So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Ausländerrecht
Zufriedene Kunden: 22090
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Ausländerrecht
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Ausländerrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Ich bin deutscher seit Geburt, meine Ehefrau ist deutsche durch

Kundenfrage

Ich bin deutscher seit Geburt, meine Ehefrau ist deutsche durch Einbürgerung seit 2013.
Wir sind 15 Jahre verheiratet und haben 2 eheliche Kinder (deutsch). Meine Frau hat noch ein Sohn in Venezuela (venezolaner) (nur Mutter steht in der Geburtsurkunde). Der Sohn ist 18 Jahre alt. Mit welchem Visum bekommen wir ihn auf Dauer am besten nach Deutschland ?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Ausländerrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Würde denn die Möglichkeit bestehen, dass dem Sohn ein Studien- oder Arbeitsplatz beschafft wird?


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Er hat venezulanisches Abitur, spricht wenig deutsch.
Wir wollten als erstes das er deutsch lernt, und dann studiert.
Ich bin Geschäftsführer einer IT Firma, ich könnte ich ein Job besorgen mit geringen Einkommen von circa 1.500 Brutto, wenn das nötig wäre und es nicht über Schule/Studium geht.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Klarstellungen!

Zunächst zu einem etwaigen Anspruch auf Familienzusammenführung zu der in D lebenden Mutter:

Ein Nachzug kann nur auf der Grundlage des § 36 AufenthG erfolgen.

§ 36 AufenthG setzt jedoch voraus, dass die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte erforderlich sein muss.

Danach kann einem sonstigen Familienangehörigen eine Aufenthaltserlaubnis zum Familiennachzug erteilt werden, wenn es zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte erforderlich ist.

Bei § 36 AufenthG handelt es sich um eine Ausnahmevorschrift, deren Anwendbarkeit nur unter sehr engen Voraussetzungen in Betracht kommen kann. Die Rechtsprechung vertritt hierzu die Auffassung, dass eine außergewöhnliche Härte nur dann anzunehmen ist, wenn im konkreten Einzelfall gewichtige Umstände vorliegen, die im Vergleich zu den übrigen geregelten Fällen des Familiennachzugs ausnahms­weise die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis gebieten. Die mit der Versagung der Aufenthaltserlaubnis eintretenden Schwierigkeiten müssen nach ihrer Art und Schwere so ungewöhnlich und groß sein, dass die Versagung der Aufenthaltserlaubnis als schlechthin unvertretbar anzusehen ist.

 

Dies setzt voraus, dass der im Ausland lebende Familienangehörige ein eigenständiges Leben nicht führen kann, sondern auf die Gewährung familiärer Lebenshilfe angewiesen ist und dass diese Hilfe in zumutbarer Weise nur im Bundesgebiet erbracht werden kann. Ein solches Bedürfnis kann nach der Rechtsprechung beispielsweise bei schwerwiegender Erkrankung oder Behinderung oder bei fortgeschrittenem Alter mit Pflegebedürftigkeit vorliegen.

 

Diese Voraussetzungen werden in der aufenthaltsrechtlichen Praxis nur sehr selten erfüllt, und nach Ihren Angaben gehe ich vorliegend davon aus, dass diese im Falle des Sohnes nicht gegeben sind. Daher rate ich an, eine Aufenthaltserlaubnis für den Sohn zunächst nach § 16 Absatz 5 AufenthG zu beantragen - Teilnahme an einem Sprachkurs:

 

http://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__16.html

 

Die Erteilungsvoraussetzungen - insbesondere Sicherung des Lebensunterhaltes und Wohnraum - dürften von Ihnen hier ohne weiteres sichergestellt werden.

 

Nach Abschluss des Sprachkurs kann sodann eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18 - Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit - ins Auge gefasst werden.

 

Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Sie bewerten, indem Sie einmal auf einen der Smileys/Buttons klicken - entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service".


Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Besteht noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Ist das nicht der Fall, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten. Sie bewerten, indem Sie einmal entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service" klicken.


Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Seien Sie so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, so fair zu sein, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Teilen Sie mir bitte mit, was Sie an der Abgabe einer positiven Bewertung hindert.

Ihre Anfrage ist umfassend und ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, gemäß den geltenden Vertragsbedingungen eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Ausländerrecht