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InternetCoach
InternetCoach, Master
Kategorie: Beziehung
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Psychotherapeutin, Familientherapeutin, Drogenberatung
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mein mann hat mich am montag verlassen ...mich mit seinem

Kundenfrage

mein mann hat mich am montag verlassen ...mich mit seinem 12 - jährigen sohn sitzen lassen ....ich bin im schicht betrieb ...muß nach aufsicht meines sohnes schauen...auch wenn ich nachtschicht habe....mein mann und ich aben ein ommmunikationsproblem ... ich bin total im ...streß ... wenn ich umfalle ..was nu ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Beziehung
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Einmal brauchen Sie konkret Hilfe, damit fuer Ihren Sohn gesorgt ist, wenn Sie arbeiten und ausserdem sind Sie im Schock, weil Ihr Mann Sie gerade verlassen hat und Sie versuchen, zu verstehen, was da passiert ist.


Es war eine gute Idee, das Jugendamt zu kontaktieren. Weitere Anlaufstellen koennten das Sozialamt und eine Erziehungsberatungsstelle sein. Dort kann man Ihnen hoffentlich konkret helfen. Die weitere Frage ist, wenn Ihr Mann der Vater Ihres Sohnes ist, dann hat er dort weiterhin Verpflichtungen als Vater. Auch wenn er nicht mehr mit Ihnen zusammen ist, bleibt er Vater und koennte somit weiterhin auf Ihren Sohn aufpassen, wenn Sie arbeiten. Oft regeln getrennte Eltern das bei Nachtschichten so, dass das andere Elternteil in die "alte" Wohnung kommt waehrend das Kind schlaeft und der Ex-Partner arbeitet. Gibt es Nachbarn, Verwandte oder Freunde, die Ihnen unter die Arme greifen koennen bis Sie eine gute Loesung gefunden haben? Koennten Sie mit Ihrem Arbeitgeber sprechen, um vielleicht ein paar Wochen keine Nachtschicht zu machen, bis Sie die Situation regeln konnten?

 

Sie sagen, dass Sie und Ihr Mann Kommunikationsprobleme haben, was in vielen Beziehungen zu Problemen fuehrt. Die Frage ist, ob Sie beide bereit sind, an diesen Problemen zu arbeiten oder ob dies das Ende der Beziehung ist. Das koennen letztendlich nur Sie entscheiden.

 

In einer Partnerschaft kann man schnell über das stolpern, was unter den Teppich gekehrt wurde. Paare haben die Tendenz bei Konflikten Dynamiken in Gang zu setzen, die zur Eskalation führen. Ist bei einem Paar die Destruktivität weit fortgeschritten, verlieren häufig alle am Konflikt Beteiligten. Irgendwann scheint für manche Paare eine Scheidung unausweichlich zu sein. Rechtzeitige Maßnahmen zur De-eskalation bewirken Einhalt. Hierfür haben sich in den letzten Jahren vor allem Coaching, Therapie und Mediation etabliert. Ein professioneller Mediator schafft Vertrauen bei einem Paar im Streit und bewirkt, dass statt Eskalationen Lösungen gefunden werden. Die Methode der Mediation basiert einerseits auf einer inhaltlichen Sachkenntnis des Moderators, andererseits auf Methoden der Kommunikationspsychologie, der Anthroposophie, des Coaching, des NLP, den Hypnose-Therapien von Milton Erickson, der humanistischen Beratung und dem Konfliktmanagement.

Grundlegendes Ziel der Mediation bei einem Paar ist eine verbindliche, in die Zukunft weisende Vereinbarung.
Die Mediation dient der gütlichen Einigung eines Paares, fragt nicht nach der "Schuld", sondern danach, wie das Paar in Zukunft miteinander umgehen will (lösungs- und zukunftsorientiert). Die Freiwilligkeit zur Teilnahme ist unbedingte Voraussetzung einer Mediation für Paare.

http://www.mediator-finden.de/

http://www.centrale-fuer-mediation.de/cfmsuche2/erweitert.jsp

www.bmev.de.



