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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Ausländerrecht
Zufriedene Kunden: 19776
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Ausländerrecht
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, meine Name ist Pit Hanzl, br / br / Frau Gasorn ist ist thail ndische

Kundenfrage

Guten Tag, meine Name ist P. H., Frau G. ist ist thailändische Staatsbürgerin, verfügt derzeit über eine 1-jährige Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis in Schweden, hat somit ein Schengenvisum bis 17.Februar 2011, befindet sich gerade in Deutschland zu Gast in meiner Firma. Sie sollte in Zukunft die Exportgeschäfte nach Thailand tätigen und die deutsche Sprache lernen. Dazu muß sie eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland bekommen. Ist das Möglich und wie gehen wir vor?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Ausländerrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr H,,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

In Betracht kommt die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Erwerbstätigkeit.

In der Regel kann unter den folgenden Voraussetzungen eine Aufenthaltserlaubnis für eine nichtselbständige Erwerbstätigkeit erteilt werden:
-die angestrebte Beschäftigung setzt eine qualifizierte Berufsausbildung voraus und der Antragsteller besitzt diese Berufsqualifikation
-der Antragsteller kann ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorweisen
-die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis für diese Berufsgruppe ist durch Rechtsverordnung vorgesehen
-die Bundesagentur für Arbeit stimmt der Beschäftigung zu

In den meisten Fällen wird die Bundesagentur für Arbeit ihre Zustimmung nur erteilen, wenn bevorzugte Arbeitnehmer, vor allem Deutsche, EU-Bürger sowie Bürger aus Island, Liechtenstein und Norwegen nicht zur Verfügung stehen.

 

Auch ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit kann eine Aufenthaltserlaubnis zwecks nichtselbständiger Erwerbstätigkeit erteilt werden, wenn die Beschäftigung auf Grund einer Rechtsverordnung zustimmungsfrei ist. Das betrifft insbesondere Tätigkeiten, die keine nachteiligen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt erwarten lassen, weil es bei den Tätigkeiten um individuelle Leistungen geht, die nicht durch andere Arbeitnehmer erbracht werden können.

Zudem müssen die allgemeinen ausländerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein.
Insbesondere setzt die Erteilung des Aufenthaltstitels voraus, dass der Lebensunterhalt gesichert ist. Der Lebensunterhalt ist dann gesichert, wenn er ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel bestritten werden kann. Darüber hinaus darf kein Ausweisungsgrund vorliegen, und es müssen die geltenden Einreisevorschrfiten (Visapflicht) beachtet werden.

Grundsätzlich ist vor diesem Hintergrund die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis möglich. Sie sollten zur Abklärung der weiteren Schritte die für Sie zuständige Ausländerbehörde aufsuchen. Sie wird Ihnen auch mitteilen können, ob es in diesem Fall der Einbindung der Bundesagentur für Arbeit bei der Erteilungsentscheidung bedarf, oder ob die angestrebte Tätigkeit zustimmungsfrei wäre, so dass bei Vorliegen aller Voraussetzungen die Ausländerbehörde die Aufenthaltserlaubnis erteilen könnte, ohne die Arbeitsverwaltung zu beteiligen.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)



Verändert von marion-mod am 14.01.2011 um 14:12 Uhr EST
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr H.,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

In Betracht kommt die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Erwerbstätigkeit.

In der Regel kann unter den folgenden Voraussetzungen eine Aufenthaltserlaubnis für eine nichtselbständige Erwerbstätigkeit erteilt werden:
-die angestrebte Beschäftigung setzt eine qualifizierte Berufsausbildung voraus und der Antragsteller besitzt diese Berufsqualifikation
-der Antragsteller kann ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorweisen
-die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis für diese Berufsgruppe ist durch Rechtsverordnung vorgesehen
-die Bundesagentur für Arbeit stimmt der Beschäftigung zu

In den meisten Fällen wird die Bundesagentur für Arbeit ihre Zustimmung nur erteilen, wenn bevorzugte Arbeitnehmer, vor allem Deutsche, EU-Bürger sowie Bürger aus Island, Liechtenstein und Norwegen nicht zur Verfügung stehen.

