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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Eigentumsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Guten Tag, ich hatte bis 2010 eine 14 Jahre andauernde Beziehung

Kundenfrage

Guten Tag, ich hatte bis 2010 eine 14 Jahre andauernde Beziehung mit gemeinsamem Hausstand. Die Beziehung ging sehr abruppt zuende da meine Lebensgefährtin damals fremd gegangen ist. Zu dieser Zeit war ich in Ihrer Firma angestellt, so dass ich mich auch beruflich verändern musste. ich habe neue Arbeit ca 150km entfernt aufgenommen und später meine heutige Frau kennengelernt. Mir stellt sich jetzt die Frage, was aus meinen in der gemeinsamen Wohnung verbliebenen Sachen wird? Selbst die Dinge, welche ich in die Beziehung eingebracht hatte sind zurückgeblieben. Ich konnte damals fast nur das mitnehmen, was ich in 2 Kartons tragen konnte. Die gesammte Wohnungseinrichtung hatten wir im Verlauf der 14 jährigen Beziehung gemeinsam angeschafft. Unterlagen über irgendwelche Käufe existieren bei mir nicht, ich denke bei meiner früheren Lebenspartnerin gibt es, wenn überhaupt, nur spärliche Unterlagen. Gibt es eine Möglichkeit an meine Sach3n zu gelangen ? Wie kann bei den gemeinsam angeschafften Dingen verfahren werden? Eine gütliche Einigung halte ich für ausgeschlossen, es ist nicht mit entgegenkommen zu rechnen.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Eigentumsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworte.

Die nichteheliche Lebensgemeinschaft findet keine gesetzliche Grundlage. Was den Hausrat angeht, so bleibt der im Eigentum desjenigen Partners, der ihn angeschafft bzw. mit in die Beziehung gebracht hat.

Eine gesetzliche Regelung des gemeinschaftlichen Hausrates gibt es nicht. Kann dieser in Natura nicht geteilt werden, so muss der Hausrat verkauft und dann der Erlös geteilt werden.

Voraussetzung ist aber, dass Sie Ihre Eigentümerstellung an den Gegenständen durch Belege, wie Kaufverträge oder Kontoauszüge belegen können.

Sie sollten zunächst eine Aufstellung derjenigen Gegenstände fertigen, die Ihnen alleine gehören und die gemeinsam während der Partnerschaft von wem angeschafft wurden. Soweit Belege vorhanden sind, können Sie die Herausgabe verlangen. Hiermit sollten Sie sich aber beeilen, denn Sie leben ja bereits seit 2 Jahren getrennt voneinander und auch der Herausgabeanspruch unterliegt der 3jährigen Verjährung.

Wenn Sie also Ihre Eigentümerstellung beweisen können, empfehle ich Ihnen einen Fachanwalt für Familienrecht mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche zu beauftragen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke, dh, dass bei den Gegenständen wo keine Einigung erziehlt werden kann und keiner der beiden Parteien sein Eigentum nachweisen kann die Verwertung beantragt werden kann? Wie geht dies vor sich und wer trägt die Kosten?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn man sich über den Verkauf nicht einigen kann, so erfolgt dieser über den örtlich zuständigen Gerichtsvollzieher und ist bei diesem dann zu beantragen. Der Gerichtsvollzieher wird den Hausrat dann der Versteigerung zuführen.

Es sollte aber vorher die Gegenseite aufgefordert werden, einer Teilung in Natura, alternativ einem gemeinsamen Verkauf unter Fristsetzung zuzustimmen.