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Beutelspacher
Beutelspacher, apl. Prof. Dr.med.
Kategorie: Augenheilkunde
Zufriedene Kunden: 726
Erfahrung:  Facharzt für Augenheilkunde
51078084
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Beutelspacher ist jetzt online.

Bin 59 Jahre alt und habe als einzige Augenprobleme seit 10

Kundenfrage

Bin 59 Jahre alt und habe als einzige Augenprobleme seit 10 Jahren eine gewisse Altersweitsichtigkeit, benutze zeitweise eine Lesebrille, wenn es sein muss. Jetzt wurde bei einer routinemäßigen Augenuntersuchung festgestellt, dass meine Sehnerven eine Art Aushöhlung oder Kerbung haben, was auf eine deutliche Sehnervschädigung (Glaukom) hinweisen soll. Der Augeninnendruck liegt im Normbereich, auch nach mehrmaligem messen zu verschiedenen Zeiten.

Noch Anfang 2006 wurde mein Sehnerv als "nicht geschädigt" vom Chefarzt einer Klinik hier eingestuft. Ich habe jedoch periphere Durchblutungsstörungen, zeitweise einen zu niedrigen oder bestenfalls normalen Blutdruck, war seit 38 Jahren starker Migräniker (hat jetzt aufgehört) und habe einen moderaten Tinitus.

Meine Frage: Welche Therapien gibt es, um das Fortschreiten des Glaukoms aufzuhalten? Augentropfen zur Reduzierung des (normalen) Augeninnendrucks können ja wohl kaum das Mittel der Wahl sein? Welchen anderen erfolgversprechenden Therapien gäbe es in einem solchen Fall?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Augenheilkunde
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, gerne beantworte ich Ihr Frage. Ich bin seit mehreren Jahren Facharzt für Augenheilkunde (Oberarzt an einer Universitätsklinik) and auch für dieses Fach habilitiert.
Ich gehe davon aus, dass bereits alle relevanten diagnostischen Untersuchungen erfolgt sind (Gesichtsfeld, HRT, OCT, Foto des Sehnerven, Messung der Hornhautdicke). Zur weiteren Diagnostik wäre ein 24 Stunden Tagesdruck-Profil sinnvoll (das Messen an verschiedenen Tagen zu unterschiedlichen Uhrzeiten ersetzt dies nicht!). Hier kann man sehen, ob der Druck stark schwankt und ob Sei eine Therapie brauchen oder eine Ergänzung der gegenwärtigen Therapie. Die Durchblutungsstörungen sind natürlich ein PRoblem. Gibt es Informationen über den Gefäßstatus des Halses und des Kopfes - falls nicht bitte eine Doppler / Duuplesuntersuchung der hirnversorgenden Schlagadern machen lassen! Eine Durchblutungsstörung in diesem Bereich würde auch eher zu dem - wie Sie schreiben - normalen Augendruck passen. Auch wenn der Augendruck normal ist, ist eine Drucksenkung bei einem aufgetretenen Glaukom empfehlenswert um ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. Das kann auf medikamentöse Weise (Tropfen / Tabletten) oder mittels Operationen erfolgen. Zunächst würde man versuchen die medikamentöse Therapie auszuschöpfen, bis man eine OP planen würde. Wenn eine Schädigung des Sehnerven besteht ist auch eine Senkung des NORMALEN Augendruckes notwendig, da so die Durchblutung des Sehnervenkopfes verbessert wird. Wenn eine Durchblutungsstörung besteht, sollte natürlich diese behandelt werden. Ich denke, dass die Diagnostik noch nicht komplett ist in Ihrem Falle, aber auf jeden Fall schon der Augendruck gesenkt werden sollte. Es gibt Medikamente, die man nur 1x pro Tag tropft. Das ist nicht unangenehm. Die Einnahme von Gingko biloba Tabletten ist sicher auch eher günstig einzuschätzen.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie weitere Details benötigen. Mit freundlichen Grüßen, PD Dr. Beutelspacher
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend, haben Sie noch Fragen, Gerne dürfen Sie diese stellen. Ansonsten wäre es schön, wenn Sie meine Antwort akzeptieren würden, da ich sonst kein Honorar für meine Einschätzung erhalte. Mit freundlichen Grüßen, PD Dr. Beutelspacher
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das Thema Glaukom beschäftigt mich sehr, deshalb habe ich noch einige Fragen. Ihre Bezahlung werde ich selbstverständlich danach veranlassen.

1. Ja, es bedarf noch genauerer augendiagnostischer Untersuchungen bei mir. Tagesdruckprofil kommt bald, Foto des Sehnervs fehlt noch, ein guter Vorschlag, danke! Der Zustand der Halschlagadern war im September 2010 optimal, keinerlei Ablagerungen sichtbar, auch nicht beim Kalk-Score des Herzens.

2. Die Senkung des Augeninnendrucks scheint die hauptsächliche Therapiemöglichkeit zu sein. Kann dadurch (sekundäres Glaukom, periphere Durchblutungstörungen als Grunderkrankung) die Atrophie des Sehners aufgehalten oder lediglich verlangsamt werden?

3. Welchen Einfluss hat jetzt, bei bereits geschädigtem Sehnerv, lange Bildschirmarbeit mit teilweise brennenden Augen, auf meine Sehkraft und vor allem auf den Sehnerv?

