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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 16350
Erfahrung:  20 Jahre Anwaltserfahrung, 2 Fachanwaltstitel, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Eigentumsrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Ich war Eigent mer einer Werkhalle mit 550 qm. 450 qm waren

Kundenfrage

Ich war Eigentümer einer Werkhalle mit 550 qm. 450 qm waren an Freunde vermietet.
Diese baten mich den vermieteten Teil zu kaufen. Ein Architekt wurde von Ihnen beauftragt.
Der schlug nach einigr Zeit vor Teileigentum zu gründen und erstellte einen Teilungsplan.
Dieser wurde mir beim Notar vorgelegt und ich teilte mein Eigentum wie vorgeschlagen in 2 Teile. Einmal die 450 vermieteten qm und die restlichen 100 qm. Beim gleichen Termin kauften meine Freunde die 450 qm. Die Heizung, Strom- Wasser und Telekomeinrichtungen
welche gemeinschftlich genutzt wurden befinden sich in Ihrem Bereich. Nach ca einem Jahr tauschten meine Freunde die Türschlösser zu Ihrem Bereich aus und schnitten mich von allen Versorgugseinrichtungen ab. Nun kann ich meinen Teil der Anlage nicht mehr nutzen.
Mir wird entgegnet, das ich ja die Teilung selbst so veranlasst habe.
Kann ich dagegen vorgehen? Wenn ja wie ? Was giebt es für Fristen.
Meine Freunde sind nicht mehr meine Freunde.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Bemühungen im Voraus.
MfG.
Torsten Grünbeck
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Eigentumsrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:



Eine Teilungserklärung nach § 8 WEG ist eine Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt, dass das Grundstück in Miteigentumsteile aufgeteilt wird.



Mit der Teilungserklärung wird damit sachenrechtlich das Eigentum begründet.


Der Teilungserklärung ist auch zu entnehmen, welche Flächen Sondereigentum und welche Gemeinschaftseigentum sind.


Leider haben Sie selbst die Teilungserklärung so unterschrieben und damit veranlasst, dass Ihre ehemaligen Freunde Eigentümer der 450 qm geworden sind.


Diese sind nunmehr leider auch Eigentümer der Fläche , in der sich die Versorgungseinrichtungen befinden.


Nach dem Gesetz kann ein Eigentümer mit seinem Eigentum grundsätzlich nach Belieben verfahren, wenn nicht Rechte Dritter entgegenstehen.


Ein Recht hätten Sie dann, wenn Sie sich in der Teilungserklärung die Nutzung der Versorgungseinrichtungen vorbehalten hätten.


Eine Änderung dieser Teilungserklärung kann nur durch alle Eigentümer gemeinsam erfolgen.

Wenn keine Einstimmigkeit herbeizuführen ist, besteht möglicherweise ein Anspruch auf Zustimmung, der gerichtlich durchzusetzen ist.


Bei Ihnen geht es aber nicht um die Teilungserklärung. da die Quadratmeterzahl die verkauft wurde, ja bestehen bleiben soll.


Bei Ihnen geht es um ein Zugangsrecht zu den Versorgungseinrichtungen, die sich auf dem Eigentum der ex- Freunde befinden.


Es ist hier die Frage, ob ein stillschweigendes Nutzungsrecht zwischen Ihnen vereinbart wurde und ob man Ihnen aufgrund dieses Nutzungsrechts weiter den Zugang gewähren muss.


Dies könnte der Fall sein, weil Grundlage der Teilungserklärung zwischen Ihnen ja war, dass Sie die Einrichtungen weiter nutzen konnten und würden.


Diese Grundlage wurde zwar nirgendwo fixiert, jedoch von Ihnen so vorausgesetzt.


Die einzige Möglichkeit, die Sie haben, ist es , sich zu einem Anwalt vor Ort zu begeben und zu versuchen, den Zugang zu den Gemeinschaftseinrichtungen, von dem Sie ja bei Abgabe der Teilgungserklärung stillschweigend ausgegangen sind, zu gewähren.





Ich bedauere, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können.


Ich hoffe, dennnoch, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.


Gerne können Sie nachfragen.




Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht





Wenn Ihre Frage beantwortet ist, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Sie akzeptieren meine Antwort durch Klicken auf das grüne Feld.


Vielen Dank








Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


bitte teilen Sie mir mit, was einer Akzeptierung entgegensteht.

Erst mit Ihrer Akzeptierung bekomme ich meinen Anteil aus den angefallenen Gebühren.



Kostenlose Rechtsberatung ist streng verboten.



Vielen Dank