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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

hallo im jahre 2005 hat mir meine leibliche mutter den teil

Kundenfrage

hallo

im jahre 2005 hat mir meine leibliche mutter den teil ihres hauses vermacht,(per schenkung notariell beglaubigt) in dem sie mit meinem vater wohnte,es handelt sich hierbei um eine wohnung im ersten stock meines elternhauses.

im märz 2005 zog meine mutter aus und trennte sich von meinem vater.2007 folgte dann die scheidung meiner eltern. mein vater heiratete im jahre 2008 wieder.

da ich zu der jetzigen frau meines vaters,sprich meiner stiefmutter ein sehr gutes verhältnis habe,habe ich mich von ihr im märz 2010 adoptieren lassen.

gestern am 15.09.2010 kam ein schreiben vom rechtsanwalt meiner leiblichen mutter in dem ich aufgefordert werde die schenkung samt grundbucheintrag rückgängig zu machen und auf sie wieder übertragen solle,da ich bzw meine familie zu ihr keinen kontakt mehr haben.

denn kontakt habe ich zu ihr abgebrochen da ich ständig von ihr angelogen wurde bzw sie hält mir seit 33 jahren vor das wenn es den abtreibungspharagraphen 1976 gegeben hätte wäre ich nicht auf der welt und sie hätte besser leben können

meine frage wäre nun folgende,kann sie mir die schenkung (im grundbuch stehe ich als eigentümer der wohnung)wieder wegnehmen oder geld von mir verlangen?

danke XXXXX XXXXX antwort und freundliche grüsse aus bayern
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.


Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Ihre Mutter möchte die Schenkung gemäß § 530 BGB zurückfordern.

Zum Anlass nimmt Sie die aktuell erfolgte Adoption durch Ihre Stiefmutter. Es stellt sich insofern die Frage, ob die Adoption eines volljährigen Kindes im Sinne des Gesetzes gegenüber der leiblichen Mutter als "grober Undank" zu qualifizieren ist.

Eine Schenkung kann nach § 530 BGB widerrufen werden, wenn sich der Beschenkte durch eine schwere Verfehlung gegen den Schenker oder einen nahen Angehörigen des Schenkers groben Undanks schuldig gemacht hat.

 

Als schwere Verfehlung wird eine auf Undankbarkeit hindeutende Gesinnung bzw. Handlung verstanden, die vorsätzlich begangen sein muss. Zwar ist der Beschenkte nicht zur Dankbarkeit verpflichtet, sein Verhalten darf jedoch nicht als Undankbarkeit zu werten sein. Die Schwere der Verfehlung ergibt sich aus den Umständen des Einzelfalls.

 

Die Adoption stellt nach diesseitigem Dafürhalten für sich genommen keine Verfehlung im Sinne dieser Definition dar.




Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Haben Sie eine Nachfrage?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

bislang haben Sie meine Antwort noch nicht akzeptiert. Ich darf Sie bitten, dies noch nachzuholen, denn erst durch die Akzeptanz wird Ihre Zahlung verbucht und Sie bezahlen mich für meine Rechtsberatung.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig und auch von dieser Plattform nicht beabsichtigt.

Wenn Sie also keine weiteren Nachfragen haben, schließen Sie Ihre Frage hier durch Akzeptanz meiner Antwort. Vielen Dank!