Paartherapeuten finden Sie hier:

http://www.netzwerk-paartherapie.de/http://www.selbsthilfenetz.de

www.paartherapie.de

 

Langfristige Beziehungen durchlaufen verschiedene Phasen. Wie lange eine Phase der Partnerschaft jeweils dauert, und in welcher Sie sich gerade befinden, das wissen nur Sie.

Phase 1: Die „Übereinander-Herfall-Phase“

Das ist die Phase, in der sich zwei Menschen kennen lernen und ein Paar bilden, egal, ob es die viel zitierte Liebe auf den ersten Blick ist oder nur die pure Lust, die ja oft am Anfang einer vielleicht langjährigen Beziehung steht. Es ist die Phase, die für die Liebe steht (Schmetterlinge im Bauch) und in der viel mehr als sonst "geliebt" wird – körperlich, aber vielleicht auch schon im Ansatz mit dem Herzen. Es ist die Phase des ganz großen Gefühls, des Verrücktseins nach dem anderen, der Sehnsucht, des Glühens und des puren Genusses. Es ist die wunderschöne Zeit, aus der sich – hoffentlich – alles andere entwickelt.

Phase 2: Das satte Glücksgefühl

Die zweite Phase beginnt mit den Worten „Den / die wollte ich schon immer haben!“. Nach spätestens einem Jahr hat sich das Verliebtheitsgefühl gefestigt, ein sattes Glücksgefühl setzt ein und der Gedanke XXXXX XXXXX fest, mit diesem Mann / dieser Frau das Leben verbringen zu können.

Phase 3: Der Alltag

In Phase 3 sind wir als Paar schon fast auf dem Boden der Realität angekommen. Wir lernen den Partner / die Partnerin auch im Alltag kennen. Erste Fragen kommen auf: Habe ich mir das so vorgestellt oder vielleicht doch nicht? Es ist die sensibelste Phase einer Beziehung, wenn wir beim Partneri bemerken, wie und wer er wirklich ist. Und es ist die Phase, in der unsere Vorstellungen fürs gemeinsame Leben langsam Gestalt annehmen.

Phase 4: Die Stress- und Streitphase

Die vierte Phase ist die Stress- und Streitphase, in der wir anfangen - berechtigt oder unberechtigt - Kritik am Partner / der Partnerin zu üben. Die vierte Phase ist in jeder Beziehung die schwierigste Phase – es ist die Zeit der Festigung. Wenn jetzt die Reibereien beginnen, müssen wir sehr genau beobachten, ob der / die andere uns ernst nimmt und unsere Wünsche respektiert. Richtig schwierig wird es am Ende der vierten Phase: Jetzt wird klar, ob sich ein Paar trennt oder womöglich für immer zusammenbleibt. Die vierte Phase ist der Zeitraum, der am zermürbendsten ist – und dennoch halten Paare gerade diese Phase am längsten aus. Vermutlich, weil es eine schwierige Frage ist, ob wir unser Leben mit der / dem anderen wirklich teilen wollen oder doch besser auseinander gehen sollten.

Phase 5: Entweder Trennung oder Ruhepol

Die fünfte Phase ist entweder die Trennungs- oder die Ruhephase. Entschliessen wir uns innerlich dazu, ein gemeinsames Leben zu versuchen, wird es in der Beziehung ruhiger. In dieser Phase finden wir als "Partner" wieder zu uns selbst. Dem / der Anderen werden jeweils weitere Freiräume gestattet, in der Beziehung bildet sich ein Kernleben. Langsam aber sicher festigen sich die Voraussetzungen für die letzte, die sechste Phase der Partnerschaft.

Phase 6: Liebe fürs Leben

Die letzte Phase ist hoffentlich die längste: Sie ist die Zeit des satten Glücks, in der sich so viel Sicherheit in der Beziehung gebildet hat, dass nun eigentlich nichts mehr schief gehen kann. Zwischen den Partnern herrscht unbedingtes Vertrauen, die vielen Stürme sind vorbei. Gefühle des sich Liebens, der Toleranz, des Respekts stellen sich ein. Und dennoch sind wir auch in dieser letzten Phase als Paar ständig in Bewegung – alles andere wäre ja auch langweilig.

