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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
26039601
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sehr geehrte damen und herren, wir sind eine erbengemeinschaf

Kundenfrage

sehr geehrte damen und herren,
wir sind eine erbengemeinschaf mit 6 parteien und haben von unserer verstorbenen schwester unser elternhausdas in ihrem besitz war geerbt. meine fragehierzu, ich möchte
das haus erwerben, demzuvolge sind die geschwister auszuzahlen, wie verhällt es sich dann
bezugs grunderwerbsteuer und erbschaftsteuer?
der verkaufswert liegt bei 180000 euro.abzüglich meinen anteil, verbleibt 150000 euro. kann man die zu ewartenden steuern durch etwaige minderung, etwa durch teilverzicht bzw schenkung von den mit erbberechtigten reduzieren?
fällt bei einer erbschaft durch todesfall eine grunderwerbsteuer an?
habe dazu verschiedene meinungen bekommen.
würde mich über eine antwort freuen und verbleibe
mfg
karsten b.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Nach ihrer Schilderung fällt durch den Todesfall keine Grunderwerbsteuer an.

 

Selbst im Falle eines normalen Verkaufs würde keine Grunderwerbsteuer anfallen, da die Übertragung hier im Rahmen eines Verwandtschaftsverhältnisses vonstatten geht.

 

Die Erbschaftssteuer bemisst sich ganz normal nach ihrem Miterbenanteil am Gesamtnachlass.


Um die genaue Höhe der Erbschaftssteuer zu bestimmen müsste der Wert des gesamten Nachlasses bekannt sein.









Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und einen guten Wochenstart!



 

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244



Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


ich möchte meine Antwort gerne wie folgt ergänzen:

 

Ihrem Fall ergibt sich die Steuerfreiheit direkt aus dem Gesetz in Bezug auf die Grunderwerbsteuer und zwar aus Paragraph 3 Nr. 3 Grunderwerbsteuergesetz.

 

Ich habe Ihnen diese Bestimmung nachfolgend zum besseren Verständnis beigefügt und die relevanten Stellen besonders hervorgehoben.

 

 

§ 3 Grunderwerbsteuergesetz

Allgemeine Ausnahmen von der Besteuerung

Von der Besteuerung sind ausgenommen:

1.


der Erwerb eines Grundstücks, wenn der für die Berechnung der Steuer maßgebende Wert (§ 8) 2.500 Euro nicht übersteigt;

2.


der Grundstückserwerb von Todes wegen und Grundstücksschenkungen unter Lebenden im Sinne des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes. Schenkungen unter einer Auflage unterliegen der Besteuerung jedoch hinsichtlich des Werts solcher Auflagen, die bei der Schenkungsteuer abziehbar sind;

3.


der Erwerb eines zum Nachlaß gehörigen Grundstücks durch Miterben zur Teilung des Nachlasses. Den Miterben steht der überlebende Ehegatte gleich, wenn er mit den Erben des verstorbenen Ehegatten gütergemeinschaftliches Vermögen zu teilen hat oder wenn ihm in Anrechnung auf eine Ausgleichsforderung am Zugewinn des verstorbenen Ehegatten ein zum Nachlaß gehöriges Grundstück übertragen wird. Den Miterben stehen außerdem ihre Ehegatten gleich;

4.


der Grundstückserwerb durch den Ehegatten des Veräußerers;

5.


der Grundstückserwerb durch den früheren Ehegatten des Veräußerers im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Scheidung;

6.


der Erwerb eines Grundstücks durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind. Den Abkömmlingen stehen die Stiefkinder gleich. Den Verwandten in gerader Linie sowie den Stiefkindern stehen deren Ehegatten gleich;

7.


der Erwerb eines zum Gesamtgut gehörigen Grundstücks durch Teilnehmer an einer fortgesetzten Gütergemeinschaft zur Teilung des Gesamtguts. Den Teilnehmern an der fortgesetzten Gütergemeinschaft stehen ihre Ehegatten gleich;

8.


der Rückerwerb eines Grundstücks durch den Treugeber bei Auflösung des Treuhandverhältnisses. Voraussetzung ist, daß für den Rechtsvorgang, durch den der Treuhänder den Anspruch auf Übereignung des Grundstücks oder das Eigentum an dem Grundstück erlangt hatte, die Steuer entrichtet worden ist. Die Anwendung der Vorschrift des § 16 Abs. 2 bleibt unberührt.

 

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244



Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

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