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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16674
Erfahrung:  Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Mein am 29.10.2010 verstorbene Vater lebte nach einem weiteren

Kundenfrage

Mein am 29.10.2010 verstorbene Vater lebte nach einem weiteren leichten Schlaganfall
seit Mai 2005 in meinem Haus. Während dieser Zeit schenkte er mir jährlich Bargeld, was auf seinem Rentenkonto übrig blieb, neben den € 600,-- die ich für Nebenkosten für ihn bekam. Nun nach dem Tod stellt mein Bruder Ansprüche aus diesem Barvermögen. Mein
Vater hatte eine Rente von ca. 1600,-- und hatte während dieser Zeit mehrere weitere
kleinere Schlaganfälle, die seine Mobilität sehr einschränkte. Gehhilfe und später Rollstuhl
waren die Folge. Nach einem letzten scweren Sturz in Juni 2010 mußte ich ihn in ein
Pflegeheim geben, da ich mit der Pflege überfordert war. Besitze ein Reihenhaus mit
vielenStufen. Hat mein Bruder im Nachhinein Anspruch auf die Geldgeschenke die mein
Vater aus Dankbarkeit gegegen hat?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ob eine Zuwendung zu Lebezeiten der Erblasser auf das Erbe anzurechnen ist, hängt maßgeblich vom Zweck der Zuwendung ab.

Ich gehe davon aus, dass Sie und Ihr Bruder beide Erben geworden sind und dass es hier nicht um einen Pflichtteil Ihres Bruders geht.

So genannte Ausstattungen ( uB Aussteuer zur Hochzeit, Starthilfe für eine Bertufstätigkeit) sind auszugleichen, wenn der Erblasser in seinem Testamnet nichts anderes angeordnet hat.

Zuschüsse, die Eltern regelmäßig gewährt haben, ZB Unterhalt sind nur dann ausgleichspflichtig, wenn sie übermäßig sind.

Eine Ausgleichspflicht besteht auch für Zuwendungen, die nicht unter die vorgenannten Kategorien fallen, wenn sie vom Erblasser angeordnet ist.

Wenn Ihr Vater also in seinem Testament , oder mündlich angeordnet hat, dass Sie die Zuwendungen auszugleichen haben, besteht keine Ausgleichspflicht.

Es ist zu beachten, dass die Anordnung auch formlos möglich ist. Beweispflichtig dafür, dass sie erfolgte wäre Ihr Bruder.


Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

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Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank


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Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre freundliche Akzeptanz.

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