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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Ausländerrecht
Zufriedene Kunden: 385
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitsrecht
60461484
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rafozouni ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Meine Frage fällt speziell

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine Frage fällt speziell unter dem Ausländerrecht. Ich bin im Jan. 2009 mit einem Visum zur Familienzusammenführung nach Deutschland zugezogen, mit Wohnhaft in Frankfurt am Main (Hessen). Zur Zeit bin ich noch mit einem deutschen Staatsbürger verheiratet lebe jedoch seit Oktober 2011 getrennt. Laut meinen Informationen hat sich das Ausländergesetz in Punkto Zusammenleben von zwei auf drei Jahren geändert die ich mit meinem noch Ehemann hätte zusammenleben müssen. Allerdings habe ich mittlerweile eine neue Beziehung in welcher ich sehr glücklich bin.

Um auf meine Frage zu kommen. Besteht die Mögleichkeit der Ausweisung obwohl ich die drei Jahre Zusammenleben nicht erfülle sollte ich die Scheidung durchziehen ein wieteres Zusammenleben ist nach diversen Vorfällen nicht mehr möglich.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Ausländerrecht
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

ihre Anfrage möchte ich gern wie folgt beantworten:

In § 31 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) wurde mit Geltung ab dem 01.07.2011 der erforderliche Zeitraum des Bestehens der ehelichen Lebensgemeinschaft tatsächlich von zwei Jahren auf drei Jahre erhöht.

Insoweit kommt auf den ersten Blick für sie ein eigenständiges Aufenthaltsrecht nicht in Betracht.

Der dreijährige Bestand der ehelichen Lebensgemeinschaft ist allerdings nicht zwingend Voraussetzung, vielmehr lässt § 31 Abs. 2 AufenthG Ausnahmen zu. Diese Vorschrift hat folgenden Wortlaut:

"Von der Voraussetzung des dreijährigen rechtmäßigen Bestandes der ehelichen Lebensgemeinschaft im Bundesgebiet nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 ist abzusehen, soweit es zur Vermeidung einer besonderen Härte erforderlich ist, dem Ehegatten den weiteren Aufenthalt zu ermöglichen, es sei denn, für den Ausländer ist die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis ausgeschlossen. Eine besondere Härte liegt insbesondere vor, wenn dem Ehegatten wegen der aus der Auflösung der ehelichen Lebensgemeinschaft erwachsenden Rückkehrverpflichtung eine erhebliche Beeinträchtigung seiner schutzwürdigen Belange droht oder wenn dem Ehegatten wegen der Beeinträchtigung seiner schutzwürdigen Belange das weitere Festhalten an der ehelichen Lebensgemeinschaft unzumutbar ist; dies ist insbesondere anzunehmen, wenn der Ehegatte Opfer häuslicher Gewalt ist. Zu den schutzwürdigen Belangen zählt auch das Wohl eines mit dem Ehegatten in familiärer Lebensgemeinschaft lebenden Kindes. Zur Vermeidung von Missbrauch kann die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis versagt werden, wenn der Ehegatte aus einem von ihm zu vertretenden Grund auf Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch angewiesen ist."

Sie sprechen davon, dass ihnen ein weiteres Zusammenleben nach diversen Vorfällen nicht möglich gewesen ist. Mithin könnten in Ihrem Fall die Voraussetzungen der zitierten Vorschrift vorliegen und Ihnen daher unabhängig davon, dass Sie mit Ihrem Ehemann nicht drei Jahre zusammengelebt haben, ein weiteres Aufenthaltsrecht zustehen.

Ich hoffe, Ihnen hiermit gedient zu haben und würde mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Fozouni
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragestellerin

wie ich sehe, haben sie sich die Antwort noch nicht angeschaut. Wie gesagt, würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.
Für eventuelle Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Fozouni
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich erinnere höflich an die (hoffentlich positive

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