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InternetCoach
InternetCoach, Master
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Psychotherapeutin, Familientherapeutin, Drogenberatung
62882398
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Hallo ich wollte fragen ob mein Beziehungsproblem etwas mit

Kundenfrage

Hallo
ich wollte fragen ob mein Beziehungsproblem etwas mit meiner Vergangenheit zu tun hat und bin mir nicht sicher ob ich bei meinem Ehemann bleiben soll oder nicht. Ich kann momentan mit nichts zufrieden sein was er macht. Vor 2 Jahren haben wir geheiratet, Fußball war schon immer ein großes Thema für ihn, was sich jetzt noch verschlimmert hat. Fühle mich überhaupt nicht mehr wichtig und geliebt. SEine ganze Aufmerksamkeit bekommt der Fussball, der Fernseher, das Handy oder der Laptop. Versuche seit anderthalb Jahren diese Beziehung so zu estalten, dass ich auch zufrieden bin aber ich schaffe es nicht richtig meine Grenzen zu setzen und durch zu ziehen, denn wenn ich zu ihm sage das es mir nicht passt, dass er zum Beispiel zum Fussball geht, bettelt er mich an und wenn ich bei meinem Nein bleibe ist er zwar da, aber ich habe dann das Gefühl das er trotzdem zur Hälfe bei seinem Fußball ist, denn er bleibt dann meißt trotzig daheim und das bringt mir auch nix, also habe ich die letzte Zeit immer gesagt geh halt obwohl es mir nicht gepasst hat... Situation momentan: Viel Ärger hat sich in mir aufgestaut sodass ich vor einer anderthalben Woche zu meiner Freundin gezogen bin, deren Wohnung momentan von ihr nicht genutzt wird.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Beziehung
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation.

Langfristige Beziehungen durchlaufen verschiedene Phasen. Wie lange eine Phase der Partnerschaft jeweils dauert, und in welcher Sie sich gerade befinden, das wissen nur Sie.

Phase 1: Die „Übereinander-Herfall-Phase“

Das ist die Phase, in der sich zwei Menschen kennen lernen und ein Paar bilden, egal, ob es die viel zitierte Liebe auf den ersten Blick ist oder nur die pure Lust, die ja oft am Anfang einer vielleicht langjährigen Beziehung steht. Es ist die Phase, die für die Liebe steht (Schmetterlinge im Bauch) und in der viel mehr als sonst "geliebt" wird – körperlich, aber vielleicht auch schon im Ansatz mit dem Herzen. Es ist die Phase des ganz großen Gefühls, des Verrücktseins nach dem anderen, der Sehnsucht, des Glühens und des puren Genusses. Es ist die wunderschöne Zeit, aus der sich – hoffentlich – alles andere entwickelt.

Phase 2: Das satte Glücksgefühl

Die zweite Phase beginnt mit den Worten „Den / die wollte ich schon immer haben!“. Nach spätestens einem Jahr hat sich das Verliebtheitsgefühl gefestigt, ein sattes Glücksgefühl setzt ein und der Gedanke XXXXX XXXXX fest, mit diesem Mann / dieser Frau das Leben verbringen zu können.

 

Phase 3: Der Alltag

In Phase 3 sind wir als Paar schon fast auf dem Boden der Realität angekommen. Wir lernen den Partner / die Partnerin auch im Alltag kennen. Erste Fragen kommen auf: Habe ich mir das so vorgestellt oder vielleicht doch nicht? Es ist die sensibelste Phase einer Beziehung, wenn wir beim Partneri bemerken, wie und wer er wirklich ist. Und es ist die Phase, in der unsere Vorstellungen fürs gemeinsame Leben langsam Gestalt annehmen.

Phase 4: Die Stress- und Streitphase

Die vierte Phase ist die Stress- und Streitphase, in der wir anfangen - berechtigt oder unberechtigt - Kritik am Partner / der Partnerin zu üben. Die vierte Phase ist in jeder Beziehung die schwierigste Phase – es ist die Zeit der Festigung. Wenn jetzt die Reibereien beginnen, müssen wir sehr genau beobachten, ob der / die andere uns ernst nimmt und unsere Wünsche respektiert. Richtig schwierig wird es am Ende der vierten Phase: Jetzt wird klar, ob sich ein Paar trennt oder womöglich für immer zusammenbleibt. Die vierte Phase ist der Zeitraum, der am zermürbendsten ist – und dennoch halten Paare gerade diese Phase am längsten aus. Vermutlich, weil es eine schwierige Frage ist, ob wir unser Leben mit der / dem anderen wirklich teilen wollen oder doch besser auseinander gehen sollten.

Phase 5: Entweder Trennung oder Ruhepol

Die fünfte Phase ist entweder die Trennungs- oder die Ruhephase. Entschliessen wir uns innerlich dazu, ein gemeinsames Leben zu versuchen, wird es in der Beziehung ruhiger. In dieser Phase finden wir als "Partner" wieder zu uns selbst. Dem / der Anderen werden jeweils weitere Freiräume gestattet, in der Beziehung bildet sich ein Kernleben. Langsam aber sicher festigen sich die Voraussetzungen für die letzte, die sechste Phase der Partnerschaft.

