So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an K. Severin.
K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Eigentumsrecht
Zufriedene Kunden: 887
Erfahrung:  keine
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Eigentumsrecht hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Unsere Miteigent merin m chte ihren h lftigen Eigentumsanteil

Kundenfrage

Unsere Miteigentümerin möchte ihren hälftigen Eigentumsanteil verkaufen, so dass wir die alleinigen Eigentümer unseres Anwesens sein könnten. Um nun auszuschließen, dass das Anwesen einem anderen Interessenten angeboten wird, möchten wir gerne eine vertragliche Absicherung für uns. Welchen Inhalt muss sie haben?
Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Eigentumsrecht
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragesteller/in, vielen Dank für ihre Frage.

 

Diese beantworte ich gern wie folgt:

 

Sie müssen einen notariell beurkundeten Kaufvertrag über den Miteigentumsanteil am Grundstück mit der Miteigentümerin schließen. Zur Sicherung ihres Anspruchs auf Übereigung des Miteigentumsanteils sollten Sie im Rahmen des Abschlusses des notariellen Kaufvertrags eine sogenannte Auflassungvormerkung in Bezug auf den Miteigentumsanteil mit der Verkäuferin vereinbaren und im Grundbuch eintragen lassen gemäß § 883 Ab.1 S.2 BGB. Ist die Auflassungvormerkung eingetragen, kann die Miteigentümerin den Miteigentumsanteil gemäß § 883 Abs. 2 BGB an keinen Dritten mehr übertragen, d.h. Sie haben dadurch bis zur Begleichung des vereinbarten Kaufpreises und der endgültigen Übertragung des Miteigentumsanteils bereits eine gesicherte Rechtsposition in Bezug auf den Erwerb des Miteigentums.

Alternativ können Sie auch schon die Einigung über den Eigentumswechsel am Miteigentumsanteil im Rahmen des notariell beurkundeten Kaufvertrags mit beurkunden lassen durch den Notar. In diesem Fall ist die Miteigentümerin an die Einigung gemäß § 873 Abs.2 BGB gebunden.

 

Sie müssen weiter den Abschuß aller zuvor aufgeführten Rechtsgeschäfte notariell beurkunden lassen, damit diese wirksam zustandekommen.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen gegebenenfalls für Nachfragen gern zur Verfügung.

 

Weiter bitte ich höflich um Bezahlung meiner Rechtsberatung durch Akzeptierung meiner Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 15.06.2010 um 14:29 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte/er Fragesteller/in,

 

ich möchte meine Auführungen zu ihrem Fall um Folgendes ergänzen: wenn Sie den Miteigentumsanteil an dem Grundstück jetzt noch nicht käuflich erwerben wollen, dann können Sie mit dem Miteigentümer einen notariell zu beurkundenden Vertrag über die Begründung eines dinglich gesicherten Vorkausrechts für Sie schließen. Durch diesen Vertrag wird die Miteigetümerin verpflichtet, den Miteigentumsanteil an dem gemeinsamen Grundstück mit einem zu ihren Gunsten bestehenden Vorkausrecht zu belasten. Das dingliche Vorkaufsrecht ist sodann rechtwirksam enstanden, wenn eine notariell zu beurkundende Einigung zwischen der Miteigentümerin und Ihnen über die Begründung des Vorkausfrechts erfolgt ist und dieses im Grundbuch als Belastung des Miteigentumsanteils eingetragen wurde. Es entfaltet mit wirksamer Grundbucheintragung sofort die Rechtswirkung, dass der Miteigentumsanteil im Verhältnis zu Ihnen nicht an einen Dritten wirksam übertragen kann, § 1998 Abs.2 BGB, der Dritte also im Verhältnis zu Ihnen nicht Eigentümer des Miteigentumsanteil werden kann, solange das Vorkausfrecht besteht. Sie können das Vorkaufsrecht gegenüber der Miteigentümerin des Grundstücks innerhalb einer Frist von 2 Monaten ab dem Zeipunkt geltend machen, in dem die Miteigentümerin Ihnen den Verkauf des Grundstücks an einen Dritten mitgeteilt hat. Üben Sie das Vorkaufsrecht durch Erklärung gegenüber der Miteigentümerin fristgerecht aus, kommt zwischen dieser und ihnen eine Kaufvertrag über den Miteigentumsanteil mit dem Inhalt des Kaufvertrages zustande, der zuvor zwischen der Miteigentümerin und dem Dritten geschlossen wurde.

 

Ich hoffe damit ihre Frage umfassend beantwortet zu haben und bitte nochmals höflich um Bezahlung meiner Rechtsberatung durch Akzeptierung meiner Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

KSRecht

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 16.06.2010 um 06:18 Uhr EST
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

ich bitte Sie nochmals höflich um Bezahlung meiner Rechtsberatung durch Akzeptierung meiner Antworten.

 

Mit freudlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt



Verändert von KSRecht am 17.06.2010 um 12:17 Uhr EST