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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16973
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo , die Mutter meines Mannes ist gestern verstorben. Nach

Kundenfrage

Hallo ,
die Mutter meines Mannes ist gestern verstorben.
Nach Aussage meines Schwagers hat sie das Haus schon
ihrem Enkel zu 3/4 notariel überschrieben, 1/4 gehört meinem Mann als Erbteil
von seinem Vater.Was soll mein Mann jetzt tun um nicht noch mal um sein Erbe betrogen zu weden.Meine Schwiegermutter hat vor einigen Jahren schon ein Grundstück in Wien
verkauft um die Schulden meines Schwagers zu bezahlen, ohne meinem Mann einen Anteil
zu überlassen.
Um einen Rat wären wir sehr dankbar. H.K. ST.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Nach der gesetzlichen Erbfolge würde Ihr Mann von seiner Mutter 100 % erben. Wenn der Vater noch lebt, würde dieser aber 25 % bekommen. Wenn es noch weitere Geschwister Ihres Mannes gibt, würden diese auch erben.

Gibt es ein Testament, kann Ihr Mann nur das erben, was dort von seiner Mutter für ih festgelegt ist. Erbt er nach einem Testament gar nichts, ist er auf den Pflichtteil beschränkt.

Wenn dase einzige Erbe der Mutter das Haus ist und sie dieses soweit auf den Enkel überschrieben hat, kann man wohl von einer Schenkung ausgehen.

Dann ist Ihr Mann auf den sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB angewiesen.

Nach der aktuelle geltenden Gesetzeslage können Schenkungen des Erblassers zu einem Anspruch auf Ergänzung des Pflichtteils gegen den Erben oder den Beschenkten führen.

Durch diesen Anspruch wird der Pflichtteilsberechtigte so gestellt, als ob die Schenkung nicht erfolgt ist und damit das Vermögen des Erblassers durch die Schenkung nicht verringert worden wäre. Die Schenkung wird nach der aktuell geltenden Rechtslage in voller Höhe berücksichtigt. Hier gilt bisher die sogenannte 10-Jahres-Frist. Sind also seit der Schenkung mindestens 10 Jahre verstrichen, bleibt die Schenkung unberücksichtigt.

Die Reform sieht nun mit ihren Änderungen vor, dass die Schenkung für die Berechnung des Ergänzungsanspruchs prozentual der Zeit, die sie zurückliegt, immer weniger Berücksichtigung findet.

Eine Schenkung im ersten Jahr vor dem Erbfall wird in Zukunft voll in die Berechnung einbezogen, also zu 100 %.; im zweiten Jahr dann nur noch zu 90 %, im dritten Jahr dann nur noch zu 80 %, usw. Damit wird sowohl dem Erben als auch dem Beschenkten mehr Planungssicherheit eingeräumt.

raschwerin und 3 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Danke für die schnelle Antwort.

Mein Mann möchte noch wissen was mit dem Barvermögen ,Sparbücher unsoweiter ist.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Dazu gilt das Vorstehende.

Wenn darüber keine Erbfolge mit Testament getroffen is, steht Ihrem Mann 100 % zu, wenn es keine Geschwister gibt.

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