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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Sehr geehrte Experten, darf ich meine Fragen zum Pflichterbteil

Kundenfrage

Sehr geehrte Experten,

darf ich meine Fragen zum Pflichterbteil an Sie stellen?
Mein Vater ist in zweiter Ehe verstorben und es wurde ein handschriftliches Testament eröffnet, ohne die Anwesenheit meines Bruders und mir. Danach erben wir beide aufgrund des Berliner Testamnets den Pflichterbanteil
Frage 1: Wenn man nicht zu Testamentseröffnung eingeladen wurde - kann man das Testament daraufhin grundsätzlich anfechten?
Frage 2: Wer und wie wird das noch existierende Vermögen bestimmt, was fällt alles in diese "Masse" hinein, z.B. auch wertvolle Briefmakren- und Münzsammlungen, auch ein Haus obwohl es auf den Namen des neuen Ehepartners eingetragen ist?
Frage 3:Kann man einen Nachweis verlangen, wie die 2.Ehepartnerin das Vermögen, Grundstücke etc während der Pflegezeit von ca 6 Jahren, in der mein Vater nicht mehr geschäftsfähig war, verwaltet hat?

Ganz herzlichen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung.
Beste Grüße
S. Berninger
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern können Sie hier Ihre Fragen stellen, die ich auch gern wie folgt beantworten möchte:

Frage 1:

Nein, das ist kein Grund zur Anfechtung.

Frage 2:

Alles Vermögen fällt in die Erbmasse, also Geld, Gegenstände, einfach alles.

Das Haus nur, wenn es im Eigentum des Verstorbenen stand. Wenn es auf einen anderen Namen eingetragen war und daher möglicherweise auch der andere Eigentümer war, zählt das Haus nicht dazu.

Frage 3:

Sie haben einen Pflichtteilsanspruch gegen die Erbin. Wenn es sich hier um die Lebensgefährtin handelt, haben Sie auch einen Auskunftsanspruch und können Informationen über das Vermögen, die Verwaltung etc. verlangen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,

 

zuerst vielen Dank für Ihre Anworten - noch kurz eine Frage zu der Erbmasse - wer bestimmt diese und legt den Gesamtwert fest?

Um dies nachvollziehen zu können, bräuchten wir wahrscheinlich einen Anwalt, der all diese Unterlagen einfordert - aber wenn man nicht weiß, was all die Jahre passiert ist, kann sicher auch vieles schon verschwunden sein - oder verschenkt? Gibt es da Möglichkeiten dies von offizieller Seite nachzuvollziehen?

Ich kann auf jeden Fall für die Dauer der Pflege einfordern, wie das Vermögen verwaltet wurde?

 

Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Auskünfte!

Beste Grüße

Susanne Berninger

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Die Erbin muss Ihnen gegenüber den Wert der Erbmasse darlegen. Dazu ist ein Bestandsverzeichnis anzufertigen. Dann ist der Wert zu ermitteln.

Ggf. muss ein Gutachter herangezogen werden.

Schenkungen der letzten 10 Jahre müssen aufgenommen werden. Schenkungen, die älter sind, sind quasi weg.

Die Verwaltung des Vermögens können Sie nicht rückwirkend einfordern. Sie können aber die Offenlegung des Umgangs mit dem Vermögen fordern.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,

 

herzlichen Dank für Ihre Auskunft - eine letzte Frage zu Ihrem letzten Satz - wo ist der Unterschied zwischen Verwaltung und Offenlegung des Umgangs mit dem Vermögen?

 

Welche Konsequenzen aus der Offenlegung könnte es gegebenfalles haben - angenommen Wohnungen und Auto etc wurden verkauft und diese Summen und das Verbleiben sind nicht mehr nachvollziehbar - kann ich z.B. eine Gegenrechnung Kosten für die Pfege meines Vaters versus Pflegegeld Stufe IV, Pension, Betriebsrente und Einnahme aus Verkäufen von z.B. Grundstücken fordern.

 

MIt bestem Dank für Ihr Bemühen

Viele Grüße

Susanne Berninger

 

 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 7 Jahren.
Der Umgang mit dem Vermögen ist formlos möglich. Bei einer richtigenVerwaltung wären mehr Punkte zu beachten gewesen.

Die Auskunft erstreckt sich auf alles Vermögen.

Sie können im Rahmen des Erbes auch einen Mehrausgleich verlangen für Ihren Pflegedienst.

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