Phase 6: Liebe fürs Leben

Die letzte Phase ist hoffentlich die längste: Sie ist die Zeit des satten Glücks, in der sich so viel Sicherheit in der Beziehung gebildet hat, dass nun eigentlich nichts mehr schief gehen kann. Zwischen den Partnern herrscht unbedingtes Vertrauen, die vielen Stürme sind vorbei. Gefühle des sich Liebens, der Toleranz, des Respekts stellen sich ein. Und dennoch sind wir auch in dieser letzten Phase als Paar ständig in Bewegung – alles andere wäre ja auch langweilig.

Jede Liebesbeziehung lebt von der Erfüllung der Bedürfnisse des anderen - also von gegenseitigem Respekt und liebevollen Kompromissen. Es geht darum, gemeinsam daran zu arbeiten, dass die Beduerfnisse beider Partner erfuellt sind. Dann kann die Partnerschaft funktionieren.


Die erste Phase einer Beziehung ist durch das Verliebtsein gekennzeichnet. Und tatsächlich treten dabei Symptome auf, die auf eine Krankheit schließen lassen könnten.

Das augenfälligste Symptom ist die stark getrübte Wahrnehmung. Tatsächlich fanden Wissenschaftler heraus, dass Menschen, die frisch verliebt sind, nur sehr bedingt zurechnungsfähig sind.

Psychologisch gesehen ist Verliebtheit eine besonders starke Form der Sympathie, die zusätzlich mit Sehnsucht einhergeht.

Es liegt in der Natur der Wissenschaft, alles messbar zu machen und mit Zahlen zu untermauern. Daher begann man dieses Phänomen aus physiologischer Sicht zu untersuchen, indem man die Blutwerte frisch verliebter Menschen genauer unter die Lupe nahm. Die Ergebnisse waren erstaunlich. So fand man heraus, dass der Zustand des verliebt seins nichts anderes bedeutet, als dass der Hormonspiegel nahezu komplett aus der Balance gekommen ist.

Ein erstaunliches Ergebnis dieser Untersuchungen ist auch, dass der Spiegel des Glückshormons Serotonin nicht, wie man annehmen sollte steigt, sondern, ganz im Gegenteil, fällt. Der Grund dafür ist, dass der Verliebte extrem auf die geliebte Person fixiert ist, ganz so, wie es bei einer Zwangsneurose der Fall ist.

Auch bei Menschen, die unter diesen seelischen Störungen leiden, ist der Anteil von Serotonin im Blut auffallend niedrig. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass die Frage, ob man sich verliebt, sehr stark vom Körpergeruch des Gegenübers abhängt.


Im Großen und Ganzen betrachtet, versetzt Verliebtheit den gesamten Körper in eine Ausnahmesituation. Ausgehend vom vegetativen Nervensystem treten “Störungen” in beinahe allen Bereichen des menschlichen Körpers auf.

So kommt es zu Schwitzen, Händezittern und da die Verdauung ebenfalls vom vegetativen Nervensystem gesteuert wird, zu Appetitlosigkeit. In extremen Fällen führt Verliebtheit sogar zu Durchfallerscheinungen. Man ist bereit Kompromisse einzugehen, die dann nach der Verliebtheitsphase immer schwieriger werden (Fussball...).



Eine Paartherapie oder Mediation waere wahrscheinlich ein sinnvoller Schritt, um zu sehen, ob Sie einen WEg zueinander finden - oder sich guetlich zu trennen. Therapeuten findne Sie hier:



http://www.netzwerk-paartherapie.de/http://www.selbsthilfenetz.de

www.paartherapie.de




Wie Sie erlebt haben, haben Paare die Tendenz bei Konflikten Dynamiken in Gang zu setzen, die zur Eskalation führen. Ist bei einem Paar die Destruktivität weit fortgeschritten, verlieren häufig alle am Konflikt Beteiligten. Irgendwann scheint für manche Paare eine Scheidung unausweichlich zu sein.

 

Ein professioneller Mediator schafft Vertrauen bei einem Paar im Streit und bewirkt, dass statt Eskalationen Lösungen gefunden werden.
Die Methode der Mediation basiert einerseits auf einer inhaltlichen Sachkenntnis des Moderators, andererseits auf Methoden der Kommunikationspsychologie, der Anthroposophie, des Coaching, des NLP, den Hypnose-Therapien von Milton Erickson, der humanistischen Beratung und dem Konfliktmanagement.

Grundlegendes Ziel der Mediation bei einem Paar ist eine verbindliche, in die Zukunft weisende Vereinbarung. Die Mediation dient der gütlichen Einigung eines Paares, fragt nicht nach der "Schuld", sondern danach, wie das Paar in Zukunft miteinander umgehen will (lösungs- und zukunftsorientiert).Die Freiwilligkeit zur Teilnahme ist unbedingte Voraussetzung einer Mediation für Paare.

http://www.mediator-finden.de/

http://www.centrale-fuer-mediation.de/cfmsuche2/erweitert.jsp

www.bmev.de.



