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InternetCoach
InternetCoach, Master
Kategorie: Beziehung
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Psychotherapeutin, Familientherapeutin, Drogenberatung
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Mein Mann (39) war bei der Bundeswehr und lässt sich nun in

Kundenfrage

Mein Mann (39) war bei der Bundeswehr und lässt sich nun in den Öffentlichen Dienst eingliedern... D.H. er studiert für die gehobene Beamtenlaufbahn. Im letzten Jahr ist er mit Pauken und Trompeten durch die Abschlussprüfung gefallen. Da er jetzt von der Bundeswehr kein Geld mehr bekommt, leihen uns seine Eltern vorübergehend Geld und ich gehe zusätzlich arbeiten (statt 30 nun ca. 45 Stunden / Woche) . Er bekommt ein gekürztes Ausbildungsgehalt und hat einen MiniJob. Damit kommen wir zurecht. Wir haben einen sechsjährigen Sohn und gerade gebaut (vor 4 Jahren).


 


Nun lernt er aber wieder nicht für seine Prüfung. Er freut sich, wenn ich ihn frage, wann er mal lernt... denn dann wird er agressiv und sagt: Pech, weil Du mich heute schon wieder so nervst, lerne ich garantiert nicht.


 


Er hat mir schon beim letzten Mal versucht, die Schuld in die Schuhe zu schieben. Aber er hat schlichtweg nicht gelernt und hatte einfach keine Ahnung von der Klausurmaterie. (Ich habe sie gelesen...)


 


Diesmal nimmt er zwar an einem speziellen EXVOKurs teil, geht zu einer Therapeutin (Im letzten Jahr hatte er Depressionen und nimmt nun auch Antidepressiva)  und lässt sich Vitaminspritzen geben, aber lernen tut er wieder nicht. Wenn er diesmal nicht besteht, stehen wir vor dem finanziellen Ruin. Was kann ich tun?

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Beziehung
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Ich wuerde Ihnen furchtbar gerne die "magische Antwort" geben, wie Sie Ihren Mann motivieren koennen, aber leider muss er das selbst tun, und es scheint, als ob alle Versuche Ihrerseits, ihn dazu zu bewegen, mehr zu lernen, eher mehr Probleme schaffen.

Hier sind zwei moegliche Strategien - natuerlich kann ich nicht versprechen, dass diese funktionieren.

1. Bieten Sie Ihrem Mann an, dass Sie gemeinsam einen Lernplan erstellen. Fragen Sie ihn, wie Sie helfen koennen, waehrend welcher Zeitraeume Sie ihm "den Ruecken freihalten" koennen, indem Sie bestimmte Aufgaben uebernehmen usw. Versuchen Sie sich darauf zu konzentrieren, "Loesungen zu finden" nicht darauf festzustellen, was nicht klappt und warum er nicht lernt. Sie koennten auch um einen gemeinsamen Termin bei der Therapeutin bitten, damit Sie dort darueber sprechen koennen, was er von Ihnen braucht, um die Pruefung zu bestehen.

2. Fangen Sie an, so zu leben, wie Sie leben werden (muessen), falls er die Pruefung nicht besteht. Dazu werden wahrscheinlich radikale Sparmassnahmen gehoeren, vielleicht auch Gespraeche mit der Bank, mit einem Immobilienmakler ueber den Verkauf des Hauses usw. Wenn Sie Ihren Mann bitten, diese Dinge mit Ihnen zu tun - fuer den Fall, dass er die Pruefung nicht besteht - dann wird diese Moeglichkeit vielleicht "echter" fuer ihn. Moeglicherweise motiviert ihn das, mehr zu lernen. Dabei ist es wichtig, dass Sie ihm nicht vermitteln, dass Sie fest davon ausgehen, dass er die Pruefung nicht schafft, sondern dass Sie gerne einen Plan B vorbereiten wuerden, fuer den Fall, dass er es nicht schafft - denn Sie gehen natuerlich davon aus, dass er lernt und die Pruefung schaffen wird. Manchmal ist diese Erwartung alleine motivierend. Versuchen Sie, anstatt nachzufragen, wann er lernt, etwas zu vermitteln wie: "Ich gehe davon aus, dass du lernst und die Pruefung bestehst."



Wie schon oben gesagt, leider gibt es keine "magische Strategie" um jemand anderen dazu zu bewegen, sein Verhalten zu aendern. Darum ist es wahrscheinlich wichtig, dass Sie sich darueber Gedanken machen, was Sie tun werden, falls er die Pruefung tatsaechlich nicht besteht. Nicht als Vorwurf an ihn, sondern als Sicherheit fuer Sie und Ihr Kind. Was waeren realistische Massnahmen, fuer den FAll, dass er nicht besteht?



Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort trotzdem geholfen hat und beantworte natürlich auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

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