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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Ausländerrecht
Zufriedene Kunden: 21562
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Ausländerrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte,ich kenne einen jungen Mann ( Kosovo

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwälte, ich kenne einen jungen Mann ( Kosovo - Roma), seine Eltern kamen 1991 nach Deutschland. Beide Elternteile haben hier in Deutschland bis zur angekündigten Abschiebung gearbeitet. Der junge Mann ( 21 J. ) ist hier in Deutschland geboren. Er hat die deutsche Schule besucht, wenn auch ( leider unregelmässig ) da er durch eine Behördenwillkür auf die Sonderschule für geistig -Schwerstbehinderte abgechoben wurde. Dort hatte er sich, da er als einziger Normal war, den ganzen Tag um Windel zu wechseln und füttern seiner Mitschüler zu kümmern, anstatt zu lernen. Er beherscht die deutsche Sprache zu 100 % in Wort und Schrift. Das was er kann hat er sich selber durch Freunde beigebracht. Er hat nie Möglichkeit bekommen eine Ausbildung zu machen. Er ist nicht staffällig geworden, hat nie Sozialhilfe bezogen, er hat sich durch die Unterstützung seiner Familie und durch kleinere Arbeiten immer über Waser gehalten. Seit 8 Monaten will man ihn nun mit Gewalt abschieben, obwohl er im Kosovo weder Verwandte, noch Wohnung, noch sonst irgendwas besitzt. Er kennt das Land nicht, er spricht die dortige Sprache nur sehr bruchstückhaft, da er sich geweigert hat diese zu lernen. Seit dieser Zeit ist er und seine deutsche Freundin nun mehr oder weniger auf der Flucht vor den Behörden. Nun ist seine Freundin schwanger und er hat die Möglichkeit eine geregelte Arbeit aufzunehmen, Arbeitsvertrag liegt vor, Wohnung ist ebenfalls gesichert. Er hat keinen größeren Wunsch als mit seiner Freundin und dem zukünftigen Baby ein normales Leben zu führen. Wie können wir ihm helfen dieses zu verwirklichen und wie kann die Abschiebung gestoppt werden. Er ist schon so verzweifelt, das er darüber nachdenkt seinem Leben ein Ende zu setzen. Bitte helfen Sie uns. Für Ihre Hilfe bedanken wir uns schon im Voraus recht herzlich. Mit freundlichen Grüßen XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Ausländerrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Ist denn die Abschiebung bereits für vollziehbar erklärt und terminiert worden?


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Hüttemann,


 


die Abschiebung sollte bereits am 18.09.2012 vollzogen werden.


 


Mit freundlichen Grüßen


Sonja Haase

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Klarstellung.

Letztlich geht es Ihrem Bekannten ja darum, dauerhaft in Deutschland zu verbleiben. Ein solches dauerhaftes Aufenthaltsrecht kann ihm nur ein regulärer Aufenthaltstitel nach dem AufenthG verschaffen. Zwar wäre in Anbetracht der geschilderten Umstände wohl auch eine neuerliche Verlängerung der Duldung denkbar - dies ist aber letztlich für Ihren Bekannten nicht zielführend.

Daher sollte Ihr Bekannter nunmehr eine Aufenthaltserlaubnis auf der Grundlage des § 18 AufenthG beantragen - Aufnahme einer Beschäftigung. Die Voraussetzungen für einen solchen Aufenthaltstitel wird Ihr Bekannter erfüllen, da er einen Arbeitsvertrag und eine Unterkunft vorweisen kann.

Bis zur Erteilung dieser Aufenthaltserlaubnis kann Ihr Bekannter eine so genannte Fiktionsbescheinigung beantragen. Diese Fiktionsbescheinigung legalisiert seinen Aufenthalt in Deutschland bis zur Erteilung der Aufenthaltserlaunis zur Arbeitsaufnahme.

Rechtsgrundlage hierfür ist § 81 AufenthG:

(1) Die Erteilung eines Aufenthaltstitels erfolgt nur auf Antrag, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

(2) Ein Aufenthaltstitel, der nach Maßgabe der Rechtsverordnung nach § 99 Abs. 1 Nr. 2 nach der Einreise eingeholt werden kann, ist unverzüglich nach der Einreise oder innerhalb der in der Rechtsverordnung bestimmten Frist zu beantragen. Für ein im Bundesgebiet geborenes Kind, dem nicht von Amts wegen ein Aufenthaltstitel zu erteilen ist, ist der Antrag innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt zu stellen.

(3) Beantragt ein Ausländer, der sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhält, ohne einen Aufenthaltstitel zu besitzen, die Erteilung eines Aufenthaltstitels, gilt sein Aufenthalt bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde als erlaubt. Wird der Antrag verspätet gestellt, gilt ab dem Zeitpunkt der Antragstellung bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde die Abschiebung als ausgesetzt.

(4) Beantragt ein Ausländer die Verlängerung seines Aufenthaltstitels oder die Erteilung eines anderen Aufenthaltstitels, gilt der bisherige Aufenthaltstitel vom Zeitpunkt seines Ablaufs bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde als fortbestehend.

(5) Dem Ausländer ist eine Bescheinigung über die Wirkung seiner Antragstellung (Fiktionsbescheinigung) auszustellen.




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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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