht für mich halber, die Ihnen bekannten Vermögensstände zum Zeitpunkt des Erbfalls aufzuschlüsseln. Ebenso die Schenkung an Sie und Ihre Schwester betragsmäßig anzugeben.

ich bin jetzt kurz unterwegs, in einer Stunde bin ich in etwa wieder online.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Roesemeier,
vielen Dank XXXXX XXXXX rasche Antwort.

Schenkungen:

meine Schwester: 28.12.1999: 50.000,-DM; 6.10.2003: 20.000,- euro, weitere Schenkungen sind mir nicht bekannt, allerdings hat meine Schwester vor 5 Jahren als meine Mutter ins Pflegeheim kam behauptet, dass sie ueberhaupt kein Geld bekommen habe, ich fand jedoch die Kontoauszuege meiner Mutter. Meine Mutter hatte ein 'neues' Testament geschrieben, sie hat mich darauf bei meinen 'jaehrlichen Besuch' im Sommer 2003 hingewiesen, "da da 'alte' doch sehr schlampig sei". Dieses wurde jedoch nie gefunden.

Ich: ca. 4.1993: 100.000,-DM (im Grundbuch als zinsloses Darlehen vermerkt); Schreiben meiner Mutter an ihren Steuerberater vom 18.10.1994 liegt vor, in Schreibmaschine mit Unterschrift, indem sie ihn bittet "wenn sie von dem 100.000 DM Darlehen 50.000 DM als Schenkung fuer meinen Sohn vermerken".

6.2004: 45.000,- euro Auszahlung eines Bausparvertrages (abgeschlossen 2002) zur Resttilgung eines Bankdarlehen(meiner Wohnung)

Vermoegen: 16.800,-euro auf 3 Konten verteilt
10.000,-euro Immobilienfond, Laufzeit bis 2012
(-) 5.056,- euro Restschuld des Bausparers (Darlehensaldo zum 30.9.2010)

Meine Mutter ist am 23.8.2010 verstorben und ich habe den Bausparer noch ab 1.9. bezahlt. Soviel ich weiss, meine Kontoauszuege sind in Deutschland, aber irgendwie kann ich mich erinnern, dass meine Schwester wollte, dass ich noch rueckwirkend zum 1.9. bezahle, ab 1.10. sicher.

Falls Verfuegungen geflossen sind, koennen diese auch nach 5 Jahren noch in die Erbmasse eingehen ?

Muss auch noch schnell in die Arbeit, nach meinem Bier schauen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX fuer Ihre Bemuehungen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachricht, dann versuchen wir das gemeinsam erst einmal aufzudröseln.

Zunächst sollten Sie Ihrer Schwester die Nachweise über die Schenkungen, die Ihre Schwester erhalten hat, entgegenhalten und darauf hinweisen, dass Sie auf Einsicht in die Kontounterlagen der letzten 5 Jahre bestehen werden, wenn hier keine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann. Es liegt nahe, dass Ihre Schwester unter Umständen doch noch Verfügungen vorgenommen hat.

Dann sollten Sie Ihrer Schwester entgegenhalten, dass Sie beide Schenkungen in gleicher Höhe erhalten haben, zumindest in etwa J Ihre Schwester erhielt einen Gesamtbetrag in Höhe von 45.564 €, Sie eine solche (Auszahlung Bausparer) in Höhe von 45.000 €. So dass jeder gleich von der Mutter bedacht worden ist.

Darüber hinaus teilen Sie Ihrer Schwester mit, dass der Grundschuld kein klassischer Darlehensvertrag zu Grunde liegt, sondern Ihre Mutter sich durch die Grundschuld von damals nur das Wohnen in Ihrer Wohnung sichern wollte. Insoweit hat Ihre Mutter diesen Betrag ja dann wohl auch abgewohnt. Darüber hinaus, hat sie Ihnen einen Betrag von 50.000 DM nachweislich geschenkt, so dass die Grundschuld in der gegebenen Höhe sowieso keinen Bestand hat. Hier wäre noch ein Betrag von rund 25.500 € aus dem seinerzeitigen Darlehen vakant. Aber wie gesagt, müsste Ihre Schwester erst einmal nachweisen, dass es sich hierbei um einen Darlehensvertrag handelte.

Von daher wäre es an und für sich recht und billig, wenn das Erbe hälftig aufgeteilt werden würde.

Rechtlich wäre das Erbe unter Berücksichtigung der Erbmasse, der Darlehensverbindlichkeit und den Schenkungen mit Ihren Erbergänzungsansprüchen wie folgt zu bewerten.

