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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26432
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

wie hoch ist dere Pflichteil bei Nacherbe

Kundenfrage

wie hoch ist dere Pflichteil bei Nacherbe
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Der Pflichtteil ist eine Art Noterbrecht für bestimmte nahe Angehörige, die der Erblasser durch Verfügung von Todes wegen von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen hat.

Die Höhe des Pflichtteils bestimmt sich nach § 2303 BGB.

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Wenn Sie also Ihre Mutter verstorben ist, so sind Sie nach § 1924 BGB Erbe erster Ordnung. Das bedeutet, Sie erhalten als gesetzlicher Erbe die Hälfte des Nachlasses, soweit Sie keine anderen Geschwister haben. Der Pflichtteil beträgt dann 1/4 des Nachlasses.

Dieser Pflichtteilsanspruch ist ein geldwerter Vorteil, also ein Vermögenswert.

Wenn nun das Sozialamt Ihnen die Heimkosten gezahlt hat und Sie haben durch den Pflichtteilsanspruch nun einen Vermögenswert erhalten, so müssen Sie die Heimkosten dem Sozialamt zurückerstatten.

Die Forderung des Sozialamts Karlsruhe ist somit rechtens.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
mein Vater hatte ein Berliner Testament gemacht, dadurch erbte suerst nur mal meine
Mutter. Das Sozialmat verlangte aber. daß ich den Pflichtteil beantrage, dadurch erbte ich nurdie Hälfte und als meine Mutter verstarb wieder nur die Hälfte meine4s Erbanteils. Das war sehr nachteilig für mich. Nöchmals meine Frage mußte ich akzeptieren, dass das Sozialamt den '''''''''''''''''''''''''''''''Pflichtteil bei m 'Tode meines Vaters verstarb
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Aus der Schilderung Ihrer Nachfrage entnehme ich, dass im Berliner Testament eine sogenannte Pflichtteilsstrafklausel aufgenommen wurde. Also eine Klausel, die Sie enterbt (also hinsichtlich des überlebenden Elternteils) auf den Pflichtteil setzt, wenn Sie beim erstversterbenden Elternteil (Ihrer Mutter) den Pflichtteil verlangen.

Grundsätzlich bleibt die Forderung des Sozialamts weiterhin rechtmäßig.

Eine Ausnahme kann ich nur dann sehen, wenn die Forderung des Sozialamtes den Pflichtteil in Anspruch zu nehmen unverhältnismäßig ist. Also das Sozialamt beispielsweise eine geringe Forderung gegen Sie hat (z.b. 200 EUR) und Sie auf der anderen Seite durch die Pflichtteilsstrafklausel ein hohes Vermögen verlieren würden.

In diesem Falle läge ein Ermessensfehler des Sozialamts vor.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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