Sie sagen nicht, wie alt Ihr Mann ist und was passiert ist, das zu dieser Situation gefuehrt hat, und ob Sie die Beziehung gerne wieder reparieren wuerden, darum kann ich nur Vermutungen aussprechen.

Ihr Mann ist wahrscheinlich gerade im “mittleren Alter” oder seiner "Lebensmitte." Die Suche nach Risiko, Unabhaengigkeit und etwas exotischem passt in das Konzept der "midlife crisis." Auch wenn die midlife crisis nicht immer ernst genommen wird, gibt es mittlerweile genug Forschung, die zeigt, dass es sich dabei um eine durchaus ernstzunehmende Lebenskrise handelt. Man stellt sich zu diesem Zeitpunkt oft die Frage nach dem Sinn des Lebens, hinterfragt Lebensentscheidungen (Was waere gewesen, wenn ich jemand anderen geheiratet haette? Wenn ich einen anderen Beruf ergriffen haette? Wenn ich keine Kinder haette? ....), und setzt sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander. Die Realisierung, dass man weniger Zeit vor sich als hinter sich hat, fuehrt oft dazu, dass man mit allen moeglichen Mitteln versucht, seine Jugend noch einmal zu erleben. Das fuehrt dann dazu, dass man eine junge Partnerin sucht, mit der man nochmal "von Vorne" anfangen, also Babies haben und eine neue Familie gruenden kann. Auch der Drang nach Freiheit und Risiko ist Teil des Wunsches nochmal jung zu sein (denn mit 20 stand das Leben noch offen, man konnte noch alle Traeume verwirklichen).
Dieser Wunsch nach einer zweiten Jugend hat wenig mit Ihnen zu tun. Darum ist die Aussage Ihres Mannes, dass er Sie und die Kinder liebt, wahrscheinlich absolut wahr. Sein Verhalten ist nicht von dem Wunsch, Sie zu verlassen, motiviert, sondern von dem Wunsch noch einmal jung zu sein. Der Alltag mit Ihnen zeigt ihm ganz deutlich, dass er nicht 20 ist (die Kinder sind zu alt, die Routinen gut eingespielt, es gibt wenig ueberraschendes und aufregendes, man kennt einander sehr gut - und damit auch die Eigenheiten des anderen (wie man den Kaffee trinkt, was man gerne am Sonntag macht...)), was fuer ihn gerade sehr angsterregend ist.

Was als naechstes passiert ist sehr schwer vorauszusagen. Manche Maenner finden einen Weg, den Sinn des Lebens in Ihrer Familie zu finden und Ihre Angst vor der eigenen Sterblichkeit zu ueberwinden. Sie tun dann oft Dinge, um ihr Leben zu bereichern (wie eine Pilotenlizenz machen, mit dem Fahrrad durch die Mongolei fahren, eine Zeit im Ausland arbeiten, ein schnelles Auto kaufen usw.) um fuer diesen Drang nach Freiheit und Risiko im Rahmen ihres jetzigen Lebens Raum zu schaffen.

Andere verlassen Ihre Familien und fangen mit einer jungen Frau eine neue Familie an. Wenn sie dann nach ein paar Jahren realisieren, was sie aufgegeben haben, ist es in der Regel zu spaet.Da haben sie dann schon 1-2 weitere Kinder und neue Verantwortungen.

Sie kennen Ihren Mann sehr viel besser als ich und wissen, was von dem oben beschriebenen zutreffen koennte. Vielleicht wuerde er etwas zur midlife crisis lesen? Vielleicht gibt es gemeinsame Freunde, die mit ihm darueber reden koennen? Gibt es vielleicht einen Mann, den er respektiert, der eine aehnliche Lebenskrise durchgemacht hat, der mit ihm sprechen koennte? Eine Therapie waere auf jeden Fall hilfreich, aber natuerlich muss Ihr Mann dazu bereit sein.

Ich empfehle Ihnen, sich unabhaengig vom Verhalten Ihres Mannes, um sich selbst zu kuemmern. Tun Sie sich selbst etwas gutes, etwas, das Ihnen hilft, sich besser, staerker, unabhaengiger und weniger aengstlich zu fuehlen. Auch das koennte eine Therapie sein.