 

Auch ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit kann eine Aufenthaltserlaubnis zwecks nichtselbständiger Erwerbstätigkeit erteilt werden, wenn die Beschäftigung auf Grund einer Rechtsverordnung zustimmungsfrei ist. Das betrifft insbesondere Tätigkeiten, die keine nachteiligen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt erwarten lassen, weil es bei den Tätigkeiten um individuelle Leistungen geht, die nicht durch andere Arbeitnehmer erbracht werden können.

Zudem müssen die allgemeinen ausländerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein.
Insbesondere setzt die Erteilung des Aufenthaltstitels voraus, dass der Lebensunterhalt gesichert ist. Der Lebensunterhalt ist dann gesichert, wenn er ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel bestritten werden kann. Darüber hinaus darf kein Ausweisungsgrund vorliegen, und es müssen die geltenden Einreisevorschrfiten (Visapflicht) beachtet werden.

Grundsätzlich ist vor diesem Hintergrund die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis möglich. Sie sollten zur Abklärung der weiteren Schritte die für Sie zuständige Ausländerbehörde aufsuchen. Sie wird Ihnen auch mitteilen können, ob es in diesem Fall der Einbindung der Bundesagentur für Arbeit bei der Erteilungsentscheidung bedarf, oder ob die angestrebte Tätigkeit zustimmungsfrei wäre, so dass bei Vorliegen aller Voraussetzungen die Ausländerbehörde die Aufenthaltserlaubnis erteilen könnte, ohne die Arbeitsverwaltung zu beteiligen.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)



Verändert von marion-mod am 14.01.2011 um 14:12 Uhr EST
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hüttemann, erstmal vielen Dank für die schnell Antwort. Dazu hab ich noch einige Fragen.

... zum Zwecke der Erwerbstätigkeit ...

1. der Antragsteller hat keine Berufsausbildung, aber ca. 9 Jahre auf ähnlichem Gebiet als Angestellte gearbeitet. Reicht das aus? Wenn ja, welche Dokumente sind notwendig?

2. der Antragsteller kann bei mir eine Zusage auf einen festen Arbeitsplatz als Export- Importbearbeiterin als auch Unterkunft erhalten, ist dies durch die Rechtsverordnung vorgesehen oder müssen wir anders formulieren?

3. unter welchen Bedingungen stimmt die Agentur für Arbeit zu? ... wir eine erfahrene Fachfrau mit thailändischen, englischen und etwas chinesischen Sprachkenntnissen benötigen....

4. Die Antragstellerin auch die deutsche Sprache hier lernen muß .... oder ist die Sprachprüfung schon jetzt Bedingung für die Arbeitsgenehmigung?

Die AS besitzt nur Hochschulreife (thailändisches Mittlere Reife)

Nachdem das Visum am 17.2.2011 ausläuft, gibt es dennoch die Möglickeit auf die Aufenthaltserlaubnis? muß dazu ein neues Visum beantragt werden, zumal dieses Visum mit Arbeitserlaubnis für / von Schweden ausgestellt ist?

5. Kann die Ausländerbehörde dann in diesem Falle die Aufenthaltsgenehmigung überhaupt erteilen? und wielange kann diese erteilt werden? Muß die AS dazu nicht ausreisen und mit neuem Visum wieder einreisen? auch ohne Sprachprüfung?

mit der Bitte um Stellungnahme

und besten Grüßen

Pit Hanzl

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag und die ergänzenden Informationen.

zu 1. und 3.) Der Arbeitsmarktzugang von drittstaatsangehörigen Ausländern (Nicht-EU) wird durch eine Rechtsverordnung ( Beschäftigungsverordnung ) limitiert. Er ist grundsätzlich auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt und bedarf grundsätzlich der vorherigen Zustimmung der Arbeitsverwaltung. Inwieweit die Voraussetzungen einer Anerkennungsfähigkeit für die angestrebte Beschäftigung vorliegen, kann nicht abschließend beurteilt und ist einer eingehende Prüfung durch die Ausländerbehörde gegebenenfalls im Zusammenwirken mit der Bundesagentur für Arbeit vorbehalten. Im Zuge dieses Verfahrens wird auch die Frage zu klären sein, ob die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis auch ohne einen Berufsausbildungsabschluss in Betracht kommt.