Ausserdem ist es wahrscheinlich wichtig, dass Sie einen Weg finden, Ihrem Partner zu vergeben, damit Ihre Beziehung eine Zukunft haben kann.

Manchmal macht alleine die Erinnerung an bestimmte Menschen wütend. Das bedeutet normalerweise, dass diese Menschen einem in der Vergangenheit ein Unrecht angetan oder einem wehgetan haben. Die Erfahrung, dass der Gedanke XXXXX XXXXX Menschen einen wütend macht, bedeutet, dass diese Menschen immer noch eine gewisse Macht über jemanden und seine Gefühle ausüben. Diese Macht kann man einem Menschen nur wieder wegnehmen, wenn man ihm vergibt. „Moment,“ sagen Sie jetzt wahrscheinlich, „Ich will diesen Menschen aber gar nicht vergeben. Sie haben mir weh getan. Warum sollte ich ihnen vergeben?“ Natürlich musst man einem Menschen, der einem ein Unrecht antut nicht vergeben, aber wenn man ihm nicht vergibt, dann gibt man ihm Macht über die eigenen Gefühle und damit über das eigene Leben. Viele Menschen denken, dass Vergebung ein Gefühl ist, und dass man nicht vergeben kann, wenn man dieses Gefühl nicht hat. Diese Annahme stimmt aber so nicht. Vergebung ist zwar auch ein Gefühl, aber vor allem ist Vergebung eine Entscheidung. Und die Entscheidung zu vergeben hilft demjenigen, der vergibt, sehr viel mehr als demjenigen, dem vergeben wird. Nicht möglich? Lassen Sie uns den Vergebungsprozess einmal genauer anschauen.

Als erstes ist da die verletzende Tat oder das Vergehen. Es wurde einem etwas angetan, das falsch, ungerecht und schmerzhaft war. Dabei ist es unwichtig, wie schwerwiegend die Tat war. Die erste Reaktion des Verletzten ist es, den Schuldigen zur Verantwortung ziehen zu wollen. Die meisten Menschen haben ein tiefes Bedürfnis nach Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Darum widerstrebt Vergebung dem gesunden Menschenverstand erst einmal. Redensarten wie „Vergeben und vergessen“ helfen da wenig, denn sie bestätigen (zu Unrecht), dass Vergeben gleichzusetzen ist mit dem Ignorieren eines Unrechts. Wenn man vergibt, tut man so als ob das Unrecht nie passiert wäre. Warum sollte man da vergeben? Weil Vergeben in keinster Weise bedeutet, dass man die Tat vergisst oder einfach über sie hinwegsieht. Das menschliche Gehirn ist ohnehin nicht in der Lage, ein erlebtes Unrecht zu vergessen, und damit ist diese Redensart unsinnig.

Manchmal wird ein Täter bestraft und dadurch das Bedürfnis des Verletzten nach Gerechtigkeit zumindest teilweise gestillt. Ein Gerichtsprozess, eine Haftstrafe oder ein Urteil, das das geschehene Unrecht öffentlich macht, helfen da oft ein bisschen. Aber letztendlich fühlt der Täter weder den Schmerz, den er einem anderen zugefügt hat, noch kann er die Tat zurücknehmen. Der Schmerz und die Verletzung bleiben und beeinflussen das Leben, das Verhalten und die Entscheidungen des betroffenen Menschen oft noch jahrelang. Eine Frau, die vor ihrer Ehe vergewaltigt wurde, kann manchmal 20 Jahre später ihrem Mann immer noch nicht vertrauen, obwohl er sie nie schlecht behandelt hat. Ein Kind, das den Unfalltod eines Freundes beobachtet hat, wird auch als junger Mensch noch mit der Angst leben, dass alle Menschen, die ihm nahestehen, ständig in Gefahr sind und sich darum vielleicht nicht auf eine intime Beziehung einlassen. Ein Mann, der in der Armut der Nachkriegszeit aufwuchs, wird niemals verstehen, wie andere so unbedacht mit Lebensmitteln umgehen oder Dinge wegschmeissen, die vielleicht noch benutzt werden können. Diese Erlebnisse prägen einen Menschen und machen Vergebung damit zu einem wichtigen Thema.

Wenn man ein Unrecht erlebt, spürt man als erstes Schmerz. Von einem leichten Ziehen im Brustbereich bis hin zur rohen Verzweiflung. Je nach Art des Vergehens spürt man diesen Schmerz nur, wenn man sich an die Tat erinnert, oder er ist so überwältigend, dass er zum Teil des täglichen Lebens wird. Vielen Menschen wird dieses Gefühl des Verletztseins zu viel, und sie werden wütend. Diese Wut ist angebracht und oft hilfreich. Sie beschützt einen davor, sich wieder in eine ähnliche Situation zu begeben und nochmals verletzt zu werden. Sie erlaubt es einem sich gegen den lähmenden Schmerz zu wehren und im täglichen Leben zu funktionieren. Die Wut macht stark genug, den Täter zu konfrontieren, die Polizei zu rufen, oder während der Gerichtsverhandlung etwas zu sagen.

