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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 17085
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

eine Frau ist verstorben. sie war ledig und hat keine direkten

Kundenfrage

eine Frau ist verstorben. sie war ledig und hat keine direkten Nachkommen. Ihre Mutter hat nach dem Tod des Vaters wiedergeheiratet; aus dieser Ehe sind 2 Kinder hervorgegangen. Die Verstorbene hat weiterhin eine leibliche Schwester. Es existiert ein Testament (z.B. hohe Versicherungsprämien), in dem aber wahrscheinlich weder die Mutter, noch die Schwester berücksichtigt sind. Ein Ausschluß von der Erbschaft aufgrund von Straftaten o.ä. liegt nicht vor.
Wer ist zu welchen Teilen erbberechtigt? Rangiert das Testament vor der gesetzlichen Erbfolge?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Das Testament - soweit wirksam - geht der gesetzlichen Erbfolge vor.

Die durch das Testament aus der gesetzlichen Erfolge Verstoßenen haben aber Pflichtteilsansprüche.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wie sehen die Pflichtteilsansprüche der aus der gesetzlichen Erbfolge Verstossenen aus? Nach meiner Auffassung sind die Mutter und die leibliche Schwester die gesetzlichen Erbfolgen, oder?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Bitte schlüsseln Sie mir mal die Familienverhältnisse auf.

Wer ist verstorben und wer lebt noch.

Danke.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Mutter - Vater(schon länger verstorben)
' '
Tochter(aktueller Erblasser) Tochter
'
' - Mann (aktuell)
'
Tochter Sohn

Die Erblasserin und Tochter aus erster Ehe sind nicht vom aktuellen Mann adoptiert worden.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Okay, dann würde zunächst die Mutter gesetzlich Erbin sein und daneben der Ehemann.

Diese beiden haben dann also einen Pflichtteilsanspruch gegen die im Testament bedachten erben.

Der Pflichtteil besteht aus der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Mutter und Ehemann würden je 50 % erben, daher besteht der Pflichtteil für jeden aus 25 %.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Der jetzige Ehemann ist nicht der leibliche Vater der Verstorbenen und hat sie auch nicht adoptiert. Nach meiner Auffassung erben Mutter und Schwester der Verstorbenen, da der leibliche Vater der Verstorbenen und der lebenden Schwester schon länger verstorben ist. Weder der aktuelle Ehemann, noch die Kinder aus dieser zweiten Ehe sind pflichtteilsmäßig erbberechtigt. Oder?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ich verstehe nicht?

Der Ehemann kann doch die Frau nicht adoptieren?

Es ist eine Frau verstorben ... dies hinterlässt Mutter und Schwester? Und mehr nicht?

Dann erbt nur die Mutter nach dem Gesetz.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Der aktuelle Ehemann hätte zum Kindeszeitalter der jetzt Verstorbenen diese adoptieren können. War aber nicht der Fall!
Daß die Mutter pflichterbteilberechtigt ist, ist unstrittig. Das Erbe würde doch in diesem Fall nach der 2. Ordnung anfallen. Da aber der Vater der Verstorbenen bereits verstorben ist, geht doch der auf den verstorbenen Elternteil entfallende Erbteil auf dessen Abkömmling über, also der lebenden Schwester der aktuell Verstorbenen.
Damit wären doch Mutter und Schwester der Verstorbenen pflichterbteilsberechtigt.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Nein, nach der gesetzlichen Erbfolge würden die Eltern erben. Da von diesen nur noch de Mutter lebt, erbt auch nur die Mutter. Der verstorbene Vater bildet hier keinen "Durchlauf" auf die Schwester.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Das kann nicht sein. §1925 (3) BGB sagt doch eindeutig aus, das es diesen "Durchlauf" sehr wohl gibt.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Das ist grundsätzlich richtig. Aber war nicht die Rede von Adoption.

Ich verliere den roten Faden.

Wenn der verstorbene Vater auch der leibliche Vater von verstorbener und lebender Schwester ist, dann tritt die lebende Schwester an seine Stelle neben der Mutter.

Dann erben - wie Sie selbst gesagt haben - beide gleich.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Genau so ist es. Ich halte fest: Testament geht vor gesetzlicher Erbfolge, dennoch steht den gesetzlichen Erbfolgen trotz Testament ein Pflichterbeanteil zu.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Richtig. Ich denke wir haben zusammen die richtige Lösung gefunden.
raschwerin und 3 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Vielen Dank!!!
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Gern.