So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an KSRecht.
KSRecht
KSRecht,
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 890
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
KSRecht ist jetzt online.

Ich habe eine Frage bez glich des Abschmelzungsmodells bei

Kundenfrage

Ich habe eine Frage bezüglich des Abschmelzungsmodells bei Schenkungen. Meine Mutter hat im Jahr 2002 eine Immobilie an mich als Schenkung vergeben.Meine Mutter verstarb im Januar 2010. Grundbuchamtlich wurde für meine Mutter ein Nießbrauch eingeräumt. Ich habe eine Schwester. Wie wird die Pflichtteilsberechnung vorgenommen? Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort. Barbara
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  KSRecht hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, vielen Dank für ihre Frage.

 

Diese beantworte ich gern wie folgt:

 

Maßgeblich für die Berechnung des Pflichtteilsanspruch ihrer Schwester ist gemäß § 2311 Abs.1 BGB der Bestand und der Wert des Nachlasses zur Zeit des Erbfalls. Nach Absatz 2 dieser Bestimmung ist der Wert, soweit erforderlich, durch Schätzung zu bestimmen. Das Grundstück, welches Ihnen ihre Mutter vor Eintritt des Erbfalls schenkungsweise übergeben hat, gehört deshalb nicht zum Nachlass und bleibt bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs ihrer Schwester außer Betracht. Ihre Schwester hat aber gegen Sie einen Anspruch auf Pflichtteilsergänzung gemäß § 2325 Abs.1 BGB in Höhe des Betrages, um den sich deren Pflichtteil erhöht, wenn der Wert des an Sie schenkungsweise übertragenen Grundstücks dem Nachlass hinzugerechnet wird. Der kapitalisierte Wert des Nießbrauchsrecht ist bei der Berechnung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs zu berücksichtigen, indem dieser vom Wert des Grundstücks im Zeitpunkt des Erbfalls abgezogen wird, wenn der Wert des Grundstücks im Zeitpunkt des Erbfalls höher ist als der Wert des Grundstücks im Zeitpunkt des Schenkungsvollzugs.

 

 

Da die 10 Jahresfrist zwischen der Grundstücksschenkung und dem Eintritt des Erbfalls gemäß § 2325 Abs.3 1 Halbsatz BGB in ihrem Fall noch nicht abgelaufen war, ist der Anspruch auf Pflichtteilsergänzung ihrer Schwester auch nicht ausgeschlossen.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen gegebenfalls gern zur Verfügung.

 

Weiter bitte ich höflich um Akzeptierung meiner Antwort und entsprechenden Ausgleich der Kosten.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 12.03.2010 um 20:24 Uhr EST

Ähnliche Fragen in der Kategorie Erbrecht