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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 105
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Ist in einem Testament auf das Pflichtteil verzichtet worden

Kundenfrage

Ist in einem Testament auf das Pflichtteil verzichtet worden und schriftlich die Nacherbschaft nicht geregelt wurde,treten dann die Personen die verzichtet haben trotzdem als Nacherben ein?
Auch wenn das Nacherbe geregelt ist und die Kinder aus erster und die ein geheirateten zu gleichen Teilen eingesetzt sind wie verhält sich es dann mit der zu erbenden Summe?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne würde ich Ihnen Ihre Frage beantworten.

Könnten Sie zuvor den Sachverhalt etwas genauer schildern? In welchem Testament hat welche Person auf den Pflichtteil verzichtet?

Mit freundlichen Grüßen

Gina Haßelberg
(Rechtsanwältin)

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Kinder meines verstorbenen Stiefvaters haben in seinem Testament verzichtet
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn es so sein sollte, dass die Pflichtteilsberechtigten in einem Erbvertrag mit dem Erblasser auf den Pflichtteil verzichtet haben, so ist dies nach § 2346 BGB möglich.

Voraussetzung für einen wirksamen Pflichtteilsverzicht ist, dass der Vertrag nach § 2348 BGB notariell beurkundet wurde. Ansonsten ist der Verzicht nicht wirksam und der Pflichtteilsberechtigte kann den Pflichtteil noch fordern.

Eheleute wollen sich oftmals gegenseitig zu Erben einsetzen. Dazu werden die Kinder enterbt. Damit die Kinder Pflichtteilsansprüche nicht geltend machen, können diese zu Lebzeiten der Eltern darauf verzichten. In der Regel wird bestimmt, dass die Kinder nach dem Versterben des letzten Ehegatten Schlusserben oder Nacherben werden sollen.

Ich vermute, dass dies Ihr Fall ist.

Auch, wenn ein wirksamer Pflichtteilsverzicht vorliegt, wird der ürsprünglich Pflichtteilsberechtigte nur Nacherbe oder Schlusserbe, wenn dies so vom Erblasser auch gewollt und bestimmt wurde. Hat der Erblasser keine Bestimmung hierzu getroffen, tritt keine Nacherbachaft ein.

Anders könnte der Fall zu beurteilen sein, wenn der Pflichtteilsberechtigte und der Erblasser eine wirksame Vereinbarung ursprünglich getroffen haben, dass der Pflichtteilsberechtigte zum Nacherben eingesetzt wird und er dafür auf seinen Pflichtteil verzichtet. Wenn der Erblasser anschließend ein neues Testament errichtet, in dem der Pflichtteilsberechtigte nicht mehr Nacherbe wird, könnte dies unwirksam sein. Allerdings kann ich nicht feststellen, dass dieser Fall nach Ihrer Schilderung in Betracht zu ziehen ist.

Wenn keine Nacherbschaft vereinbart oder verfügt wurde, kann der ursprünglich Pflichtteilsberechtigte vom Erben die Erbschfaft nur noch dann erlangen, wenn er selbst gesetzlicher Erbe dieser Person ist oder diese Person ihn durch Testament bedacht hat.

Letztlich ist die Sachverhaltsschilderung sehr dünn. Genauere Angaben kann ich nur nach ausführlicher Schilderung leisten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen dennoch weiterhelfen konnte.

Sollte dies der Fall sein, bitte ich meine Antwort zu akzeptieren, indem Sie auf den grünen Knopf klicken.

Sollten Sie noch Fragen haben, bitte ich Sie, mir diese zu stellen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann und soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen

Gina Haßelberg

(Rechtsanwältin)