Bei Ihrer Schwester würde lediglich noch die Schenkung aus dem Jahre 2003 Berücksichtigung finden. Zurückgegriffen wird auf die Schenkungen der letzten 10 Jahre vor Eintritt des Erbfalls. Hier wären dann noch 30 %, mithin 6.000 € einzustellen. Bei Ihrer Schenkung im Jahre 2004 über 45000 € ist noch ein Anteil von 18.000 € in die Erbmasse einzustellen. Sie müssten also Ihrer Schwester die Hälfte der 18.000 € mithin 9.000 € ausgleichen, wohingegen Ihre Schwester Ihnen die Hälfte der 6.000 €, mithin 3.000 € ausgleichen müsste. Es ergibt sich ein Zahlungsanspruch Ihrer Schwester Ihnen gegenüber in Höhe von 6.000 €. Da Sie die Nachlassverbindlichkeit in Form des Darlehens alleine übernommen haben, können Sie von diesem Ausgleichsbetrag den auf Ihre Schwester hälftig anfallenden Betrag in Höhe von gerundet 2.500 € absetzen, so dass Ihre Schwester noch einen Betrag in Höhe von 3.500 € erhalten würde.

Ausgehend von den Vermögenswerten von insgesamt 26.800 €, stünde jedem von Ihnen ein Betrag in Höhe von 13.400 € zu. Von Ihrem Erbteil wären dann die vorab errechneten 3.500 € in Abzug zu bringen, so dass Sie 9.900 € erhalten würden, Ihrer Schwester würde dieser Betrag hinzugeschlagen, so dass sie dann einen Betrag von 16.900 € erhalten würde.

Von daher ist Ihr Vorschlag durchaus gerechtfertigt. Ein gerichtlicher Streit in Ihrem Fall lohnt sich jedoch keinesfalls. Die Gewinner wären letztendlich die Anwälte, die einen Großteil des jeweiligen Erbes für sich als Honorar beanspruchen würden.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Sie in der Beweislast wären, dass der Grundschuld kein Darlehen zu Grunde liegt, sollten Sie etwas nachgeben, um die Löschungsbewilligung zu erhalten.

Ihre Schwester bietet Ihnen 5.500 € an, Sie hätten gerne einen Betrag in Höhe von 9.500 €.

Die goldene Mitte wären daher 7.500 € für Sie.

Wenn Sie sich auf einen Betrag verständigen können, erteilen Sie aber erst dann die Vollmacht zur Kontenauflösung, wenn Ihre Schwester bei einem Notar die Löschungsbewilligung nachweislich abgegeben hat. So haben Sie Ihre Schwester noch ein bisschen in der Hand und es ist garantiert, dass Sie sich an die Vereinbarung halten wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
< Zurück | Weiter >
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
  • Ihre Antwort hat mir wieder Mut gemacht. Ich werde wohl ein treuer Kunde bei Ihnen werden. Vielen Dank! PS: Anmeldung wird in Betracht gezogen Rudolf N. Leichlingen
  • Sehr nette und schnelle Beratung. Einfach Klasse. Spart lange Sitzungen im Anwaltsbüro. Sehr zu empfehlen und wenn nötig, immer wieder gern. Vielen Dank! Susanne Weimar
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • raschwerin

    raschwerin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    576
    Rechtsanwalt
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/raschwerin/2009-12-08_112115_RA_Steffan_-_neu_Large.jpg Avatar von raschwerin

    raschwerin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    576
    Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/TR/troesemeier/2012-8-30_105621_IMG4178.64x64.JPG Avatar von Tobias Rösemeier

    Tobias Rösemeier

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    1927
    Fachanwalt f. Familienrecht
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/SC/SchiesslClaudia/2013-11-27_153731_unnamed2.64x64.jpg Avatar von ClaudiaMarieSchiessl

    ClaudiaMarieSchiessl

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    1018
    Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RA/RAUJSCHWERIN/2012-4-24_184611_1109007sw10erxLarge.64x64.jpg Avatar von RA_UJSCHWERIN

    RA_UJSCHWERIN

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    374
    Rechtsanwältin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/JA/Jason2016/2013-3-17_141035_IMG1566.64x64.JPG Avatar von RASchroeter

    RASchroeter

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    327
    Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RAKRoth/2010-09-09_105153_Foto0803a.JPG Avatar von RAKRoth

    RAKRoth

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    208
    zertifizierter Testamentsvollstrecker
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/HS/hsvrechtsanwaelte/2011-8-10_5588_passbilddaniel104539mittel.64x64.jpg Avatar von hsvrechtsanwaelte

    hsvrechtsanwaelte

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    131
    Mitglied der ARGE Verwaltungsrecht im DAV
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Erbrecht