 

Trennungen und Scheidungen stellen eine der größten Stressfaktoren im Leben eines Menschen dar. Für den Körper bedeutet die Trennung von einem Partner eine hormonelle Achterbahnfahrt. Die Blutbahn ist voller Stresshormone, man ist von Panik völlig ergriffen. Die Gedanken spielen verrückt, Schlaflosigkeit paart sich mit unendlicher Traurigkeit. Der eigene Stolz und die Selbstachtung lösen sich über Nacht in Luft auf. Die ewig quälende Frage “WARUM?” geistert einem bis in die schlaflosen Morgenstunden im Kopf herum.

  • Es ist NORMAL, dass Sie sich nach einer Trennung grauenhaft fühlen

Diesen Zustand verschlimmern Sie allerdings nur unnötig, wenn Sie sich selbst verdammen und sich staendig Vorwuerfe machen. Dieser “Teufel des Selbsthass´” macht die Situation nur schlimmer. Seien Sie sich darüber bewusst, dass es eine biochemische Reaktion Ihres Körpers auf die Trennung ist, die dieses Chaos in Ihrem Kopf auslöst. Diese Reaktion ist VÖLLIG NORMAL.

Nehmen Sie dieses chaotische und tiefschwarze Gefühl der Trauer zuerst einmal an, gestatten Sie dem Gefühl, dass es nun in Ihnen ist – dadurch verliert das Gefühl zusehends an Macht über Sie und es fühlt sich so weniger qualvoll an. Verurteilen Sie sich nicht selbst für Ihre Trauer – dadurch machen Sie es nur noch schlimmer.

Ihr Gefühlsleben fährt gerade Achterbahn. Seien Sie vorsichtig, wenn Ihre innere Stimme sagt:“Ich will ihn zurück haben, und ich werde alles tun, das er zu mir zurückkommt. Und wenn ich mich ihm zu Füssen werfen muss… Ich werde ihm mein letztes Stück Selbstachtung schenken, er muss doch spüren, dass ich ihn über alles liebe…!”

Dieses Verhalten hat aber meist nur Eins zur Folge:

Er distanziert sich immer mehr von Ihnen…

  • Rennen Sie ihm auf keinen Fall “hinterher”, denn wir Menschen haben die Eigenart, DAVONZULAUFEN, wenn uns etwas verfolgt…

Ihr Partner hat Ihnen zu verstehen gegeben, dass er sozusagen “genug” von Ihnen hat. Das ist hart und geradezu unbarmherzig – aber es ist traurige Tatsache. Das Schlimmste, was Sie nun machen können, ist Ihren Expartner mit Anrufen und SMS zu “terrorisieren”. Womöglich an seinem Arbeitsplatz aufzukreuzen. Er wird nicht zurückkommen, in dem Sie ihn “belagern” – im Gegenteil. Kontakte sollten sich im Moment um Ihren Sohn drehen.

  • Sie müssen Dinge tun, die IHNEN gut tun

Was sich in Ihrer Psyche während und nach einer Trennung abspielt, ist Folgendes:

Sie haben sich durch den Trennungsschmerz -wenn nicht schon während der Beziehung- zusehends selbst verloren.

Das Schwierigste und gleichzeitig Wichtigste nach einer Trennung ist, dass Sie sich selbst wiederfinden müssen. Ihren Charakter, Ihre Würde, Ihr Lächeln - Ihre liebevolle und respektvolle Seite. Denn genau das macht Sie aus. Im Zustand des Trennungsschmerz´ machen Menschen einen eher jämmerlichen Eindruck. Leider wirken jämmerliche Menschen nunmal NICHT ATTRAKTIV auf andere Menschen – schon gar nicht auf Ihren Exmann. Daher konzentrieren Sie sich zuerst einmal nur auf Eines: Sie müssen sich wieder WOHL in Ihrer eigenen Haut fühlen. Und das erreichen Sie nur, indem Sie Dinge FÜR SICH SELBST TUN.

 

 




Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich möchte keine weite hilfe mehr annehmen
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dann wuensche ich Ihnen viel Erfolg und alles gute.
Mit freundlichen Gruessen,
Annegret Noble