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RA Krueger
RA Krueger, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 3577
Erfahrung:  Langjährige Praxis al Rechtsanwalt
36252690
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RA Krueger ist jetzt online.

Sehr geehrte Rechtsanw lte, habe erfahren, dass mein Vater

Kundenfrage

Sehr geehrte Rechtsanwälte,
habe erfahren, dass mein Vater verstorben ist. Wie komme ich als uneheliches Kind - im Jahr 1950 geboren- an mein Pflichtteil ran. Ich habe noch einen Halbbruder.

Für die Beantwortung meiner Frage bedanke XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RA Krueger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Sie sollten einen Erbschein beantragen. Der Erbschein ist ein sicheres Beweismittel dafür, dass derjenige, der als Erbe auftritt, auch Erbe ist.

Für die Erteilung des Erbscheins ist das Nachlassgericht (Amtsgericht) zuständig, an dem der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte.

Der Erbschein wird nur auf Antrag erteilt. Neben dem Antrag ist erforderlich, dass Sie dem Nachlassgericht die Tatsachen beweisen, die Ihr Recht auf die Erbschaft begründen, hier also Ihre Stellung als Sohn des Erblassers. Nachfolgende Unterlagen sind dem Antrag auf Erteilung eines Erbscheines beizufügen:

  • Personalausweis
  • Sterbeurkunde (für die Todeszeit)
  • Familienstammbuch (für das Verwandtschaftsverhältnis mit dem Verstorbenen)
  • Angaben darüber, ob und welche Personen vorhanden sind, durch die der Erbe von der Erbfolge ausgeschlossen bzw. sein Erbteil gemindert werden würde
  • Angaben darüber, ob und welche Testamente oder Erbverträge vorhanden sind
  • Angaben darüber, ob ein Rechtsstreit über das Erbrecht geführt wird
  • Angaben darüber, welcher eheliche Güterstand mit dem Verstorbenen bestanden hat

Idealerweise gehen Sie mit den Unterlagen zum Nachlassgericht und beantragen dort den Erbschein. Der Rechtspfleger wird Ihnen behilflich sein.


Verändert von rakrueger am 04.06.2010 um 18:35 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Danke für die Anwort,

habe jedoch das Problem, dass ich unehelich geboren wurde, das kein Kontakt zu meinem Siefbruder besteht, ich keine Sterbeurkunde und kein Familienstammbuch besitze.Mein Vater lebte in Sachsen und ich lebe in Berlin.

Experte:  RA Krueger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sie werden nur dann Erbe, wenn Sie die Vaterschaft des Erblassers beweisen können.

Die Feststellung der Vaterschaft ist Voraussetzung für das Erb- und Pflichtteilsrecht. Wenn nichteheliche Kinder von ihrem Vater nicht anerkannt wurden, müssen die Kinder bei Gericht die Vaterschaftsfeststellung beantragen (vgl. § 1592 Ziff. 3 BGB).

In §1600d BGB sind die Kriterien geregelt, nach denen die Vaterschaft festgestellt wird:

"(2) Im Verfahren auf gerichtliche Feststellung der Vaterschaft wird als Vater vermutet, wer der Mutter während der Empfängniszeit beigewohnt hat. Die Vermutung gilt nicht, wenn schwerwiegende Zweifel an der Vaterschaft bestehen.

(3) Als Empfängniszeit gilt die Zeit von dem 300. bis zu dem 181. Tage vor der Geburt des Kindes, mit Einschluss sowohl des 300. als auch des 181. Tages. Steht fest, dass das Kind außerhalb des Zeitraums des Satzes 1 empfangen worden ist, so gilt dieser abweichende Zeitraum als Empfängniszeit."


Sie können die Vaterschaft auch durch eine DNA-Analyse beweisen. Dies ist grundsätzlich auch nach dem Tod des Vaters möglich. Naturgemäß ist aber Eile geboten. Gegebenenfalls ist eine Exhumierung durchzuführen.

Um die Erbenstellung zu erreichen, müssen Sie also ein Gerichtsverfahren auf Feststellung der Vaterschaft betreiben, falls Ihr Halbbruder Ihre Erbenstellung nicht freiwillig anerkennt.


Verändert von rakrueger am 04.06.2010 um 19:23 Uhr EST

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