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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Ausländerrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

hallo ich bin aram er aus der t rkei und habe die t rkische

Kundenfrage

Hallo ich bin Aramäer aus der Türkei und habe die türkische Staatsangehörigkeit, lebe seid 36jahren (unbefristet) in Deutschland (Hamburg), meine Eltern und Geschwister haben die deutsche Staatsbürgerschaft, ich habe meine Schule und Ausbildung in Deutschland gemacht. Mein Wohnsitz in der BRD und meine Arbeit seid 20jahren in Deutschland, und mitlerweile arbeite ich seid 12jahren bei einem grossen Automobilhersteller als Schlosser, habe Grundbesitz in Deutschland, ich bin seid 3jahren verheiratet,meine Frau ist deutsche (noch keine Kinder), hatte in meiner Vergangenheit mit dem Gesetz(Polizei) zu tun gehabt! Frage: würde ich meine deutsche Staatsangehörigkeit bekommen, wenn ich diese beantrage und wie lange würde dieses dauern?! (ich möchte gerne die türkische staatsangehörigkeit abgeben)!!!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Ausländerrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Der Anspruch auf Einbürgerung entsteht, wenn die folgenden Voraussetzungen vorliegen:
Sie schreiben, Sie hätten in Ihrer Vergangenheit Probleme mit dem Gesetz gehabt. Hierbei kommt es darauf an, warum Sie Probleme hatten und ob hier eine Verurteilung erfolgte. Grundsätzlich ist auch bei kleineren Straftaten noch eine Einbürgerung möglich, spätestens dann, wenn die Strafen aus dem Zentralregister gelöscht wurden.

Eine Verurteilung wegen einer schweren Straftat macht die Einbürgerung unmöglich. Das gilt - grundsätzlich - auch für Verurteilungen im Ausland.

Nach Ablauf von einigen Jahren ist eine Einbürgerung wieder möglich, wenn die Straftat aus dem Bundeszentralregister gestrichen wurde.

Geringfügige Verurteilungen stehen der Einbürgerung nicht entgegen, wenn folgende Strafen verhängt wurden:

  • Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmittel nach dem Jugendgerichtsgesetz
  • Geldstrafen von bis zu 180 Tagessätzen oder
  • Freiheitsstrafen von bis zu 6 Monaten, wenn sie zur Bewährung ausgesetzt wurden und die Strafe nach Ablauf der Bewährungszeit erlassen wurde.

Bei höheren Strafen kann die Einbürgerungsbehörde im Einzelfall trotzdem einbürgern.

Verurteilungen zu Straftaten im Ausland müssen der Einbürgerungsbehörde angegeben werden. Das gleiche gilt für ein laufendes Ermittlungsverfahren.

Eine Löschung aus dem Führungszeugnis erfolgt in der Regel nach 3 Jahren.

Die Dauer des Einbürgerungsverfahren hängt von vielen Faktoren ab, so dass Ihnen diesbezüglich keine verlässliche Bearbeitungszeit genannt werden kann.

Nehmen Sie zu Ihrer Ausländerbehörde Kontakt auf und erfragen dort Ihre Einbürgerungsstelle. Dort sollten Sie einen Beratungstermin in Anspruch nehmen und das entsprechende Antragsformular abholen. Hier kann man Ihnen auch in etwa etwas zu den Bearbeitungszeiten dann sagen.

Wenn es sich bei Ihren Problemen mit dem Gesetz um kleinere Straftaten gehandelt haben sollte, dürfte aufgrund Ihrer Schilderung nichts gegen eine Einbürgerung sprechen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, fragen Sie bitte nach.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage oder ist etwas unklar geblieben?

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