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InternetCoach
InternetCoach, Master
Kategorie: Beziehung
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Psychotherapeutin, Familientherapeutin, Drogenberatung
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Bin seit fast zwei Jahren mit meinem Mann verheiratet,vorher

Kundenfrage

Bin seit fast zwei Jahren mit meinem Mann verheiratet,vorher lief alles gut.Aber jetzt muß ich um Sex betteln.Ich habe das Gefühl,das ich ihn nicht mehr interesiere.Er starrt immer jungen hüpschen Frauen nach.Er ist 42 und ich 52.Meine Frage kann das sein das er jemand anders hat?Er bennimmt sich so merkwürdig mir gegen über.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Beziehung
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank fuer die vertrauensvoll gestellte Frage. Ich vermute, dass Ihr Mann gerade sehr mit sich selbst beschaeftigt ist und versucht, eine Lebenskrise zu meistern. Ich weiss natuerlich nicht, ob er eine Affaere hat, aber es ist in dieser "midlife Krise" durchaus moeglich, dass Maenner eine Beziehung zu einer juengeren Frau suchen, um die eigene Jugend nocheinmal zu erleben. Fuer andere ist es genug, "nur" zu schauen.

Hier sind zusaetzliche Informationen ueber diese Krise: Für viele Betroffene ist es ein Gefühl, als ob ihnen mit einem Mal der Boden unter den Füßen weggezogen worden wäre. Der ca. 40- bis 55-jährige Mann, den sie lieben, – bislang ein überaus netter, verlässlicher und verantwortungsvoller Partner, mit dem sie eine durchaus glückliche Beziehung (mit ganz normalen Höhen und Tiefen) zu führen schienen – verändert sich plötzlich fast bis zur Unkenntlichkeit. Er wird womöglich distanzierter, zieht sich in sich selbst zurück, wirkt depressiv, unruhig oder unzufrieden. Sagt, er braucht mehr Raum für sein eigenes Leben. Grübelt über verpasste Chancen, unausgelebte Träume, nicht realisierte Pläne. Er wird sich bewusst, dass mindestens die Hälfte seines Lebens schon hinter ihm liegt und fragt sich, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Zeit, um endlich das zu tun, was er bisher versäumt hat. Zeit, sich endlich richtig lebendig zu fühlen. Zeit, um der Ahnung, dass er eines Tages sterben wird, etwas entgegenzusetzen.

Die Reaktionen auf die explosive Mischung aus Unzufriedenheit über den bisherigen Lebensweg, depressiven Gedanken über die eigene Sterblichkeit und dem plötzlichen Verlangen nach intensiv gelebtem Leben sind unterschiedlich. Der Kauf eines Sportwagens oder anderer Statussymbole klingt wie ein Klischee, ist aber durchaus für manche Männer in der Lebensmitte eine Option. Bei anderen ist eher ein unvermittelter Ausstieg aus dem wenig befriedigenden Job – und damit häufig ein gravierender Verlust von materieller Sicherheit für die ganze Familie – ein Thema. Kaum eine Verhaltensweise eines Mannes in der Midlife-Crisis trifft die Partnerin allerdings im Allgemeinen derart vernichtend wie die mit am häufigsten gewählte Zuflucht aus der verwirrenden Welt seiner unausgeglichenen Stimmungslage: sexuelle Abenteuer oder gar eine ernsthafte Affäre.

http://www.wege-durch-die-krise.de/

Wenn moeglich, empfehle ich Ihnen mit Ihrem Mann ueber eine moegliche midlife crisis zu sprechen und vielleicht eine Paartherapie in Erwaegung zu ziehen, um diese Krise zu meistern.

Wenn diese Versuchee nicht gelingen, dann ist es wichtig, dass Sie fuer sich Wege finden, Ihre eigenen Gefuehle zu verarbeiten und zu erkennen, dass letztendlich Sie fuer Ihr Leben und Ihr Glueck verantwortlich sind, da Sie das Verhalten Ihres Mannes nicht wirklich kontrollieren koennen. Mit jedem selbst entwickelten Zukunftsplan, mit jedem eigenen Projekt, jeder Unternehmung, die unabhängig vom Partner ist, erschließt sie sich ein dringend notwendiges Stück emotionaler Unabhängigkeit, das ihr für das eigene Leben neue Perspektiven bietet. Eine der wichtigsten und wertvollsten Erkenntnisse, die betroffene Frauen aus dem schmerzhaften Entwicklungsprozess mitnehmen, den ihr Partner unwillkürlich durch seine Midlife-Crisis angestoßen hat, lautet daher: „Ich bin nicht emotional abhängig von dem Mann, den ich geliebt habe (und möglicherweise immer noch liebe). Die Verantwortung für mein Glück liegt ganz und gar in meinen eigenen Händen.“

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort trotz ihrer Kuerze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

 

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.



Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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