4. Bin (mehrfach) diagnostizierter ADHS'ler, hatte seit ca. 1999 immer wieder Phasen von mehreren Wochen, in denen ich Mehtylphenidat (Ritalin etc.) in allerdings sehr geringen Dosierungen (5 - 15 mg/Tag) genommen habe. Unter Kontraindikationen finde ich jetzt auch "Glaukom" und bin entsetzt (siehe: http://www.dr-gumpert.de/html/ritalin.html). Vielleicht wissen Sie, wie hoch der Schädigungsgrad einzuschätzen? Bedeuten z. B. ein Jahr kontinuierliche Ritalin-Einnahme von 30 mg/Tag eine sehr hohe Schädigungswahrscheinlickeit oder ist das Risiko eher gering?

5. Ebenso lese ich jetzt in diversen Foren, das Alkohol- (und Tabak-)Konsum und deren Ablagerungen bzw. durch Druckveränderung den Sehnerv schädigen. Wie verhält es sich mit Kaffee/Tee?

6. Deshalb meine Frage im Zusammenhang von 2., 4. und 5.: Welche Anteil haben hoher Augeninnendruck, Alkoholkonsum, Methylphenidat-Einnahme in der Zusammenschau im allgemeinen, also nicht unbedingt bei mir, da ja Einzelfall. Z. B. 60 % zu hoher individueller Innendruck bei Durchblutungsstörung, 25 % Methylphenidat, 15 % Alkohol (2 Glas Rotwein oder 0,6 L Bier 5 x Woche) allgmein?
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke XXXXX XXXXX Rückmeldung; zu Ihren Fragen:

1.) sehr gut!
2.) Wenn ein Ziel Augendruck definiert wurde in der Zusammenschau Hornhautdicke, Sehnervenstatus etc. und dieser wird erreicht, ist das Glaukom komplett aufzuhalten.
3.) Externe Faktoren, wie Bildschirmarbeit, trockene Augen haben KEINEN Einfluß auf den Sehnerven, wohl aber können diese externen Faktoren die Abbildungsqualität der Optik schwächen - ist aber bei optimierung der Oberfläche reversibel.
4.) Ritalin sehe ich eher beim Engwinkelglaukom problematisch an - beim Offenwinkelglaukom weniger. Ich gehe mal davon aus, dass Sie ein OWG haben, oder etw nicht? Das Risiko ist bei erreichen des Zieldruckes ohnehin gering.
5.) Wenn der Zieldruck OK ist, und Sie es in keinem Sektor übertreiben ist es unproblematisch.
6.) Den Hauptanteil an der Sehnvervenschädigung haben der hohe Augendruck, möglicherweise Alkoholkonsum, da Sehverv durch Abbauprodukte evtl. direkt geschädigt wird, ggf, wird auch der Hirndruch gesenkt -> Faktor PRO Glaukom. Ritalin eher weniger problematisch, Die von Ihnen genannte Alkoholmenge ist meiner Ansicht nach nicht übertrieben hoch.
Bitte fragen Sie nach, wenn Sie weitere Details benötigen. Mit freundlichen Grüßen, PD Dr. Beutelspacher
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Zwei letzte Fragen: Gibt es andere Medikamente, die ein Risiko bedeuten können? Ich habe im Laufe der Jahre u. a. Beta-Blocker und Calciumantagonisten, sowie oft und häufig Triptane zur Migräne-Therapie bekommen. Irgend ein Einfluss auf den Sehnerv oder den Augeninnendruck bekannt? Ferner in den letzten Jahren auch zeitweise diverse Antidepressiva. Gibt es dazu Erkenntnisse? Eine andere Frage: Kann man Durchblutungstörungen grundsätzlich erfolgreich behandeln und wie? Helfen Bewegung, Sport, frische Luft da nicht besser?
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, danke XXXXX XXXXX Nachfrage:
Im Prinzip haben gefäßverengende Substanzen und anticholinerge Substanzen einen negativen Einfluß auf das Glaukom. Es ist durchaus denkbar, dass das für Triptane zutrifft. Die Antidepressiva können auch das Glaukom verschlechtern, das trifft aber eher für Glaukome mit engem Kammerwinkel zu (bitte Augenarzt befragen). MEdikamente, die den Augendruck und gleichzeitig den Hirndruck senken sind eher schlecht für das Glaukom (zB. Dauertherapie mit Diamox). Die Behandlung der Durchblutungsstörungen kann ich nicht so pauschal beantworten - Sport und frische Luft und Bewegung sind auf keinen fall von Nachteil. Die Ursache der Durchblutungsstörungen können mannigfaltig sein - das muss im Zweifel der Internist zunächst eingrenzen, dann kann man Überlegungen anstellen.
Mit freundlichen Grüßen, PD Dr. Beutelspacher
Beutelspacher, apl. Prof. Dr.med.
Kategorie: Augenheilkunde
Zufriedene Kunden: 726
Erfahrung: Facharzt für Augenheilkunde
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Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,
warum haben Sie mir eine negative Bewertung gegeben, wenn Sie mit der Antwort zufrieden waren? Das ist sehr schade, da ich Ihnen ausführlich geantwortet habe und wissenschaftlich recherchiert habe.....ich bin sehr erstaunt. Wenn das ein Irrtum ist, wäre es nett, wenn Sie das korrigieren würden, da Sie in Ihrem Bewertungskommentar ja einen eigentlich zufriedenen Eindruck machen......

Mit freundlichen Grüßen,
PD Dr. Beutelspacher

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