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Beutelspacher
Beutelspacher, apl. Prof. Dr.med.
Kategorie: Augenheilkunde
Zufriedene Kunden: 726
Erfahrung:  Facharzt für Augenheilkunde
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Beutelspacher ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau oder Herr Doktor, meine 87 j hrige vitale

Kundenfrage

Sehr geehrte Frau oder Herr Doktor, meine 87 jährige vitale Mutter leidet unter MD (re feucht, li trocken). Re ist die Sehfähigkeit massiv reduziert, links geht noch so (ich kanns leider nicht anders ausdrücken). Gestern war sie zur Gefäßdarstellung des re Auges, weoche abklären sollte, ob sich bei ihr die INjektion mit Lucentis "lohne". Der Arzt teilte uns Erfolgquoten von 50% wird besser und 90% es wird nicht schlechter, mit. Es wurden Termine gemacht, 3 im Abstand von jeweils 4 Wochen. Allerdings wurde gar nicht über die Kosten gesprochen. Da Mutter privat vrsichert ist (Allianz und Beihilfe) ging man wohl davon aus, dass das alles selbstverständlich ist. Meine abendlich Recherche im Internet ergabe, dass schnell Kosten von 15000 und mehr Euronen entstehen können und das, ohne dass man auf jeden fall ein positives Ergebnis voraussagen kann.
Meine Frage ist nun Folgende: würden Sie einer (wirklich vitalen) alten Dame diese Therapie empfehlen, auch wenn ein Erfolg nicht wirklich zu garantieren ist? Ist es nicht vielleicht eher so, dass der Pharmakonzern dabei noch gesunder wird, nicht aber die Patentin?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, Annette Hölscher
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Augenheilkunde
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Hölscher, gerne beantworte ich Ihre Frage. Ich bin seit mehreren Jahren Facharzt für Augenheilkunde (Oberarzt an einer Universitätsklinik) and auch für dieses Fach habilitiert.
Zunächst einmal ist es gut, dass Ihre Mutter bei einem Augenarzt war und die Diagnose einer feuchte Makuladegeneration bereits bestätigt wurde - damit man zeitnah reagieren kann. Bei der MD ist das wichtigste Unterschiedungskriterium: trocken (man kann hier kaum was machen) oder feucht (hier kann man mit Spritzen behandeln).
Als ich vor 10 Jahremit mit Augenheilkunde anfing, konnte man bei der feuchten Makuladegeneration nichts unternehmen. Ich sehe es als Segen für die PAtienten und die Ärzte, dass es mit Lucentis oder auch alternativ mit Avastin endlich eine effektive Therapie für die AMD gibt. Nichtss zu tun wäre in dem Falle der feuchten Form fatal, da somit das Auge auf jeden Fall schlechter wird. Mit Lucentis oder Avastin haben Sie die Möglichkeit erstmals aktiv etwas gegen die Erkrankung zu unternehmen. Die vom Arzt genannten Erfolgszahlen sind nicht übertrieben, eher etwas besser. das Schema von 3 Spritzen im Abstand von 4 Wochen ist korrekt. Auch die Diagnostik mit der Angiografie des Auges ist korrekt und entspricht den Richtlinien der BDOC. Die private Krankenversicherung trägt auf jeden Fall die Kosten insbesondere bei klarer Indikationsstellung wie in Ihrem Falle - sogar die gesetzliche KV würde hier bezahlen. Gerade weil Ihre Mutter - wie Sie schreiben - vital ist würde ich zu dieser Behandlung raten! Der Erfolg ist bereits eine Stabilisierung des Befundes! Wenn es besser wird, ist es eine sehr schöne Fügung. Wenn Sie mit den Kosten Schwierigkeiten sehen, kann man statt des Lucentis das Avastin nehmen mit fast identischem Wirkprofil und einem Bruchteil der Kosten.
Mit freundlichen Grüßen,
PD Dr. S. Beutelspacher
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Dr. Beutelspacher, vielen Dank für Ihre Antwort. Leider stehe ich / resp. stehen wir hiermit vor der Frage...weshalb der Mutter nicht gleich eine Behandlung mit Avastin angeboten wird. Ich bin über den enormen Preisunterschied informiert (wattat Internet nicht alles möglich macht...) und bin letzt endlich auch daran interessiert, die Kosten (auch für die Kassen) so gering wie möglich zu halten. Könnte dies daran liegen, dass die Mutter privat versichert ist? Könnte es daran liegen, dass die ärztliche Haftpflichtversicherung im Schadenfall (Avastin ist nicht fürs Auge zuglassen) wohlmöglich nicht für die Kosten aufkommt?
Der Termin für die erste Injektion ist leider schon kommenden Montag, die Praxis in Detmold ist riesig und nicht Mutters HausundHofpraxis. Wir trauen uns nicht wirklich, jetzt noch danach zu fragen, zumal ich den Leuten dort schon lästig wurde mit der Bitte um einen Kostenvoranschlag...(nachdem ich mich über vieles informiert hatte), den KoVo auch nicht erhalten habe, mit dem Argument, das sei nicht üblich...

Verwenden Sie denn stets das "billigere" Medikament und nur auf Anfrage des Patienten das Lucentis?

Was sollen wir machen?

Ich würde mich freuen, wenn Sie mich erneut kontakieren...

Lieben Dank im Voraus

Annette Hölscher

 

Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag, danke XXXXX XXXXX Rückmeldung. In "meiner" Klinik geben wir eigentlich sowohl den Privatpat. wie auch den gesetzlich Versicherten meist Avastin, da unkomplizierter mit Abrechnung und billiger. Die Wirkung scheint in der Tat identisch zu sein. Es zeichnet sich ein Trend ab, dass Avastin länger wirkt die Wirkung aber etwas später einsetzt, bei Lucentis eben umgekehrt. Die PKV wird nun die 3 ersten Lucentis Spritzen sicherlich bezahlen. Die Indikation ist ja klar. Bei weiteren Wiederholungen kann es sein ,dass es PRobleme gibt - hier würde ich mir auf jeden Fall vorher das OK der Kasse geben lassen. Ansonsten kann man immer noch mit Avastin weiter machen. Ich würde nun zunächst die Behandlung wie geplant durchführen, da ja die Zeit auch ein wenig drängt und man hier nicht auf weitere Sehverschlechterung "warten" sollte. Bitte melden Sie sich, wenn Sie noch Fragen haben. Mit freundlichen Grüßen,
PD Dr. Beutelspacher
Beutelspacher und weitere Experten für Augenheilkunde sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ok, vielen Dank XXXXX XXXXX Gute
Experte:  Beutelspacher hat geantwortet vor 6 Jahren.
DANKE