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diplompsychologe
diplompsychologe, Diplom
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  universitärer Abschluss in
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo, ich wei gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich befinde

Kundenfrage

Hallo, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich befinde mich momentan in einer schwierigen Lage. Kurz zu meiner Situation: Ich bin 34 Jahre (von Geburt an stark sehbehindert), seit 11 Jahren verheiratet (Mann ebenfalls stark sehbehindert) und wir haben 2 Kinder von 8 und 5 Jahren. Es läuft seit vielen Jahren in unserer Beziehung nicht so, wie man sich das vorstellen würde. Nach der Geburt unseres Sohnes (8) hatte ich den Eindruck, daß es meinem Mann alles zu viel wird. Damals verlor er auch seinen Job und ich schob es darauf, das er mit der neuen Situation erst lernen muß umzugehen. Er schimpfte viel mit unserem Sohn und war schnell gereitzt und genervt. Mein Mann fand leider keine passende Arbeit und mußte von einem Callcenter ins nächste wechseln. Wir waren uns oft nicht einig, was die Kindererziehung betrifft. Unser Sohn war/ist sehr hibbelig, starrsinnig und lies damals keinerlei Kompromisse zu. In der Kita fiel auf, dass er Probleme im sozial/emotionalen Bereich hat. Er konnte sich überhaupt nicht in andere Menschen reinversetzen und deren Gefühle nachempfinden. Wir sind seitdem im SPZ mit ihm in Behandlung. Unser Gedanke XXXXX XXXXX bestätigte sich nie so richtig. Bei unserer Tochter haben wir das Problem so nicht gehabt. Sie entwickelt sich "normal". Mein Mann machte immer unseren Sohn für alles verantwortlich und schimpfte viel (auch Ausdrücke kamen da ins Spiel). Er hat auch oft eins auf den Po bekommen und ich muß zugeben, dass ich mich da von meinem Mann hab anstecken lassen. ich war kräftemäßig auch so am Ende, dass das einfach passiert ist. Es tut mir wahnsinnig Leid und ich hab mir vorgenommen, dagegen anzukämpfen. Es kommt noch ein Problem hinzu, welches auch sehr komplex ist. Mein Mann fühlt sich von meinem Vater nicht akzeptier, weil er eben sehbehindert und mit türkischer Abstammung ist. Er unterstellt meinem Vater alles mögliche, woran ich niemals denken würde. Mein Vater kann auch sehr dominant sein und kann einen in die Ecke "reden", aber ich würde ihm keine Böswilligkeit unterstellen. Dieser ganze Pessimismus meines Mannes gepaart mit der Geizigkeit hat das Fass dann auch zum überlaufen gebracht. Ich hab in den vergangenen Jahren mehrmals versucht die Probleme zu klären, aber es ist mir nicht gelungen. Ich bekam einen Hörsturz und war 1 Jahr krankgeschrieben. Mein Mann unterstellte mir, dass ich simuliere nur um nicht arbeiten gehen zu müssen. Als er letztes Jahr wieder seine Arbeit verlor, weil er doll krank war, schob er die Schuld auf mich, weil ich ihn dazu überredet hätte zum Arzt zu gehen und zu Hause zu bleiben. Als ich ihm nun am WE so richtig klar machte, daß ich es wirklich ernst meine, dass ich die Trennung möchte, brach er richtig seelisch zusammen. Er weinte wie ein Kind, sah alle seine Fehler ein (und das war wirklich nicht gespielt), wußte nicht ein noch aus und äußerte sogar Todesgedanken. Nun hatte ich natürlich ein schlechtes Gewissen und frage mich, ob es wirklich richtig ist ihn zu verlassen. Dass er sich was antut, möchte ich ja auf keinen Fall. Ich möchte ihm auch nicht die Kinder wegnehmen. Ich möchte, daß wir uns gemeinsam um die Kinder kümmern. Wohnen sollen sie bei mir. Er kann sie aber sehen, wann er und vor allem wann die Kinder das möchten. Ich war am WE auch ganz durcheinander. Ich stelle mir so Fragen wie: "Ist es wirklich richtig, was ich tu. Kommen die Kinder damit zurecht? Wie kann ich ihm helfen, besser mit dieser Situation umzugehen? Kann man Mitleid und Liebe miteinander verwechseln?" usw. usw. Vielleicht können Sie ja etwas Licht und vor allem Durchblick in mein Dunkel bringen? Haben Sie einen Rat für micn? Mit freundlichen Grüßen St. F.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Beziehung
