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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Eigentumsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  zweites Staatsexamen Diplom Jurist
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Meine nicht bei mir im Haushalt lebende Tochter wird im Juni

Kundenfrage

Meine nicht bei mir im Haushalt lebende Tochter wird im Juni 18 Jahre alt und befindet sich in keinerlei Ausbildung und wird wohl auch keine Ausbildung beginnen.Seit ihrem 2.Lebensjahr zahle ich für sie den Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle.Seit einem halben Jahr wohnt sie nun nicht mehr bei ihrer Mutter,sondern mit einer älteren Freundin in einer WG und bezieht ihren Unterhalt von mir direkt auf ihr Konto.Bin ich nach Vollendung des 18.Lebensjahres noch zu Unterhaltszahlungen verpflichtet,wenn sie sich in keiner Ausbildung befindet(weder schulisch noch beruflich)?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Eigentumsrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



In Ihrem Fall stellt sich die Frage, ob Ihr Kind nicht seinen Unterhaltsanspruch vollständig oder zumindest zum Teil verwirkt hat und Sie daher keinen oder zumindest gekürzten Unterhalt bezahlen müssen.

Ein volljähriges Kind hat nämlich eine so genannte gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Dies bedeutet, dass das volljährige Kind sich anstrengen muss, um eine Ausbildungsstelle beziehungsweise eine Arbeit zu finden. Bemüht sich das unterhaltsberechtigte Kind über längere Zeit nicht in dem erforderlichen Umfang, so kann der Unterhaltsanspruch sogar vollständig verwirkt werden und somit wegfallen.

Die Rechtsprechung billigt dem Kind aber grundsätzlich eine so genannte Orientierungsphase zu, innerhalb derer es sozusagen eine Überlegungszeit hat, was es als nächstes beruflich beziehungsweise Ausbildungstechnisch anstellen möchte.

Wie lange diese Orientierungsphase ist hängt vom Einzelfall ab und wird von den Gerichten teilweise unterschiedlich beurteilt.

Um dieses aber abschließend beurteilen zu können, wäre die Kenntnis des gesamten Einzelfalles vonnöten, was sich im Rahmen einer Erstberatung aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilen lässt.

Gegebenenfalls sollten Sie einen im Familienrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der abschließenden Klärung der Frage, ob vorliegend ein Unterhaltsanspruch zumindest teilweise verwirkt sein könnte, beauftragen.

 

In diesem Zusammenhang wird vor allem wichtig sein, die weitere Entwicklung, also insbesondere, ob ihr Kind eine berufliche Tätigkeit oder Ausbildung aufnimmt,zu beobachten sein.

 

Sollte Ihr Kind sich also dauerhaft nicht bemühen nach Vollendung des 18. Lebensjahres eine schulische oder berufliche Ausbildung (oder auch Studium etc.) zu erlangen,so wäre eine Verwirkung sehr wahrscheinlich.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244











Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Eigentumsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: zweites Staatsexamen Diplom Jurist
Advopro und weitere Experten für Eigentumsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,



in meiner Eigenschaft als Fachanwältin für Familienrecht darf ich mir erlauben, die Ausführungen des Kollegen wie folgt zu berichtigen.



Es ist richtig, dass volljährige Kinder grundsätzlich für ihren eigenen Unterhalt verantwortlich sind.

Dieser Grundsatz findet darin eine Ausnahme, dass Eltern ihren Kindern eine angemessene, ihren Begabungen und Fähigkeiten entsprechende Ausbildung schulden.


Unterhalt wird jedoch nur dann geschuldet, wenn die Ausbildung aktuell durchgeführt wird.

Befindet sich das Kind nicht in Ausbildung, wird auch kein Unterhalt geschuldet.


Das geht sogar so weit, dass in der Zeit zwischen Abitur und Studium Unterhalt nciht geschuldet ist.

Erst, wenn das Studium aufgenommen wird, lebt der Anspruch auf Unterhalt wieder auf.


Wenn Ihre Tochter also nach Volljährigkeit keine Ausbildung macht, sind Sie ihr auch nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet.




Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Wenn nicht, fragen Sie gerne nach.



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




Wenn Ihre Frage beantworter ist, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Sie akzeptieren meine Antwort durch Klicken auf das grüne Feld.


Vielen Dank

Entscheiden Sie gerne selbst, welche Antwort Sie akzeptieren



Verändert von ClaudiaMarieSchiessl am 15.02.2011 um 13:48 Uhr EST
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
sehr geehrte Frau Kollegin,

vielen Dank zunächst für den Hinweis an die Kollegin.

Die Kollegin hat auch grundsätzlich recht.

Ich habe folgendes geschrieben:

"Sollte Ihr Kind sich also dauerhaft nicht bemühen nach Vollendung des 18. Lebensjahres eine schulische oder berufliche Ausbildung (oder auch Studium etc.) zu erlangen,so wäre eine Verwirkung sehr wahrscheinlich."

Sie selber hatten ja geschrieben,dass sich ihre Tochter weder in einer Ausbildung befindet noch beabsichtigt eine aufzunehmen. In diesem Fall besteht auch kein Unterhaltsanspruch mehr ab Erreichen des 18. Lebensjahres, was ich mit dem oben von mir zitierten Satz zum Ausdruck bringen wollte.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244