Sie sollten insoweit zeitnah eine so genannte Anerkennungsberatung der Arbeitsverwaltung in Anspruch nehmen, um erste Fragen einer Klärung zuzuführen. Nähere Einzelheiten mit Kontaktdaten zu diesen Einrichtungen finden Sie hier:

http://www.ba-auslandsvermittlung.de/lang_de/nn_2958/DE/LaenderEU/Deutschland/Arbeiten/arbeiten-knoten.html__nnn=true

zu 2.) Neben einer festen Arbeitsplatzzusage und der Stellung einer Unterkunft muss der Lebensunterhalt sichergestellt sein. Dazu noch unter 5.)

zu 4.) Bezüglich der Voraussetzungen zur Erlangung einer Aufenthaltsgenehmigung gilt, dass diese vor der Einreise in Form eines Sichtvermerks (Visum) bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung einzuholen ist. Dieses Visum bedarf der Zustimmung der Ausländerbehörde für den gewünschten Aufenthaltsort, wenn der Ausländer sich für mehr als drei Monate in Deutschland aufhalten oder hier eine Erwerbstätigkeit ausüben will. Die in diesem Bereich zu stellenden Anträge können grundsätzlich nur über die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen eingereicht werden. Das bedeutet also, dass das Visum bei der deutschen Botschaft in Thailand zu beantragen wäre.

zu 5.) Das Genehmigungsverfahren kann bis zu einigen Monaten dauern. Wird die Aufenthaltserlaubnis erteilt, wird diese befristet, in der Regel zunächst auf ein Jahr. Nach Ablauf dieses Jahres kann - bei Vorliegen sämtlicher Voraussetzungen - die Aufenthaltserlaubnis durch die ABH verlängert werden. Bei der Antragstellung in Thailand (Botschaft) ist neben dem Arbeitsvertrag, aus dem sich auch die Höhe der Einkünfte ergeben muss (Lebensunterhalt), auch ein Krankenversicherungsschutz nachzuweisen.
Sprachkenntnisse werden bei erstmaliger Beantragung einer Arbeisterlaubnis dagegen nur in bestimmten Fällen verlangt (etwa Au-Pair). Das so genannte A1-Zertifikat dient nachziehenden Ehegatten als Nachweis der geforderten Sprachkenntnisse, die diese für den Nachzug nach Deutschland benötigen. Will ein Ausländer nach einigen Jahren Aufenthalt eine Niderlassungserlaubnis beantragen, so muss er dann ebenfalls deutsche Sprachkenntnisse nachweisen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag und die ergänzenden Informationen.

zu 1. und 3.) Der Arbeitsmarktzugang von drittstaatsangehörigen Ausländern (Nicht-EU) wird durch eine Rechtsverordnung ( Beschäftigungsverordnung ) limitiert. Er ist grundsätzlich auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt und bedarf grundsätzlich der vorherigen Zustimmung der Arbeitsverwaltung. Inwieweit die Voraussetzungen einer Anerkennungsfähigkeit für die angestrebte Beschäftigung vorliegen, kann nicht abschließend beurteilt und ist einer eingehende Prüfung durch die Ausländerbehörde gegebenenfalls im Zusammenwirken mit der Bundesagentur für Arbeit vorbehalten. Im Zuge dieses Verfahrens wird auch die Frage zu klären sein, ob die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis auch ohne einen Berufsausbildungsabschluss in Betracht kommt.

Sie sollten insoweit zeitnah eine so genannte Anerkennungsberatung der Arbeitsverwaltung in Anspruch nehmen, um erste Fragen einer Klärung zuzuführen. Nähere Einzelheiten mit Kontaktdaten zu diesen Einrichtungen finden Sie hier:

http://www.ba-auslandsvermittlung.de/lang_de/nn_2958/DE/LaenderEU/Deutschland/Arbeiten/arbeiten-knoten.html__nnn=true

zu 2.) Neben einer festen Arbeitsplatzzusage und der Stellung einer Unterkunft muss der Lebensunterhalt sichergestellt sein. Dazu noch unter 5.)

zu 4.) Bezüglich der Voraussetzungen zur Erlangung einer Aufenthaltsgenehmigung gilt, dass diese vor der Einreise in Form eines Sichtvermerks (Visum) bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung einzuholen ist. Dieses Visum bedarf der Zustimmung der Ausländerbehörde für den gewünschten Aufenthaltsort, wenn der Ausländer sich für mehr als drei Monate in Deutschland aufhalten oder hier eine Erwerbstätigkeit ausüben will. Die in diesem Bereich zu stellenden Anträge können grundsätzlich nur über die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen eingereicht werden. Das bedeutet also, dass das Visum bei der deutschen Botschaft in Thailand zu beantragen wäre.