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem, es ist nicht leicht den letzten Schritt in Richtung Trennung zu gehen, auch wenn man überzeugt davon ist, dass diese Entscheidung die Richtige ist. Sie möchten wissen ob man Mitleid mit Liebe verwechseln kann- diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Mitleid ist eine Emotion die man Menschen entgegenbringt die einem nahestehen und/oder die schwere Schicksalsschläge erlitten haben… man fühlt also mit dem Betroffenen. Liebe ist ebenfalls eine Emotion, hier muss man wieder differenzieren die Liebe allgemein –damit würde ich erklären auch die Form der Nächstenliebe, diese schließt auch die Möglichkeit Mitleid zu empfinden ein. Die Liebe zwischen zwei Menschen dagegen ist mehr, Sie ist gegenseitiges aneinander wachsen, voneinander lernen, gegenseitig füreinander einstehen, gemeinsame Unternehmungen, sich gegenseitig helfen, Verständnis entgegenzubringen, gemeinsam die Kinder großzuziehen usw.- sie ist einfach ein mehr als das Gefühl von Mitleid. Soviel zu meinem Verständnis von Liebe und Mitleid was natürlich von jedem einzelnen subjektiv erklärt wird. Es ist nur natürlich dass Sie im Moment in einem Gefühlschaos sind und verstärkt wird dies noch durch die Suizidandrohungen Ihres Ehemannes. Diese sind auch immer ernst zu nehmen, verständigen Sie im Wiederholungsfall bitte entweder die Polizei (112) oder den Notarzt und schildern Sie die Situation. Ihr Mann wird dann psychotherapeutische Hilfe bekommen um mit der Situation besser klarzukommen. Sie sind nicht dafür verantwortlich wenn Ihr Mann in dieser Krise keine anderen Bewältigungsstrategien kennt als Ihnen mit Selbstmord zu drohen. Sie haben zum jetzigen Zeitpunkt erkannt dass Ihnen diese Ehe nicht gut tut und auch schon körperliche Erkrankungen nach sich ziehen (Hörsturz). Sie haben auch die Möglichkeit mit Ihrem Mann zusammen zu versuchen, mit Hilfe einer Paartherapie / Eheberatung das Zusammenleben wieder für Sie lebenswert zu gestalten. Dies setzt natürlich auch einen Änderungswillen bei Ihrem Mann voraus. Die Entscheidung welchen Weg Sie gehen sollen, kann Ihnen keiner abnehmen, Sie allein müssen für sich entscheiden ob Sie an den Änderungswillen Ihres Mannes glauben und Sie noch so viel Vertrauen haben an Ihre Liebe zu glauben, oder ob durch die vergangenen emotionalen Verletzungen, die Ihr Mann Ihnen und Ihrem Sohn zugefügt hat, hier keine Aussicht mehr auf Heilung besteht. Sie erwähnten ebenfalls die türkische Abstammung Ihres Mannes, auch hier müssen Sie versuchen zu differenzieren mit welchem Weltbild Ihr Mann aufgewachsen ist, wie im Rahmen der Erziehung im Elternhaus, ihm die Rolle des Mannes und der Frau in der Familie vermittelt wurde. Auch dies kann zu Spannungen führen, da das Rollenverständnis hier doch sehr unterschiedlich sein kann.

Ich würde Ihnen abschließend empfehlen, auf jeden Fall an sich zu denken und an Ihren Sohn, denn die Spannungen in der Ehe bekommen Kinder immer mit und leiden ebenfalls, was sich dann auch in bestimmten Verhaltensauffälligkeiten zeigt.

Ich bin mir sicher Sie werden, die richtige Entscheidung treffen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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