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Dirk Bettinger
Dirk Bettinger, Rechtsanwalt
Kategorie: Eigentumsrecht
Zufriedene Kunden: 743
Erfahrung:  Fachanwalt für Strafrecht
31778273
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Dirk Bettinger ist jetzt online.

Ich bin Eigent merin einer Wohnung in einem Haus mit 16 Wohneinheiten.

Kundenfrage

Ich bin Eigentümerin einer Wohnung in einem Haus mit 16 Wohneinheiten. Seit ca 5 Jahren wurden die Jahresabrechnungen von einer Hausverwaltung fehlerhaft berechnet und vom Verwaltungsbeirat geprüft und für richtig befunden.
Meine Frage : was kann ich jetzt dagegen unternehmen , oder wen kann ich dafür haftbar machen , wenn bei Eigentümerversamlungen stets die Hausverwaltung entlastet wurde ?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Eigentumsrecht
Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt:

Der Verwalter haftet seinem Auftraggeber gegenüber für jedes Verschulden bei der Verletzung seiner Pflichten aus dem Verwaltervertrag.

Insofern wäre hier grundsätzlich der VErwalter haftbar. Näheres müßte in der Tat dem Verwaltervertrag zu entnehmen sienn. Ein guter Hausverwaölter hat heirfür eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.


Hier ein Beispiel eines Urteils des BGH:

Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte eine Jahresabrechnung und die darauffolgende Entlastung des Verwaltungsbeirats aufgrund dieses Vorfalls für rechtswidrig: Ein Wohnungseigentümer hatte die Jahresabrechnung und den Beschluss über die Entlastung des Verwaltungsbeirats angefochten. An der Jahresabrechnung bemängelte er, dass unter der Position der sonstigen Kosten eine Buchung auf der Ausgabenseite als eine Zuführung in die Rücklage Haus aufgeführt war. Gebucht wurden dort zudem Sollbeträge.

Der BGH in Karlsruhe befand die Jahresabrechnung in der beanstandeten Position wie auch die Entlastung des Beirats als rechtswidrig. Insbesondere die Zahlungen auf die Rücklage waren rechtsfehlerhaft, weil Sollbeträge aufgeführt waren. Denn hier durften lediglich tatsächliche Geldflüsse wiedergegeben werden. Bei der Verbuchung von Zahlungen auf die Rücklage sind nur wirklich erfolgte Einzahlungen zu berücksichtigen. Zahlungen auf die Rücklage dürfen weder als Ausgabe noch als sonstige Kosten auf der Ausgabenseite verbucht werden, sondern ausschließlich als Einnahme. Die Zuführung der gezahlten Gelder zur Rücklage waren außerdem keine buchungsrelevanten Vorgänge, weil das Geld letztlich bei der Eigentümergemeinschaft verbleibt. Somit war die Darstellung als Ausgabe nicht zulässig. Außerdem stellte die Entlastung des Verwaltungsbeirats keine ordnungsgemäße Verwaltung dar, weil die Jahresabrechnung fehlerhaft war (BGH, Urteil v. 04.12.09, Az. V ZR 44/09).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt immer nur aufgrund der von Ihnen getätigten Sachverhaltsangaben. Auch bei nur geringfügigen Änderungen kann eine andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Mit freundlichen Grüßen

RA Dirk Bettinger

Adenauerallee 23

53111 Bonn

Tel.: 0228/8503479-0

Fax: 0228/8503479-1

[email protected]

www.rechtsanwalt-bettinger.de



Verändert von DirkBettinger am 13.04.2010 um 11:26 Uhr EST
Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.
Wenn ich Ihnen helfen konnte, bitte ich höflich um die Akzeptierung der Antwort und um entsprechende Begleichung der Kosten.
Falls Sie weiteren Klärungsbedarf haben, so nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen
RA
Dirk Bettinger

Experte:  Dirk Bettinger hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.
Wenn ich Ihnen helfen konnte, bitte ich höflich um die Akzeptierung der Antwort und um entsprechende Begleichung der Kosten.
Falls Sie weiteren Klärungsbedarf haben, so nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen
RA
Dirk Bettinger