Und dann? Dann bleibt man entweder im Schmerz oder in der Wut stecken. Diese Gefühle prägen dann das Leben. Sie beeinflussen alle Erlebnisse und Beziehungen. Oft scheint sich die Person gar nicht mehr erinnern zu können, dass das Leben einmal anders aussah und sich vor allem anders anfühlte. Sind Sie schon einmal jemandem begegnet, der in der Wut steckengeblieben war? Wollten Sie Zeit mit diesem Menschen verbringen? Wahrscheinlich nicht. Diese Menschen sind normalerweise bitter und pessimistisch. Sie sehen nur das schlechte im Leben und in anderen Menschen. Sie kritisieren alles und jeden und finden auch an einem wunderschönen sonnigen Sommertag etwas auszusetzen. Sie haben keine wirklichen Freunde und können sich über nichts von Herzen freuen. Sie hegen ständig Rachegedanken und sehen auch in unschuldigen Missverständnissen böse Absichten. Aus Menschen, für deren Schicksal man Mitleid empfand, sind Menschen geworden, die keiner wirklich mag. Kennen Sie einen solchen Menschen? Sind Sie es vielleicht sogar selbst?

Dann gibt es diejenigen, die nach der Verletzung im Schmerz stecken bleiben. Sind Sie da schon einmal jemandem begegnet? Diese Menschen sind normalerweise deprimiert, depressiv, müde, und erschöpft. Und wenn man Zeit mit ihnen verbringen, fühlt man sich danach genauso. Sie sehen sich als ständige Opfer und haben das Gefühl, dass die Welt darauf aus ist, ihnen wehzutun oder ihnen weiteres Unrecht zuzufügen. Jedesmal wenn man ihnen vorschlägt, wie sie ihr Leben verbessern oder sich einfach nur besser fühlen könnten, dann antworten sie: „Ja, aber....“ Und beschreiben ausführlich, warum der Vorschlag sowieso nicht umsetzbar ist, warum deine Idee von Anfang an unsinnig war, und warum alle Versuche, etwas Freude in ihr Leben zu bringen, ganz sicher fehlschlagen werden. Nach einem solchen Gespräch fühlt man sich hilflos, frustriert, entmutigt und ausgelaugt und man hat das Gefühl im Bauch, dass diese Menschen sich nicht wirklich besser fühlen wollen, dass sie irgendwie ganz zufrieden sind in ihrer Misere. Kennen Sie einen solchen Menschen? Erkennen Sie sich in dieser Beschreibung?

Wenn jemand bitter, wütend und unglücklich ist und sich dann entscheiden würde, seine Rachegedanken loszulassen und zu vergeben, würde er damit demjenigen helfen, der ihm wehgetan hat oder sich selbst? Und jemand, der traurig, unzufrieden, einsam und erschöpft ist – wenn er sich dazu entscheiden würde, die Opferrolle aufzugeben, würde er damit demjenigen helfen, der ihn zum Opfer gemacht hat oder sich selbst? Normalerweise weiss der Täter nicht einmal, dass die verletzte Person wütend oder traurig ist und falls er es weiss, dann betrifft es ihn oft wenig. Ein weiser Mensch sagte einmal, dass Rachegedanken wie ein Gift sind, das man selbst trinkt, in der Hoffnung, dass es den anderen umbringt. Leider vergiftet man damit nur sich selbst und sein Leben.

Um vergeben zu können, muss man sich erlauben, das Vergehen in einem größeren Zusammenhang zu betrachten. Was bewegte den Täter? Hat man selbst in irgendeiner Art und Weise zu der Tat beigetragen? Könnte ein Missverständnis zu der Tat beigetragen haben? Gibt es mildernde Umstände? Wiederholte der Täter etwas, das ihm angetan wurde? Diese Fragen und die entsprechenden Antworten entschuldigen weder den Täter noch die Tat. Was geschah, ist auch weiterhin falsch, ungerecht und schmerzhaft. Vergebung bedeutet weder, dass man die Tat vergisst noch dass man so tut, als ob sie nie geschehen sei. Man versucht auch nicht, die entsprechenden Reaktionen und Gefühle „wegzuerklären.“ Wenn man vergibt, dann trifft man die Entscheidung, sein Recht auf Rache nicht länger einzufordern. Man entscheidet sich lediglich, die verständlichen und gerechtfertigten Rachegedanken loszulassen, damit man nicht länger im Schmerz oder in der Wut steckenbleibt. Das eigene Leben wird dadurch besser. Dabei ist es eigentlich unwichtig, ob man dem Täter mitteilt, dass man ihm vergeben hat oder nicht. Vergebung ist ein einseitiger Prozess, eine Einbahnstrasse. Die Beziehung zum Täter wird durch das Vergeben nicht automatisch repariert. Wenn der Täter eine Strafe ableistet, bedeutet Vergebung nicht, dass die Strafe erlassen wird. Wenn es ein Urteil gab, dass den Täter schuldig sprach, dann bedeutet Vergebung nicht, dass er freigesprochen wird. Vergebung bedeutet, dass das Leben des Verletzten nicht mehr ausschliesslich von dem Bedürfnis bestimmt wird, dass der Täter den gleichen Schmerz empfindet, den der Verletzte spüren muss.

