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Beutelspacher
Beutelspacher, apl. Prof. Dr.med.
Kategorie: Augenheilkunde
Zufriedene Kunden: 726
Erfahrung:  Facharzt für Augenheilkunde
51078084
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Beutelspacher ist jetzt online.

Vor ca. zwei Jahren wurde bei mir (weibl. 47 Jahre) am linken

Kundenfrage

Vor ca. zwei Jahren wurde bei mir (weibl. 47 Jahre) am linken Auge ein grauer Star diagnostiziert. Vor 8 Wochen wurde ich erfolgreich operiert. Ich habe jetzt zwei Fragen. Erstens: trotz erfolgreicher OP und damit 100% Sehkraft, habe ich ein "Störgefühl" am Auge im linken "Sehfeld". Es wurde keine Ursache gefunden, das Störgefühl ist auch schwankend und trat sofort, einen Tag nach der OP auf. Welchen Grund kann das haben?

Zweitens: Welche Gründe könnte es geben, dass ich realtiv früh am grauen Star erkrankt bin, muss ich etwas beachten? Das interessiert mich vor allem, da auch das rechte Auge schon etwas betroffen ist und ich eine OP auf jeden Fall vermeiden oder weit hinausschieben möchte (vor allem wegen des oben beschriebenen Störungsgefühls.

Mein Augenarzt konnte mir dabei nicht weiterhelfen, es wäre schön, wenn Sie mir zu meinen Fragen Hinweise geben könnten.

Vielen Dank XXXXX XXXXX Mühe,

Mit freundlichen
Heike Steinert
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Augenheilkunde
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Frau Steinert,

gerne beantworte ich Ihre Frage.
Ich gebe Ihnen recht, dass Sie mit dem grauen Star auf jeden Fall sehr früh dran sind.
Gründe für eine solch frühe Entstehung können sein:
-familiäre Belastung
-Entzündungen im Auge (Regenbogenhautentzündung)
-Trauma (Schneeball aufs Auge bekommen in der Kindheit o.Ä.).
-Stoffwechselerkrankungen (->bitte hier mit dem Hausarzt reden, ob Sie eine Stoffwechselerkrankung haben könnten)

Gut ist, dass die wohl notwendige OP gut geklappt hat. Was kann ich mir unter dem Störgefühl vorstellen? Sehen Sie evtl. einen Schatten, der sich mitbewegt, oder haben Sie Schmerzen oder eine Art Fremdkörpergefühl? Was können Sie über die Sehschärfe sagen, ist diese gut nun nach der OP oder war diese erst gut und ist nun wieder schlechter geworden?

Welche Diagnostik wurde durchgeführt seit Sie die Beschwerden haben? Wurde eine optische Kohärenztomografie oder eine Gesichtsfelduntersuchung gemacht? Wie ist der Augendruck? Wurde eine Standard-Linse (Einstärke) oder eine Multifokale Linse verwendet?

Wann ist die OP für das 2. Auge geplant? Wenn Sie keine Stoffwechselerkrankung haben oder keine "alte" Verletzung der Augen, ist am Ehesten von einer familiären Belastung auszugehen, und gegen die Entwicklung der Linsentrübung kann man kaum etwas tun.

Wenn Sie mir die offenen Fragen beantworten, kann ich mir sicher ein umfassenderes Bild machen und Ihnen meine Gedanken hierzu mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen,

PD Dr. Beutelspacher

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Rechtliche Hinweise:
Das Expertenteam von JustAnswer Teledoktor gibt nach bestem Wissen auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse Antwort. Fehler oder unvollständige Angaben können nicht ausgeschlossen werden.
Schriftliche Informationen und Texte geben grundlegende Informationen zu Ursachen, Beschwerdebild sowie Untersuchungs- und Behandlungsverfahren bei verschiedenen Erkrankungen. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Unsere Informationen sind keine Aufforderung zur Selbstbehandlung und sollen auf keinen Fall einen Arztbesuch ersetzen. Eine Diagnose oder konkrete Therapieempfehlung kann nur ein behandelnder Arzt stellen.
Beachten Sie bitte, dass sich das auch auf eventuell genannte Arzneimittel bezieht. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.
Bitte haben Sie auch hierfür Verständnis: Eine Empfehlung für eine/n Ärztin/Arzt oder ein Krankenhaus dürfen wir nicht aussprechen. Unsere Daten hierzu werden ständig aktualisiert und ergänzt. Dennoch können wir Fehler oder unvollständige Angaben nicht ausschließen. Das medizinische Team übernimmt keine Haftung für mögliche Schäden oder Nachteile, die sich aus der Umsetzung unserer Hinweise ergeben.
Ihre Gesundexperten von JustAnswer
Beutelspacher und weitere Experten für Augenheilkunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Dr. Beutelspacher,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Die von Ihnen genannte Ursache einer Stoffwechselerkrankung wurde mir auch in der Augenklinik genannt, meine Blutwerte waren aber immer in Ordnung, zum mindestens bei dem Routine-Check. Das müßte ich noch einmal mit meinem Hausarzt besprechen. Ein Unfall am Auge ist mir nicht bekannt.

