So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an troesemeier.
troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Eigentumsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Eigentumsrecht hier ein
troesemeier ist jetzt online.

Mein Vater hat mir mein Elternhaus vor fast 3 Jahren überschrieben.

Beantwortete Frage:

Mein Vater hat mir mein Elternhaus vor fast 3 Jahren überschrieben. Ich habe 2 meiner
Geschwister ausbezahlt. Ein dritter Bruder hat seinen Anteil in Form eines Grundstücks
bekommen. Mein Vater hat noch Wertanlagen in Form von Münzen und Ersparnisse auf
einem Festgeldkonto. Diese Werte erben meine Brüder zusätzlich zu gleichen Teilen wenn
mein Vater verstirbt. Dieser Umstand ist für mich absolut stimmig.
Ich bin verheiratet und mein Mann und ich haben nach der Überschreibung des Hauses
einen Kredit in Höhe von EUR 100.000 aufgenommen um meine Brüder auszuzahlen, alte
Schulden abzulösen und für Renovierungen am Haus.
Mein Mann möchte jetzt, dass ich ihm die Hälfte des Hauses überschreibe (notariell).
Ich bin damit nicht so recht einverstanden, denn das Haus ist "mein" Erbe.
Meine Frage ist, ob nicht der Zustand der Zugewinngemeischaft genügt und wenn nicht
ob es nicht eine andere Lösung gibt die für uns beide gerecht und zufriedenstellend ist.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Eigentumsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Die Sicht Ihres Mannes kann ich durchaus verstehen. Er ist einerseits nicht Eigentümer der Immobilie, andererseits haftet er aber für die aufgenommenen Schulden.

Im Falle einer Scheidung wären Sie nur über den Wertzuwachs der Immobilie ab Schenkung ausgleichspflichtig, denn die Schenkung an sich wird nicht in den Zugewinn einbezogen.

Die Übertragung des Miteigentums an der Immobilie auf Ihren Ehemann würde dann eine ehebedingte Zuwendung darstellen, also im Prinzip ein vorweggenommer Zugewinnausgleich.

Genauso gut kann ich Ihre Argumentation nachvollziehen, dass Sie Ihren Ehemann nicht an Ihrem Erbe im Falle der Scheidung partizipieren lassen wollen.

Eine Pflicht zur Übertragung des Miteigentums besteht für Sie nicht.

Ich würde Ihnen empfehlen, gegenüber Ihrem Ehemann so zu argumentieren, dass Sie statt einer Miete nunmehr den Kredit bedienen und dies ein vergleichbarer Betrag ist, den Sie sowieso hätten aufwenden müssen. An der Wertsteigerung der Immobilie partizipiert er sowieso durch den Zugewinnausgleich, also umso mehr Schulden während der Ehe getilgt werden, umso höher wäre Ihr Zugewinn und damit auch der Ausgleichsanspruch Ihres Ehemannes.
troesemeier und weitere Experten für Eigentumsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.