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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 22343
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Wo liegt in der Bewertung der Unterschied Pflichtteil

Kundenfrage

Wo liegt in der Bewertung der Unterschied

Pflichtteil zu Pflichtteilergänzungsanspruch
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Der Pflichtteilergänzungsanspruch kann zur Aufstockung des Pflichtteils führen, wenn der Erblasser innerhalb von 10 Jahren vor seinem Ableben Zuwendungen (Schenkungen) aus seinem Vermögen gemacht hat. Stirbt der Erblasser können die pflichtteilsberechtigten Angehörigen gegen des Erben oder den Beschenkten Ergänzung ihres jeweiligen Pflichtteils in wertmäßiger Höhe der erfolgten Schenkung verlangen.

Pflichtteilsberechtigte werden auf diese Weise so behandelt, als wäre die Schenkung nicht erfolgt. Sie können zur Ergänzung ihres Pflichtteils daher den Betrag fordern, der - ohne die Schenkung - ihrem vollem Pflichtteil entsprochen hätte.

Unter den von Ihnen geschilderten Bedingungen könnten Sie - wenn Sie pflichtteilsberechtigt sind - aus der Schenkung an Ihre Tante und an Ihren Bruder entsprechende Pflichtteilergänzungsansprüche herleiten. In beiden Fällen würden Sie so gestellt werden müssen, als wäre die Schenkung nicht erfolgt.

Dabei müssen Sie allerdings unbedingt die Regelung des § 2325 Absatz 3 BGB im Auge behalten, der bestimmt:

Die Schenkung wird innerhalb des ersten Jahres vor dem Erbfall in vollem Umfang, innerhalb jedes weiteren Jahres vor dem Erbfall um jeweils ein Zehntel weniger berücksichtigt. Sind zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstandes verstrichen, bleibt die Schenkung unberücksichtigt.

Das bedeutet, dass die erfolgte Schenkung umso weniger berücksichtigt wird, je länger sie zurückliegt. Sind zehn Jahre seit der Schenkung verstrichen, kommt der Ergänzungsanspruch gar nicht mehr in Betracht.

Gerade bei der Übertragung von Immobilien ist aber immer besonders sorgfältig zu prüfen, ob die Zehnjahresfrist überhaupt zu laufen begonnen hat, denn sie wird grundsätzlich nur in Lauf gesetzt, wenn das Eigentum vollständig übergegangen ist.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beachten Sie bitte darüber hinaus, dass die rechtliche Beurteilung des jeweiligen Sachverhalts im Rahmen der Beratung auf dieser Plattform lediglich eine erste Orientierung liefern kann. Eine auf dieser Basis erfolgende Ersteinschätzung kann weder abschließend sein noch Anspruch auf Vollständigkeit erheben, denn das Hinzufügen oder Weglassen bestimmter Angaben kann eine gänzlich abweichende Bewertung der Rechtslage rechtfertigen.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)





Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sollten Sie keine Nachfrage haben, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf höflichst an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte gerne nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)