Manchmal ist Versöhnung möglich und wünschenswert. Zur Versöhnung gehören aber zwei. Im Idealfall entschuldigt sich der Täter und bittet um Vergebung. Dann vergibt der Betroffene und die Beziehung kann repariert und erneuert werden. In Ihrem Fall waere Versoehung natuerlich wuenschenswert.

Vielleicht koennten Sie eine Liste machen, was Sie in der Beziehung brauchen, Ihren Partner bitten, das gleiche zu tun und dann ueber einen Termin bei einem Therapeuten reden.

 

 

Kann es sein, dass Sie unter Depressionen leiden und Sie deshalb so unzufrieden sind? Wenn Sie dazu Fragen haben oder Symptome beschreiben koennten, kann ich dazu auch gerne mehr sagen. Sie deuten an, dass Ihre Unzufriedenheit etwas mit Ihrer Vergangenheit zu tun haben koennte, sagen dann aber nichts weiter ueber Ihre Geschichte, darum kann ich da leider nicht im Detail eingehen. Stellen Sie gerne dazu eine Anschlussfrage.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

InternetCoach, Master
Kategorie: Beziehung
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung: Psychotherapeutin, Familientherapeutin, Drogenberatung
InternetCoach und weitere Experten für Beziehung sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Es sind so viele Sachen, die in meiner Vergangenheit vorgefallen sind...

Ich versuche einige Daten groß anzuschneiden...

Meine Mutter war eher eine unzufriedene Frau, sie konnte mich nicht umarmen, nie sagen es tut mir leid oder mich gar trösten wenn ich traurig war. Ich konnte ihr nichts Recht machen un´d bekam für die banalsten Dinge Ohrfeigen. Als ich 6 Jahre war begleiteten mich die nächsten 4 Jahre Unwissenheit über meiner ihre spätere Krankheit MS. Die Ärzte suchten 4 Jahre nach einer Diagnose und als ich 10 war stand es dann endlich fest. Multiple Sklerose. Ich wurde nicht aufgeklärt darüber, weil anscheinend alle zu viel Angst hatten das auszusprechen, was mit dieser Diagnose Realität war. Nämlich das meine Mutter krank war und nie wieder richtig laufen wird. Für mich als Kind war es sehr schlimm all dieses Leid mit anzusehen und nichts tun zu können. Mein Vater offenbarte mir im Alter von 9 Jahren in einem Urlaub: "irgendwann verlasse ich die Mutti mal" Ich fragte warum? Er sagte "Na du bekommst doch selber mit wie sie ist..." Sie war oft wütend über irgendwelche Umstände und es gab fast keinen Tag an dem sie nicht laut geworden ist und meinen Vater als schlechtesten Menschen der Welt hingestellt hat. Als ich 13 Jahre war sagte mir mein Vater im Auto auf dem Weg ins Krankenhaus zu Mutti: Ich verlass heute die Mutti ich denke du bist jetzt alt genug... Ich habe das so aufgefasst, dass er meinte ich bin jetzt alt genug um mit Mutti allein klar zu kommen. Für mich war das alles extrem schmerzhaft, da ich zu meinem Vater ein vertrauteres Verhältnis als zu meiner Mutter hatte. Ich dachte alle Welt ist gegen mich, mich mit so einer Frau allein zu lassen. Im Laufe der Jahre besserte sich die Beziehung zu meiner Mutter notgedrungenerweise und ich hatte Mitleid mit ihr da sie ihre Krankheit als Strafe dafür sah, wie sie zu mir in der Kindheit war. Das sagte sie mal zu mir. Als ich 23 war starb sie in der Nacht zum 24.12. 2008 an einem akuten Lungenödem. Dementsprechend sah sie auch im Gesicht aus. Mit 14 hatte ich meinen ersten Freund, der bei uns einzog, so hatte ich etwas Entlastung was den Haushalt betraf. Generell waren viele meiner Freunde oft bei meiner Mutter und mir in der Wohnung, da ich wollte das sie Ablenkung hat und dadurch besser gelaunt ist, was auch teilweise funktionierte. Trotzdem bekam ich dann all ihre Wut die sie auf meinen Vater die Kankheit und sonstwen hatte ab. Ich habe versucht alles zu machen, doch es reichte nie und war immer selbstverständlich für sie. Wie soll ich das alles einfach so vergeben können? Die Großeltern mütterlicherseits waren mir im Alltag keine Hilfe und über Gefühle wurde auch nie geredet oder hingehört oder gesehen. Alle waren komplett überfordert und alle Aufmerksamkeit war auf der Krankheit meiner Mutter. Keiner hat mich wichtig genommen. Ich wünsche mir jetzt eine eigene liebevolle Familie, habe aber das Gefühl nicht den richtigen Partner an meiner Seite zu haben, weil ihm der Fußball wichtiger ist, was er bestreitet, doch ich empfinde das so. Wie funktioniert loslassen richtig? Ich bin so ungeduldig mit mir.