zu 5.) Das Genehmigungsverfahren kann bis zu einigen Monaten dauern. Wird die Aufenthaltserlaubnis erteilt, wird diese befristet, in der Regel zunächst auf ein Jahr. Nach Ablauf dieses Jahres kann - bei Vorliegen sämtlicher Voraussetzungen - die Aufenthaltserlaubnis durch die ABH verlängert werden. Bei der Antragstellung in Thailand (Botschaft) ist neben dem Arbeitsvertrag, aus dem sich auch die Höhe der Einkünfte ergeben muss (Lebensunterhalt), auch ein Krankenversicherungsschutz nachzuweisen.
Sprachkenntnisse werden bei erstmaliger Beantragung einer Arbeisterlaubnis dagegen nur in bestimmten Fällen verlangt (etwa Au-Pair). Das so genannte A1-Zertifikat dient nachziehenden Ehegatten als Nachweis der geforderten Sprachkenntnisse, die diese für den Nachzug nach Deutschland benötigen. Will ein Ausländer nach einigen Jahren Aufenthalt eine Niderlassungserlaubnis beantragen, so muss er dann ebenfalls deutsche Sprachkenntnisse nachweisen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag und die ergänzenden Informationen.

zu 1. und 3.) Der Arbeitsmarktzugang von drittstaatsangehörigen Ausländern (Nicht-EU) wird durch eine Rechtsverordnung ( Beschäftigungsverordnung ) limitiert. Er ist grundsätzlich auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt und bedarf grundsätzlich der vorherigen Zustimmung der Arbeitsverwaltung. Inwieweit die Voraussetzungen einer Anerkennungsfähigkeit für die angestrebte Beschäftigung vorliegen, kann nicht abschließend beurteilt und ist einer eingehende Prüfung durch die Ausländerbehörde gegebenenfalls im Zusammenwirken mit der Bundesagentur für Arbeit vorbehalten. Im Zuge dieses Verfahrens wird auch die Frage zu klären sein, ob die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis auch ohne einen Berufsausbildungsabschluss in Betracht kommt.

Sie sollten insoweit zeitnah eine so genannte Anerkennungsberatung der Arbeitsverwaltung in Anspruch nehmen, um erste Fragen einer Klärung zuzuführen. Nähere Einzelheiten mit Kontaktdaten zu diesen Einrichtungen finden Sie hier:

http://www.ba-auslandsvermittlung.de/lang_de/nn_2958/DE/LaenderEU/Deutschland/Arbeiten/arbeiten-knoten.html__nnn=true

zu 2.) Neben einer festen Arbeitsplatzzusage und der Stellung einer Unterkunft muss der Lebensunterhalt sichergestellt sein. Dazu noch unter 5.)

zu 4.) Bezüglich der Voraussetzungen zur Erlangung einer Aufenthaltsgenehmigung gilt, dass diese vor der Einreise in Form eines Sichtvermerks (Visum) bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung einzuholen ist. Dieses Visum bedarf der Zustimmung der Ausländerbehörde für den gewünschten Aufenthaltsort, wenn der Ausländer sich für mehr als drei Monate in Deutschland aufhalten oder hier eine Erwerbstätigkeit ausüben will. Die in diesem Bereich zu stellenden Anträge können grundsätzlich nur über die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen eingereicht werden. Das bedeutet also, dass das Visum bei der deutschen Botschaft in Thailand zu beantragen wäre.

