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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Ausländerrecht
Zufriedene Kunden: 19774
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Ausländerrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

ein guter freund ist angeklat nach stgb 107 ist gyptischer

Kundenfrage

ein guter freund ist angeklat nach stgb §107 ist ägyptischer staatsbürger lebt seit 7 jahren unbescholten in Österreich ist immer arbeiten und ist nie polizeilich in erscheinung getretten hat einen unbefristeten Aufenhaltstitel und würde in 3 jahren die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen er kam von nacht schicht und uns sind 3junge Männer im vollrauschigenzustand ins auto gesprungen.der junge mann sprang sofort aus dem auto weil er überarbeitet übernächtigt war mit ihm sind die nerven durchgegangen und es kam zu einem sehr lauten handfesten streit mit ausländerfeindlichen und rassistischen bemerkungen
der eine lief weg und der junge mann hinterher wobei er hierbei sein arbeitsmesser verlor was passiert jetzt mit dem jungen mann? mit welcher strafe muss er rechnen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Ausländerrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender.

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Die in Betracht kommende Strafvorschrift hat folgenden Wortlaut:

§ 107 StGB


(1) Wer einen anderen gefährlich bedroht, um ihn in Furcht und Unruhe zu versetzen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen.

(2) Wer eine gefährliche Drohung begeht, indem er mit dem Tod, mit einer erheblichen Verstümmelung oder einer auffallenden Verunstaltung, mit einer Entführung, mit einer Brandstiftung, mit einer Gefährdung durch Kernenergie, ionisierende Strahlen oder Sprengmittel oder mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz oder gesellschaftlichen Stellung droht oder den Bedrohten oder einen anderen, gegen den sich die Gewalt oder gefährliche Drohung richtet, durch diese Mittel längere Zeit hindurch in einen qualvollen Zustand versetzt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.


Unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsschilderung kommen die strafschärfenden Merkmale des Absatzes 2 schon nicht in Betracht, weil keines der dort bezeichneten Tatmittel (qualifizierte Drohungen) eingesetzt wurden.

Einer Strafbarkeit gemäß § 107 Absatz 1 StGB kommt nur infrage, wenn der junge Mann tatsächlich die Angetrunkenen gefährlich bedroht haben sollten, um sie in Furcht zu versetzen. Nach Ihrer Schilderung kann das der Fall sein, kann aber mangels genauer Kenntnis der Tatsituation und ihrer konkreten Umstände nicht abschließend beurteilt werden.

Unterstellt die Anklage eine Strafbarkeit nach § 107 Absatz 1 StGB muss sie im Zuge der strafgerichtlichen Beweisaufnahme hierfür auch entsprechende Beweise beibringen. Inwieweit die Zeugenaussagen der übrigen Beteiligten den Tavorwurf letztlich erhärten, kann nicht prognostiziert werden und bleibt abzuwarten.

Sollte das Gericht zu einer Strafbarkeit des zur Last gelegten Verhaltens kommen, droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. In diesem Fall besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer bedingten Strafnachsicht gemäß § 43 Absatz 1 StGB:

§ 43 StGB

Wird ein Rechtsbrecher zu einer zwei Jahre nicht übersteigenden Freiheitsstrafe oder zu einer Geldstrafe verurteilt, so hat ihm das Gericht die Strafe unter Bestimmung einer Probezeit von mindestens einem und höchstens drei Jahren bedingt nachzusehen, wenn anzunehmen ist, daß die bloße Androhung der Vollziehung allein oder in Verbindung mit anderen Maßnahmen genügen werde, um ihn von weiteren strafbaren Handlungen abzuhalten, und es nicht der Vollstreckung der Strafe bedarf, um der Begehung strafbarer Handlungen durch andere entgegenzuwirken. Dabei sind insbesondere die Art der Tat, die Person des Rechtsbrechers, der Grad seiner Schuld, sein Vorleben und sein Verhalten nach der Tat zu berücksichtigen.

Unter den von Ihnen dargelegten Bedingungen würde in in dem vorliegenden Fall eine bedingte Strafnachsicht in Betracht kommen. Der Mann ist durch eine Ausnahmesituation zu seinem Handeln gereizt worden und hat sich möglicherweise in Anbetracht des unvermittelten Erscheinens der Berauschten selbst bedroht gefühlt. Allein diese Umstände dürften schuldmindernd ins Gewicht fallen.