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank XXXXX XXXXX weiteren Details. Leider gibt es fuer eine so lange, schwierige und oft traurige Geschichte, wie Sie sie erzaehlen und erlebt haben keine schnelle und einfache Antwort. Ihr Wunsch nach einer eigenen liebevollen Familie ist absolut nachvollziehbar - und auch erreichbar, allerdings gehoert da nicht nur der richtige Partner dazu, sondern auch, dass man mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit Frieden schliesst - was meist bedeutet, dass man die alten Gefuehle verarbeiten und loslassen muss, um wirklich frei zu sein. Darum wird das Thema "Vergebung" wahrscheinlich in vielen Bereichen Ihres Lebens wichtig werden - und nein, man kann nicht "so einfach vergeben" - vergeben ist meist sehr schwer - UND ein Weg, Freiheit zu erleben.

Meine Empfehlung waere, dass Sie bevor Sie endgueltige Entscheidungen ueber Ihre Beziehung treffen, eine Therapie fuer sich machen, um ueber all die Gefuehle und Gedanken, die nicht wichtig genommen wurden, zu reden, gehoert zu werden und diese dann zu verarbeiten.

Ausserdem wird es wahrscheinlich wichtig sein, dass Sie sich erlauben all die Verluste, die Sie in Ihrem Leben erlebt haben (Vater, Mutter, Kindheit, Geborgenheit, Liebe, Aufmerksamkeit) zu betrauern.

Der Trauerprozess ist der gleiche, ob man einen verstorbenen Menschen betrauert, das Ende einer Beziehung oder die Kindheit, die man nie hatte. Trauer ist mit unangenehmen Gefühlen verbunden. Die Gefühle, die man nach einem Verlust durchläuft, scheinen sich an eine bestimmte Ordnung zu halten. Die erste Reaktion auf Verlust ist oft der Versuch, die Realität wegzuleugnen. Man kann und will nicht glauben, dass das Geschehene wirklich passiert ist. Typische Gedanken sind: “Das ist alles nur ein Traum.” “Morgen ist alles wieder in Ordnung.” “Das kann einfach nicht wahr sein.” „Ist das wirklich passiert?“

Die Phase des Verleugnens kann von ein paar Minuten bis hin zu einigen Wochen dauern, je nach der Größe des Verlusts. Danach folgt normalerweise eine Zeit des Verhandelns. Man versucht mit Gott, der Welt, dem Universum, sich selbst oder anderen Menschen zu verhandeln, um das Geschehene ungeschehen zu machen. Typische Gedanken sind: “Wenn ich nur hart genug arbeite, wird keiner merken, was wirklich passiert ist.” “Wenn ich von jetzt an alles richtig mache, dann wird er wieder zurückkommen.” “Ich muss nur wirklich danach suXXXXX, XXXXXn werde ich es schon finden.” „Es wird schon besser werden, wenn ich nur....“ Für Erwachsene und Jugendliche, die in der Regel einen recht guten Realitätssinn haben, dauert die Zeit des Verhandelns normalerweise nicht besonders lange. Sie merken schnell, dass man noch so viel versprechen kann, letztendlich kann man den Verlust nicht ungeschehen machen. Jüngere Kinder, die noch eine rege Fantasiewelt haben, brauchen oft etwas länger, um den Verlust als Tatsache anzuerkennen.

Nach dem Verhandeln kommen Wut und Trauer. Diese beiden Gefühle wechseln sich oft ab. Vielen Menschen fällt es leichter, wütend zu sein als traurig. Wut gibt Energie und beschützt. Wenn man wütend ist, kann man wenigstens morgens aufstehen und zur Arbeit gehen. Man kann sich gegen die unbedachten Worten der Menschen wehren, die den Verlust nicht verstehen. Trauer dagegen nimmt Energie. Man kann sich kaum bewegen und es ist schwer, die einfachen Aufgaben des täglichen Lebens zu erfüllen. Manchmal führt Trauer zu Depressionen. Depressionen machen es nicht nur schwer sondern fast unmöglich morgens aufzustehen, zu essen, sich anzuziehen, zur Arbeit zu gehen, und im täglichen Leben zu funktionieren. Menschen, die nach einem Verlust in Depressionen verfallen, brauchen oft professionelle Hilfe, um den Weg zurück zu finden. Die Länge dieses Prozesses hängt natürlich von der Grösse des Verlusts ab. Wenn ein Kind oder ein Partner unerwartet stirbt, ist es normal 4-5 Jahre lang zwischen Wut und Trauer hin- und herzuschwanken. Sollten die Gefühle des Trauerns dann noch immer so stark sein wie gleich nach dem Verlust, ist es wahrscheinlich eine gute Idee, um Hilfe zu bitten. Das Gefühl von Verlust und Leere wird vor allem an Verjährungsdaten wiederkommen. Aber es sollte mit der Zeit weniger akut und intensiv werden. Sowohl Trauer als auch Wut sind nötig, um den Verlust zu verarbeiten. Die Anteile der beiden Gefühle variieren von Mensch zu Mensch, aber Menschen, die nur eins dieser Gefühle zulassen, werden es schwer finden, den Verlust wirklich zu akzeptieren.

