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Kategorie: Augenheilkunde
Zufriedene Kunden: 2012
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Kann die Operation des "grauen Stars" (künstliche Linse) evtl.

Kundenfrage

Kann die Operation des "grauen Stars" (künstliche Linse) evtl. auch zu einer Verbesserung des Augeninnendrucks ("grünen Stars" Glaukom) führen. Spielt dabei eine Rolle, dass es sich um einen Diabetiker handelt?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Augenheilkunde
Experte:  iveschaaf hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

beides ist mit "Ja, kann es" zu beantworten und inwieweit das auf den betreffenden Patienten zutrifft, kann nur der behandelnde Augenarzt sagen, weil die Situation individuell beurteilt werden muss.

Sorry, aber genauer geht es aus der Ferne nicht.

Generell gilt: Gerade bei Diabetiker muss die Indikation zur Staroperation gut abgewogen und der Zeitpunkt sorgfältig gewählt werden. Eine Drucksenkung ist möglich, da die verdickte Linse (die dann entfernt wird) den Druck steigern kann.

Angehängt finden Sie dazu einen Ausschnitt aus der Pharmazeutischen Zeitung zum besseren Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schaaf

Anhann:
Zwischen der Katarakt (grauer Star) und dem Glaukom (grüner Star) gibt es einige Beziehungen. So tritt bei Glaukompatienten, die regelmäßig zur Senkung des Augeninnendrucks Tropfen anwenden müssen, eine Katarakt in der Regel früher auf; dann ist eine Operation notwendig. Zudem kann die OP bei Glaukompatienten den Augeninnendruck etwas senken. Der pathophysiologische Grund: Trübe und vor allem dicke Linsen können den Kammerwinkel im Auge verlegen, was zu einem akuten Druckanstieg führt, dem akuten Winkelblock. Da die Linse hier ursächlich verantwortlich ist, ist die Therapie der Wahl die baldige Operation nach vorangegangener konservativer Drucksenkung.


Bei Diabetikern kommt es deutlich häufiger und früher zur Entwicklung einer Linsentrübung verglichen mit einem gesunden Kollektiv gleichen Alters. Ursächlich sind die veränderten Stoffwechselvorgänge des Linsenepithels bei Diabetes. Wie bei der AMD (Makuladegeneration) muss vor der Indikationsstellung zur Operation immer eine gründliche augenärztliche Untersuchung vor allem der Netzhaut erfolgen, da es bei Diabetes mellitus zu einer diabetischen Retinopathie kommen kann.


Bei aktiven diabetischen Netzhautveränderungen sollte keine Staroperation erfolgen, da sich die Netzhautsituation durch den operativen Entzündungsreiz deutlich verschlechtern kann. Vor einer Operation steht die konservative, medikamentöse oder (Laser-)chirurgische Stabilisierung der diabetischen Netzhautveränderungen im Vordergrund. Ist der Eingriff doch indiziert, kann der Arzt am Ende der Operation noch ein Steroidpräparat in den Glaskörperraum einbringen, um die postoperative Entzündung zu dämpfen.