Die Störung im Sehfeld ist am ehesten zu beschreiben als Einschränkung des Gesichtsfeldes. Es ist schwierig zu beschreiben und ich glaube, mein Augenarzt konnte es nicht nachvollziehen. Es schmerzt nicht, ist aber ein Gefühl, wie wenn die linke Seite meines Gesichtsfeldes eingeschränkt wäre, vielleicht wie ein schleier am äußersten linken Rand. Das trat sofort nach der Entfernung der Augenklappe auf. Es ist mal mehr und mal weniger für mich wahrzunehmen.
Es wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt (Gesichtsfeld, Netzhautuntersuchung). Die Untersuchungen waren alle in Ordnung. Der Innendruck ist links 15 mmHg. Mir wurde eine torische Intraocularlinse eingesetzt (AcrylSof IO Toric).


Die Sehschärfe kann ich noch nicht beurteilen, da ich noch keine korrigierte Brille tragen kann. Die Sehstärke hatte sich noch geringfügig geändert. Da ich seit einiger Zeit auch eine Weitsichtigkeit entwickelt habe, müßte eigentlich eine Gleitsichtbrille verordnet werden. Mein Augenarzt hat mir empfohlen, zunächt "probeweise" nur das linke Glas meiner alten Brille mit einem Gleitsichtglas auszutauschen, um zu sehen, wie ich damit zurecht komme(Zur Zeit kann ich nur lesen, wenn ich die Brille abnehme). Er meinte, dass ich, falls das nicht klappt, dann auch noch das rechte Auge operieren lassen müßte. Den Zusammenhang habe ich nicht verstanden und wurde mir leider auch nicht erklärt.
Mein Optiker hat mir von diesem einseitigen Austauschen abgeraten, er konnte die Verordnung nicht nachvollziehen. Ich bin da jetzt etwas ratlos, werde evtl. noch zu einem anderen Optiker bzw. Augenarzt gehen.

Vielleicht können Sie mir aufgrund der obrigen Details noch etwas sagen, das mir weiterhelfen könnte!?

Mit freundlichen Grüßen
Heike Steinert
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für Ihre Rückmeldung.

Gut ist, dass keine Stoffwechselerkrankugnen gefunden wurden. Wie gesagt, zur Sicherheit muss hier aber nochmals der Hausarzt ggf. weitere Untersuchungen mit Ihnen machen.

Der "Schatten" den Sie sehen muss ggf. nochmals abgeklärt werden. Die von Ihnen genannte Linse, die Alcon AcrySof IQ toric ist eine asphärische Kunstlinse, die auch den Astigmatismus ausgleichen kann. Man sollte nun unbedingt überprüfen, ob sich ggf. die Linse gedreht hat (die Achslage) so dass hier ggf. noch ein Restastigmatismus besteht.
Was hat man denn mit Ihnen besprochen bzgl. der Brille? Sollten Sie für die Ferne weitestgehend ohne Brille sein, oder für die Nähe? Wie ist denn der verbliebene Astigmatismus nach der OP?
Ich empfehle auch nochmals Gesichtsfeld und die Netzhaut kontrollieren zu lassen! Warum können Sie noch keine korrigierte Brille tragen??? Ein verbliebener Astigmatismus könnte den "Schatten" erklären.

Bitte fragen Sie einfach nach, wenn Sie noch etwas wissen möchten.

Mit freundlichen Grüßen,

PD Dr. Beutelspacher

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