Nach der Zeit der Trauer und Wut, folgt dann irgendwann die Akzeptanz. Man muss akzeptieren, dass das Leben nie wieder so sein wird wie zuvor. Aber im Gegensatz zur Resignation, die den Verlust zwar akzeptiert, aber zwangsläufig entscheidet, dass damit das Leben schlechter und weniger lebenswert ist, bedeutet wahre Akzeptanz, dass man von ganzem Herzen glaubt, dass das Leben zwar anders, aber trotzdem im grossen und ganzen gut ist. Akzeptanz ist nicht nur ein Gefühl sondern auch, und vielleicht sogar vor allem, eine Entscheidung. Es gibt Verluste im Leben, bei denen man sich eine lange Zeit lang jeden Tag neu entscheiden muss, sie zu akzeptieren. Erst dann folgt irgendwann das Gefühl und macht das Akzeptieren etwas leichter. Nachdem man den Verlust tatsächlich akzeptiert hat, kann man sich erneut auf das Leben einlassen. Erst dann kann man neue Beziehungen knüpfen und die kleinen Freuden des Lebens wieder geniessen. Viele Menschen bemerken zu diesem Zeitpunkt, dass sie wieder unbedarft lachen, dass sie sich am Geruch einer Blume erfreuen, dass ihnen das Essen wieder schmeckt, dass sie wieder Lust haben, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen.

Leider erlauben sich nur wenige Menschen, dem Prozess des Trauerns seinen Lauf zu lassen. Es gibt so viele gute Gründe, schnell wieder funktionieren zu wollen. Da sind die Arbeit, die Erwartungen der Familie und der Freunde, die zeitgebundenen Projekte, die Bedürfnisse der Menschen um einen herum. Sechs Monate nach dem Tod einer geliebten Person bekommt man keine Karten mehr zugeschickt oder Worte der Anteilnahme zu hören. Es wird normalerweise erwartet, dass man seinen Verlust „weggesteckt“ hat. Und wenn sich dann doch jemand nach dem persönlichen Befinden erkundigt, sagt man, dass man über den Verlust hinweg ist, denn man hat sich mittlerweile selbst davon überzeugt, dass sechs Monate mehr als genug sind, um zu trauern. In einer Gesellschaft, die wenig Raum zum Trauern lässt, ist es darum kein Wunder, dass viele Menschen versuchen, diesen Prozess abzukürzen oder ganz zu vermeiden.

Man kann sich einreden, dass der Verlust gar nicht so schlimm war, dass man jetzt mit dem Trauern fertig sein sollte, dass man keine Zeit hat, dass das Leben einfach weitergehen muss. Damit verdrängt man die Gefühle, stopft sie tief in sich hinein und hofft, dass sie irgendwie verschwinden. Wenn man sich weit genug von seinen Gefühlen abgegrenzt hat und nur auf den Kopf und nicht auf die Seele hört, dann kann man sich oft selbst davon überzeugen, dass man nicht wirklich trauern muss. Oder man kann versuchen, sich von seinen Gefühlen abzulenken. Drogen, Alkohol, Essen, Arbeit, Glücksspiele oder Sport sind beliebte Wege, von den den unangenehmen Gefühlen abzulenken und sie nicht spüren zu müssen. Menschen werden oft sehr kreativ, um diese Gefühle zu vermeiden. Leider funktioniert keine der beiden Strategien wirklich. Entweder kann man irgendwann die Gefühle nicht mehr unterdrücken oder die Ablenkungsmanöver haben einen zu hohen Preis. Die unterdrückten oder ignorierten Gefühle kommen einem dann mit voller Kraft ins Bewusstsein. Man spürt sie so klar und deutlich, als ob der Verlust gerade erst passiert sei. So kann es sein, dass ein Alkoholiker, der endlich clean ist, 30 Jahre nach dem Tot eines geliebten Menschen auf einmal weint und trauert als ob der Mensch gestern gestorben sei. Wenn sich jemand jahrelang durch unermüdliche Arbeit davon abgelenkt hat, dass er ein Kind verloren hat, kann es passieren, dass er während des nächsten Urlaubs (auf den er sich nur widerwillig eingelassen hat) auf einmal Gefühle von Wut und Traurigkeit spürt, die keine wirkliche Ursache zu haben scheinen. Die unverarbeiteten Verluste machen es ihm unmöglich den Urlaub zu geniessen. Ohne sich auf seine Arbeit konzentrieren, und dadurch von seinen Gefühlen ablenken zu können, erlebt man auf einmal Gefühle, die man verloren gehofft hatte. In anderen Worten, man kann das Trauern aufschieben, aber nicht wirklich vermeiden. Irgendwann wird man sich den Gefühlen stellen müssen. Oder man wird einen grossen Preis dafür bezahlen, sie bis an sein Lebensende zu unterdrücken.