zu 5.) Das Genehmigungsverfahren kann bis zu einigen Monaten dauern. Wird die Aufenthaltserlaubnis erteilt, wird diese befristet, in der Regel zunächst auf ein Jahr. Nach Ablauf dieses Jahres kann - bei Vorliegen sämtlicher Voraussetzungen - die Aufenthaltserlaubnis durch die ABH verlängert werden. Bei der Antragstellung in Thailand (Botschaft) ist neben dem Arbeitsvertrag, aus dem sich auch die Höhe der Einkünfte ergeben muss (Lebensunterhalt), auch ein Krankenversicherungsschutz nachzuweisen.
Sprachkenntnisse werden bei erstmaliger Beantragung einer Arbeisterlaubnis dagegen nur in bestimmten Fällen verlangt (etwa Au-Pair). Das so genannte A1-Zertifikat dient nachziehenden Ehegatten als Nachweis der geforderten Sprachkenntnisse, die diese für den Nachzug nach Deutschland benötigen. Will ein Ausländer nach einigen Jahren Aufenthalt eine Niderlassungserlaubnis beantragen, so muss er dann ebenfalls deutsche Sprachkenntnisse nachweisen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

vielen Dank für Ihre ausführlichen Informationen, dennoch ist die Vorgangsweise für mich immer noch unklar.

1. gibt es überhaupt eine Chance in der Situation des AS, den weiteren Aufenthalt direkt nach Ablauf des Visas am 17.2.2011 hier zu ermöglichen, ohne zurück in die Heimat zu fliegen? (... um Antrag in der dt. Botschaft in Thailand zu stellen...)

2. wenn ja, welche konkreten Schritte, wo und mit welchen Strategie sollten wir vorgehen?

3. ist es auch möglich zu diesen Zweck während der Beantragung die Aufenthaltsdauer hier (wo) über den 17.2.2011 (Ablauf Visa) zu verlängern?

4. wenn nein: welche Möglichkeiten gibt es noch für den AS, die Ausreise aufzuschieben?

Viele Grüße

 

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

kurze Skizze des einzuhaltenden Procederes:

1.) Kurzfristige Vereinbarung eines Termins bei der Arbeitsverwaltung zu Informationszwecken noch während des Aufenthaltes in D

2.) Bei positivem Gesprächsergebnis (=Zustimmungsfähigkeit der Tätigkeit seitens der Bundesagentur für Arbeit) weitere vorbereitende Kontaktaufnahme mit der zuständigen ABH zur Klärung, welche zusätzlichen Dokumente benötigt werden

3.) Ausfertigung des Arbeitsvertrages für die vorgesehene Tätigkeit

4.) Rückkehr des AG nach Thailand zwecks Antragstellung bei der deutschen Botschaft in Thailand

Grundsätzlich ist die Verlängerung von Schengen-Visa ausschließlich zu Besuchszwecken leider nicht möglich. Eine Verlängerung ist nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig. Solche Aunahmefälle sind auf unvorhersehbare Ereignisse beschränkt (Krankheit, Unfall, Trauerfall etc).

Sollten Sie keine weitere Nachfrage haben, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

nochmals vielen Dank für die Information,

habe dazu noch einige Fragen

1. kann duch Eheschließung (D) vor dem Ablauf des Visums (1-jahres Visum für Schweden mit Arbeitserlaubnis gültig bis 17.2.1011) mit dem AS die Ausreise verhindert werden, wenn ja, unter welchen Bedingungen? zb. in Deutschland oder Dänemark? etc

Viele Grüße

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Im Falle einer Eheschließung würde die AG gemäß § 28 AufenthG ein Recht auf Nachzug zum deutschen Ehegatten erwerben. Soweit Sie über die dann notwendigen deutschen Sprachkenntnisse (A1-Zertifikat) verfügt - die bei Antragstellung des Nachzugsvisums nachzuweisen sind - erwirbt sie automatisch eine Aufenthaltserlaubnis.

Dies kann alllerdings nicht auf der Grundlage des ihr jetzt erteilten Touristenvisums erfolgen. Vielemehr muss sie in Thailand bei der dt. Botschaft ein Heiratsvisum beantragen, um sodann in Deutschland die Ehe zu schließen.

Andere Möglichkeit: Die Eheschließung erfolgt in Thailand. Dort muss anschließend ein Visum bei der dt. Botschaft auf Ehegattennachzug gestellt werden. Dauer des Verfahrens je nach den Umständen etwa 6 bis 12 Wochen.

Heirat in Dänemark kann unter Umständen problematisch sein. Einige ABHs erkennen dies an, andere argumentieren, es hätte zunächst im Heimatland (Thailand) ein ordnungsgemäßes Heiratsvisum beantragt werden müssen. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, sollten Sie eine Heirat in D oder Thailand vorziehen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
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Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
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Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
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(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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