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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Eigentumsrecht
Zufriedene Kunden: 17006
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Wir haben im letzten Jahr eine Penthousewohnung gekauft und

Kundenfrage

Wir haben im letzten Jahr eine Penthousewohnung gekauft und festgestellt, dass eine Glasbauwand mit Tür (Außenwand) einen Schaden aufweist und einzustürzen droht. Nach einer Prüfung der letzten sechs Protokolle der Eigentümergemeinschaft haben wir festgestellt, dass in 2005 bei einer Begehung durch eine Fachfirma dieser Schaden bereits an die Verwaltung gemeldet wurde aber bis heute nichts unternommen wurde. Von dem Verwalter haben wir die Auskunft bekommen, dass wir den Schaden auf eigene Kosten zu beheben haben. Damit sind wir nicht einverstanden, denn wir sind der Meinung, dass die Außenwand zum Gemeinschaftseigentum gehört und die Kosten von allen Wohnungseigentümern zu tragen sind. Liegen wir hier richtig und wie kann ich gegenüber der Verwaltung die Reparatur bzw. die Erneuerung der Außenwand einfordern?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Eigentumsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Zunächst wäre auch zu überlegen, ob man den Verkäufer haftbar macht für solch einen Schaden.

Alle tragenden Mauern und Wände, die der Stabilität des gesamten Gebäudes dienen, gehören zum Gemeinschaftseigentum. Dagegen gehören nicht tragende Wände, die sich ausschließlich innerhalb einer einzelnen Wohnung befinden, zum jeweiligen Sondereigentum dieser Wohnung. Nicht tragende Wände, die zwei unterschiedliche Wohnungen voneinander abgrenzen gehören zum Sondereigentum dieser beiden Wohnungen. In jedem Fall gehören Wandverkleidungen (wie Putz, Holz, Tapeten, Kacheln) zum Sondereigentum der jeweiligen Wohnung.

Somit würde die Außenwand zum Gemeinschaftseigentum gehören und muss von der Gemeinschaft instandgehalten werden.

Sie sollten also parallel den Verkäufer kontaktieren und in der Gemeinschaft die Kostenübernahme einfordern.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erstens haben Sie uns nicht entsprechend der Fragestellung geantwortet und zweitens hätten wir erwartet, dass Sie uns mit gesetzlichen Fundstellen, Gerichtsurteilen oder Kommentaren etwas an die Hand gegeben hätten, dass man gegenüber den anderen Eigentümern hätte nutzen können. Die Antwort, die Sie uns so gegeben haben, hätte auch von jedem anderen gegeben werden können. Aus diesem Grund akzeptieren wir Ihre Antwort nicht.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nicht zum Sondereigentum sondern zum so genannten "Gemeinschaftseigentum" gehören z. B. alle tragenden Teile des Gebäudes, Treppenhaus, Dach, Schornstein, Carport (Sondernutzungsrecht), Außenanlagen, Stromzähler, tragende Wände in der Eigentumswohnung, Aufzug, Abzweigung der Rohre zu einer Wohnung, Zu- und Ableitungen zum Gebäude, Fundament, Kanalisation, Haussprechanlage, Estrich, tragende Decken, Isolierschichten, (die der Wärme, Feuchtigkeits- oder Schallschutzisolierung dienen), Licht- und Luftschächte (die der Belichtung und Belüftung des gemeinschaftlichen Eigentums dienen) etc, § 1 Absatz 5 WEG.

Alle tragenden Mauern und Wände, die der Stabilität des gesamten Gebäudes dienen, gehören zum Gemeinschaftseigentum. Dagegen gehören nicht tragende Wände, die sich ausschließlich innerhalb einer einzelnen Wohnung befinden, zum jeweiligen Sondereigentum dieser Wohnung. Nicht tragende Wände, die zwei unterschiedliche Wohnungen voneinander abgrenzen gehören zum Sondereigentum dieser beiden Wohnungen. In jedem Fall gehören Wandverkleidungen (wie Putz, Holz, Tapeten, Kacheln) zum Sondereigentum der jeweiligen Wohnung, § 5 WEG.

Nach § 16 Absatz 2 WEG sind die Kosten für Instandsetzungen des Gemeinschaftseigentums von den Eigentümern nach dem Verhältnis des jeweiligen Eigentumsanteils zu tragen. Allerdings ist diese Regelung nicht zwingend, so dass in der Teilungserklärung abweichende Lasten- und Kostentragungen vereinbart werden können.

Da danach die Kosten für die Instandsetzung des Wand- und Deckenputzes vom jeweiligen Eigentümer zu tragen sind, gehören dazu natürlich auch die Kosten für die vorbereitenden Maßnahmen wie das Abschlagen des alten Putzes sowie die Kosten für das Aufbringen der neuen Verputzung. Soweit das Freilegen der Balken diese Arbeiten (mit)erfordert und als Instandssetzungsmaßnahmen zu werten sind, sind daher die Kosten wohl von Ihnen zu tragen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Was ist so schwierig daran, kurze und knappe Fragen zu beantworten?
Es handelt sich um eine Glasbausteinwand, die eine Außenwand darstellt. Es handelt sich weder um die Instandsetzung eines Wand-oder Deckenputzes noch um das Freilegen von Balken. Die Glasbausteinwand wölbt sich zur Strasse hin und droht einzustürzen, bzw. auf die Strasse zu fallen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass diese Wand zum Gemeinschaftseigentum gehört und die Erneuerung dringlich ist.

MfG
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ja, die Wand ist eine Außenwand und ist damit Gemeinschaftseigentum.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie meine Erinnerung gelesen haben, stellt sich mir die Frage, ob es ein Problem mit der Akzeptanz meiner Antwort gibt?

Sie haben keinerlei Nachfrage gestellt, auf die ich hätte eingehen können.

Von daher darf ich Sie nochmals daran erinnern, Ihre Frage hier durch Akzeptanz meiner Antwort zu schließen.

Vielen Dank!