Zudem ist er bisher strafrechtlich überhaupt nicht in Erscheinung getreten, sondern hat einen völlig unbescholtenen Lebenswandel geführt. Schließlich ist er seit langer Zeit in Besitz einer wirksamen Aufenthaltserlaubnis und geht einer geregelten Beschäftigung nach. Daher fällt auch seine Sozialprognose günstig aus.

Nach allem wird deshalb davon auszugehen sein, dass für den Fall einer Bestrafung nach § 107 Absatz 1 StGB bedingte Nachsicht gemäß § 43 StGB geübt werden wird.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)






Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender.

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Die in Betracht kommende Strafvorschrift hat folgenden Wortlaut:

§ 107 StGB


(1) Wer einen anderen gefährlich bedroht, um ihn in Furcht und Unruhe zu versetzen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen.

(2) Wer eine gefährliche Drohung begeht, indem er mit dem Tod, mit einer erheblichen Verstümmelung oder einer auffallenden Verunstaltung, mit einer Entführung, mit einer Brandstiftung, mit einer Gefährdung durch Kernenergie, ionisierende Strahlen oder Sprengmittel oder mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz oder gesellschaftlichen Stellung droht oder den Bedrohten oder einen anderen, gegen den sich die Gewalt oder gefährliche Drohung richtet, durch diese Mittel längere Zeit hindurch in einen qualvollen Zustand versetzt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.


Unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsschilderung kommen die strafschärfenden Merkmale des Absatzes 2 schon nicht in Betracht, weil keines der dort bezeichneten Tatmittel (qualifizierte Drohungen) eingesetzt wurden.

Einer Strafbarkeit gemäß § 107 Absatz 1 StGB kommt nur infrage, wenn der junge Mann tatsächlich die Angetrunkenen gefährlich bedroht haben sollten, um sie in Furcht zu versetzen. Nach Ihrer Schilderung kann das der Fall sein, kann aber mangels genauer Kenntnis der Tatsituation und ihrer konkreten Umstände nicht abschließend beurteilt werden.

Unterstellt die Anklage eine Strafbarkeit nach § 107 Absatz 1 StGB muss sie im Zuge der strafgerichtlichen Beweisaufnahme hierfür auch entsprechende Beweise beibringen. Inwieweit die Zeugenaussagen der übrigen Beteiligten den Tavorwurf letztlich erhärten, kann nicht prognostiziert werden und bleibt abzuwarten.

Sollte das Gericht zu einer Strafbarkeit des zur Last gelegten Verhaltens kommen, droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. In diesem Fall besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer bedingten Strafnachsicht gemäß § 43 Absatz 1 StGB:

§ 43 StGB

Wird ein Rechtsbrecher zu einer zwei Jahre nicht übersteigenden Freiheitsstrafe oder zu einer Geldstrafe verurteilt, so hat ihm das Gericht die Strafe unter Bestimmung einer Probezeit von mindestens einem und höchstens drei Jahren bedingt nachzusehen, wenn anzunehmen ist, daß die bloße Androhung der Vollziehung allein oder in Verbindung mit anderen Maßnahmen genügen werde, um ihn von weiteren strafbaren Handlungen abzuhalten, und es nicht der Vollstreckung der Strafe bedarf, um der Begehung strafbarer Handlungen durch andere entgegenzuwirken. Dabei sind insbesondere die Art der Tat, die Person des Rechtsbrechers, der Grad seiner Schuld, sein Vorleben und sein Verhalten nach der Tat zu berücksichtigen.

Unter den von Ihnen dargelegten Bedingungen würde in in dem vorliegenden Fall eine bedingte Strafnachsicht in Betracht kommen. Der Mann ist durch eine Ausnahmesituation zu seinem Handeln gereizt worden und hat sich möglicherweise in Anbetracht des unvermittelten Erscheinens der Berauschten selbst bedroht gefühlt. Allein diese Umstände dürften schuldmindernd ins Gewicht fallen.

Zudem ist er bisher strafrechtlich überhaupt nicht in Erscheinung getreten, sondern hat einen völlig unbescholtenen Lebenswandel geführt. Schließlich ist er seit langer Zeit in Besitz einer wirksamen Aufenthaltserlaubnis und geht einer geregelten Beschäftigung nach. Daher fällt auch seine Sozialprognose günstig aus.

Nach allem wird deshalb davon auszugehen sein, dass für den Fall einer Bestrafung nach § 107 Absatz 1 StGB bedingte Nachsicht gemäß § 43 StGB geübt werden wird.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf noch einmal an die Akzeptierung der Auskünfte erinnern.

Soweit technische Probleme auftreten, bitte ich Sie, mir dies mitzuteilen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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