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Beutelspacher
Beutelspacher, apl. Prof. Dr.med.
Kategorie: Augenheilkunde
Zufriedene Kunden: 726
Erfahrung:  Facharzt für Augenheilkunde
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Beutelspacher ist jetzt online.

Werde seit ber 20 Jahren (bin 66J) wg eines Engwinkelglaukoms

Kundenfrage

Werde seit über 20 Jahren (bin 66J) wg eines Engwinkelglaukoms behandelt. Z.Zt. Cosopt 2xtgl, Taflotan zur Nacht. Es wurden bereits Laserbehandlungen durchgeführt. Der Druck war seit Jahren bei 16, kürzlich bei 28. Trotz einer daraufhin erfolgten Laserbehandlung bleibt der Druck permanent bei 23. Mein Augenarzt schlägt nun eine Katarakt OP des Auges (der graue Star allein müsst noch nicht operiert werden) vor in der Hoffnung den Druck zu senken. Die OP soll ambulant in der Praxis durchgeführt werden. Als Betäubung ist die Retrobulbäranästhesie mit zusätzlicher Betäubung des Gesichtsnervs vorgesehen. Meine Frage: warum ist die Betäubung des Gesichtsnervs notwendig. Ist die OP auch ohne diese zusätzliche Betäubung möglich?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Augenheilkunde
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, gerne beantworte ich Ihre Frage.

Ich bin seit mehreren Jahren Facharzt für Augenheilkunde (Oberarzt an einer Universitätsklinik) and auch für dieses Fach habilitiert.

Wenn bei einem Glaukom die anatomischen Verhältnisse im vorderen Augenabschnitt sehr beengt sind, insbesondere im Kammerwinkel, spricht man von einem Engwinkelglaukom.

Insofern macht die Graue Star OP Sinn, da hiermit Platz geschaffen wird, da die neue Linse viel dünner ist als die natürliche Augenlinse. Damit kann sich der Druck sogar so stark verbessern, dass Sie später gar keine Tropfen mehr benötigen.

Bei einer Engwinkelsituation sollten ggf. noch pupillenverengende Augentropfen probiert werden. Möglicherweise läßt sich hiermit die OP vermeiden. Haben Sie beispielsweise schon Pilocarpin oder Spersacarpin ausprobiert?

Die Graue Star OP mit dem Nervenblock zu machen ist eigentlich nicht mehr üblich. Wir machen praktisch alle OPs völlig ohne Spritze, nur mit Augentropfen, auch bei engem Kammerwinkel.
Bei Glaukom-vorgeschädigten Augen ist die Spritze in einigen Fällen sogar ungünstig, da der Sehnerv Schaden nehmen kann. Nur wenn es sich bei sehr schwierigen OP verhältnissen nicht vermeiden läßt, würde man diese Anästhesie Verfahren wählen.

Bitte fragen Sie nach, wenn Sie weitere Details benötigen.

Mit freundlichen Grüßen,

PD Dr. Beutelspacher
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend,

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Mit freundlichen Grüßen,

PD Dr. Beutelspacher