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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
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Wir sind vor 10 Jahren als Rentner ( beide Deutsche Staatsb rger)

Kundenfrage

Wir sind vor 10 Jahren als Rentner ( beide Deutsche Staatsbürger) nach Tunesien ausgewandert. Nun ist mein Gatte verstorben. Wir haben eine 43 Jahre alte Tochter in Deutschland, zu der wir seit dem 15. Lebensjahr keinen Kontakt mehr haben. Sie hat das Elternhaus damals mit der Begründung " zu wenig Freiheit" aus eigenem Willen verlassen. Wir haben monatl. DM 800,-- bis zum 21. Lebensjahr ans Jugendamt bezahlt.
Hier in Tunesien besitzen wir je zur Hälfte eingetragen ein Haus im Werte von ca. 35 000,-- €, zwei Autos Wert ca. 15 000,-- € eingetragen auf den Namen meines Mannes. In Deutschland gibt es ein Bankkonto mit Rücklagen für unverhoffte Ereignisse in Höhe von ca. 50 000,-- €. Hierrüber habe ich nur eine Bankvollmacht. Das Haus in Tunesien ist schon vor 2 Jahren mit einem Vorvertrag an einen Bekannten verkauft worden. Dieser ist vom Notar beglaubigt aber noch nicht vollzogen, da eine Umschreibung hier ca. 3 Jahre dauert.
Es gibt kein Testament und ich muß hier einen Erbschein beim Konsulat beantragen. Wie muß ich mich verhalten, damit nicht alles an unsere Tochter geht.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,



vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:





Sie können zunächst insoweit beruhigt sein, als dass Sie nicht automatisch alles an die Tochter gehen wird. Sofern sie keinen Ehevertrag mit ihrem Mann gemacht hatten und im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben sie die Erbfolge wie folgt aus:



Gem. §§ 1371,1931 BGB erben sie als Ehegattin pauschal die Hälfte des Nachlasses.

Die andere Hälfte erbt die Tochter als Abkömmling gem. §§ 1924,1931 Abs. 2 BGB.



Sobald ihre Tochter Kenntnis von dem Erbe erhält, kann sie auch entsprechende Ansprüche geltend machen. Hieran können sie leider nicht verhindern. Ihr Vorschlag mit dem Konsulat ist schon richtig.



Sie benötigen nämlich einen Erbschein, um sich gegenüber Behörden, insbesondere dem Grundbuchamt sowie der Bank als Erben zu legitimieren, damit es hier zur Auszahlung an sowie in Bezug auf Grundstücke oder Anteile zu Umschreibungen kommen kann.



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Eine Akzeptierungspflicht besteht auch dann, wenn die Antwort Ihnen vom Ergebnis nicht zusagt. Die Zufriedenheit bedeutet vielmehr, dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochvormittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]

Fax.0471/140244









Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness , sondern ist auch Gegenstand der AGB, die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie auf das grüne Feld "akzeptieren" direkt unter meiner Antwort klicken.



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Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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