Meine Hoffnung fuer Sie ist, dass Sie eine kompetente und hilfreiche Therapeutin finden, die Sie auf dem Weg des Trauerns und Vergebens begleiten kann. Dann werden Sie klarer erkennen koennen, ob Sie in dieser Beziehung tatsaechlich gluecklich werden koennen - trotz Fussball - oder nicht. So ungern ich das sage, aber die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Sie in keiner Beziehung so wirklich gluecklich werden, bis Sie mit Ihrer Geschichte Frieden geschlossen haben.

Ich wuensche Ihnen von ganzem Herzen alles Gute und viel Geduld bei den naechsten Schritten, denn es wird weder schnell noch leicht werden. Aber wenn Sie es geschafft haben und tatsaechlich mit sich, Ihrem Leben und einem Partner (entweder demselben oder einem anderen) zufrieden sind, dann wird es sich gelohnt haben.


Es gibt mehrere Moeglichkeiten, einen Therapeuten zu finden. Um relativ schnell einen Termin zur Diagnostik und/oder zur Therapie zu bekommen, wenden Sie sich am besten an eine nahegelegene psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik, an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut. Es dauert oft recht lange, um einen Termin bei einem niedergelassenen Psychologen zu bekommen, aber auch das ist eine Moeglichkeit. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach einer Liste von geeigneten Therapeuten. Hier finden Sie ebenfalls Listen von Therapeuten (mit und ohne Kassenzulassung) nach Postleitzahl geordnet:

http://www.psychotherapiesuche.de/therapeutensuche
http://www.netzwerk-psychotherapie.de/
http://www.therapeuten.de/

http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

InternetCoach, Master
Kategorie: Beziehung
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung: Psychotherapeutin, Familientherapeutin, Drogenberatung
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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich habe 2010 schon eine stationäre Psychotherapie gemacht. Es war in einer dynamischen

Gruppe. Trotzdem sind meine Herzrhythmusstörungen die mir Angst machen ca. aller 2 Monate aufgetreten. Die erste heftige Herzrhythmusstör. hatte ich 9 Monate nach dem Tod meiner Mutter im Urlaub in Ägypten den wir zu zwölft das Jahr vorher gebucht hatten. Dieser Urlaub war für mich eher der Horror, da ich kurz vor dieser Attacke dachte "Du kannst doch nicht hier im Urlaub in Ägypten so weit weg sein, wenn deine Mutter auf dem Friedhof liegt." Vorher war ich abgelenkt mit Hochzeitsvorbereitungen, da mir mein Mann 1 Monat nach dem Tod meiner Mutter einen Antrag machte. Dann denk ich immer, nachdem was sie mir alles angetan hat, dürfte es mich doch gar nicht so verletzen. Sie war nie lieb zu mir, warum dann eine Träne vergießen? Warum diesen ganzen Schmerz fühlen wenn ich ihr so oft egal war? Und selbst für dieses Denken habe ich schon ziemlich viel geweint. Meine Trauer kommt immer dann wenn ich allein bin und Zeit für mich habe. Vor meiner eigenen Wut habe ich Angst bzw. war ich noch nie unkontrolliert wütend oder traurig. Wie kann ich damit besser umgehen? Wenn ich ehrlich bin habe ich Angst das wenn ich wütend bin ich eine Herzrhythmusstörung bekomme...

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
Ich bin kein Arzt und kann darum nicht viel zu der Herzrhythmusstoerung sagen. Haben Sie dafuer Medikamente oder Anweisungen von Ihrem Arzt fuer den Fall, dass diese auftretetn?

Es ist nicht ungewoehnlich, dass der Koerper reagiert, wenn mit der Seele etwas nicht stimmt. Vielleicht waere es hilfreich, wenn Sie nach einer Therapie Ausschau halten, die sich ganz gezielt mit psychsomatischen Symptomen befasst. Ihnen also hilft zu verstehen, wie Ihr Koerper reagiert, wenn Ihre Gefuehle stark werden.

Auch eine Gestalttherapie hat sich hilfreich fuer Menschen erwiesen, die Schwierigkeiten haben, an Wut und Traurigkeit "heranzukommen" - es ist eine sehr ganzheitliche Therapie, die auch den Koerper miteinbezieht. Leider wird sie von der Krankenkasse nicht bezahlt. Trotzdem wuerde ich Ihnen empfehlen, sich da einmal umzuhoeren.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

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„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
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