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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Meine Mutter ist 81 und verwitwet. Ich bin die einzige Tochter.

Kundenfrage

Meine Mutter ist 81 und verwitwet. Ich bin die einzige Tochter. In den letzten Monaten hat meine Mutter gesundheitlich zunehmend abgebaut. Im Juni wurde bei einem längeren Krankenhausaufenthalt ein kindskopfgroßer, bösartiger Tumor in der Bauchhöhle entdeckt, der nicht mehr behandelt werden kann. Sie erhält - auch wegen ihrer schweren Wirbelsäulenprobleme - seit Jahren Morphium, in der letzten Zeit verstärkt.

Zur Zeit liegt sie im Krankenhaus. Ich bin freiberufliche Journalistin und habe extra Pflegezeit genommen, um in den letzten Wochen oder Monaten ihres Lebens bei ihr zu sein. Sie meinte aber heute zur mir, ich täte das nur, weil ich auf das Erbe scharf wäre. Freunde von ihr hätten ihr das in den letzten Monaten gesagt. Vorausgegangen war eine Phase der Streitigkeiten zwischen meiner Mutter und mir, wo sie mir - wie ich den Eindruck hatte - beweisen wollte, dass sie nicht auf mich angewiesen ist und mir gegenüber ausgesprochen herrisch wurde. Ich habe mir das nicht gefallen gelassen und mich zurückgezogen. Daraufhin hat sie ihre Freunde offenbar gegen mich aufgehetzt und behauptet, ich kümmere mich überhaupt nicht um sie. Ich habe ihr dann mehrfach meine Hilfe angeboten, woraufhin sie mich sehr häßlich aus der Wohnung geworfen hat. Wir hatten schon immer kein einfaches Mutter-Tochter-Verhältnis, aber in den letzten Monaten ist es fast unerträglich.

Ich habe dennoch Pflegezeit genommen, weil sie niemanden außer mir hat. Und ich habe auch niemanden außer ihr. Ich bin nicht verheiratet und habe keine Kinder. So schwierig unser Verhältnis ist, ich wollte sie nicht in ein Heim geben, sondern mich um sie kümmern.

Mich hat ihr heutiger Vorwurf entsetzlich verletzt, zumal ich mit der Pflegezeit meinen Job riskiere. Als einzige Tochter bin ich ja ohnehin ihre einzige Erbin.

Allerdings hat sie heute eröffnet, dass sie ihr Testament in den letzten Monaten geändert hätte und ihre Freundin - es ist wohl die, die behauptet hat, ich wäre ohnehin nur auf das Erbe meiner Mutter scharf - 10.000 Euro vermachen würde. Zwei andere Freunde erhalten jeweils 5000 Euro.

Ich erbe eine Eigentumswohnung. Da meine Mutter aber kaum Bargeld hat, müßte ich die Eigentumswohnung verkaufen, um den Freunden meiner Mutter das Bargeld zu geben. Oder ich müßte es von meinem eigenen Geld bezahlen. Kann ich dagegen vorgehen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblicks über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.


Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Gegen den letzten Willen Ihrer Mutter können Sie leider nichts machen, es sei denn Ihre Mutter wäre im Zeitpunkt der Abfassung des Testaments nicht mehr in der Lage gewesen, die Dinge zu überschauen (eingschränkte oder mangelnde Zurechnungsfähigkeit). Ihrer Sachverhaltsschilderung ist diesbezüglich aber nichts zu entnehmen.

Ich kann Ihnen nur anraten, vielleicht doch noch mal das klärende Gespräch mit Ihrer Mutter zu suchen, um Ihr Ihre Verletzheit und die finanziellen Auswirkungen deutlich zu machen. Vielleicht können Sie sie doch noch umstimmen.



Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

bislang haben Sie meine Antwort noch nicht akzeptiert. Ich darf Sie bitten, dies noch nachzuholen, denn erst durch die Akzeptanz wird Ihre Zahlung verbucht und Sie bezahlen mich für meine Rechtsberatung.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig und auch von dieser Plattform nicht beabsichtigt.

Wenn Sie also keine weiteren Nachfragen haben, schließen Sie Ihre Frage hier durch Akzeptanz meiner Antwort. Vielen Dank!