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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17377
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Ich möchte einen Mitarbeiter in der Probezeit künden mit

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich möchte einen Mitarbeiter in der Probezeit künden mit Chance auf Wiedereinstellung. Welche Sätze muss ich dafür in der Kündigung mit einbauen? Ich möchte die Kündigungsfrist auf 4 Monate ausweiten.
Sehr geehrter Ratsuchende, vielen Dank ***** ***** freundliche Anfrage.Ich würde hier gar nichts schreiben denn sie wollen ihm ja nur die Chance auf wieder Einstellung geben, sich aber rechtlich zu nichts verpflichten.Ich würde ihm zunächst einmal ganz normal kündigen.
Darf ich fragen: welche Kündigungsfrist wollen sie auch vier Monate ausweiten?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ein Mitarbeiter hat 6 Monate Probezeit bei uns, die Probezeit ist rum und ich bin unsicher ob ich Ihn behalten soll oder nicht.
Sehr geehrter Ratsuchende, eine Probezeit da von Gesetzes wegen her nicht verlängert werden. Hier gibt es verschiedene Tricks. Sie können das Arbeitsverhältnis beenden, können ihn wieder einstellen und können das Arbeitsverhältnis zur Probe befristen. Es ist wichtig, dass das schriftlich erfolgt und die Befristung muss einen sachlichen Grund haben, nämlich Befristung zur Probe. Auf diese Weise haben Sie eine erneute Probezeit
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Geht das wirklich? Der Arbeitnehmer hatte zuvor einen unbefristeten Arbeitsvertrag.
Sehr geehrter Ratsuchende, natürlich geht das. Was nicht geht ist eine Probezeit zu verlängern.
Er muss sich ja auf die Befristung nicht einlassen. Eine Befristung mit Sachgrund ‚ Erprobung ‚ist im Teilzeit und Befristungsgesetz ausdrücklich vorgesehen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Das geht auch obwohl er zuvor einen unbefristeteren Arbeitsvertrag hatte?Ich möchte eigentlich das machen:1. Probezeitverlängerung durch Kündigung mit erweiteter Kündigungsfrist
Der Arbeitgeber kann das Arbeitsverhältnis noch bis zum letzten Tag der Probezeit ordentlich kündigen, wobei er jedoch als Kündigungsfrist nicht die kurze Probezeitkündigungsfrist von zwei Wochen zu Grunde legt, sondern eine überschaubare längere Frist, innerhalb derer der Arbeitnehmer eine weitere Chance erhält, sich zu bewähren. Gleichzeitig muss der Arbeitgeber eine aufschiebend bedingte Wiedereinstellungszusage erklären, und zwar darauf gerichtet, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer fortgesetzt wird, sofern sich dieser innerhalb der verlängerten Kündigungsfrist bewährt.
Sehr geehrter Ratsuchende nein, eine Probezeit Verlängerung ist von Gesetzes wegen unzulässig
Was Sie machen wollen geht rechtlich nicht, es ist nicht gesetzmäßig.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Das eine Probezeit nicht zu verlängern ist, ist mir bekannt.Ich möchte gerne in der Probezeit kündigen mit einer Kündigungsfrist von 4 Monaten mit der Chance auf Wiedereinstellung.
Sehr geehrter Ratsuchende, Sie haben doch eine Probezeit vereinbart. In der Probezeit ist von Gesetzes wegen eine Kündigungsfrist von zwei Wochen.
Wenn sie keine viermonatige Kündigungsfrist vereinbart haben dann gilt die auch nicht
Was sie machen ist rechtlich gesehen ganz genau das was ich Ihnen vorgeschlagen hatte. Sie kündigen ganz normal mit der 14-tägige Kündigungsfrist und bieten dem Arbeitsnehmer dann eine befristete Einstellung zur Erprobung an. Nur wie sie es machen ist es rechtlich leider nicht möglich
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Steht online auf sämtlichen Seiten anders:https://www.anwalt.de/rechtstipps/die-verlaengerung-der-probezeit_019883.html
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Warum sollte ich nicht eine längere Kündigungsfrist in die Küdnigung reinschreiben können. Diese gilt natürlich nur arbeitgeberseitig.
Weil diese Kündigungsfrist vertraglich nicht vereinbart wurde, ganz einfach
Sie müssen das so machen, wie ich es ihnen gesagt habe. Ganz normal kündigen und dann eine Befristung zur Probezeit vereinbaren. Die verlängerte Kündigungsfrist ist rechtlich vollkommen unsauber, auf die muss sich der Arbeitnehmer nicht einlassen
Zudem genießt er dann, sobald die Probezeit vorbei ist, ganz im Gegensatz zu meiner Variante den vollen Kündigungsschutz. Gegen eine Kündigung kann er also klagen
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ob sich der Arbeitnehmer darauf einlässt oder nicht, das ist eine andere Frage... aber um dieses Frage geht es nicht.Mit einem Urteil vom 7.3.2002 hat das Bundesarbeitsgericht (2 AZR 93/01) zwei mögliche Auswege aus dieser Situation aufgezeigt. Eine Verlängerung der Kündigungsfrist ist rechtlich total sauber.
Bitte lesen Sie sich diese Entscheidung einmal durch.! Wie ich Ihnen geschrieben habe ist auch in dieser Entscheidung von den Parteien ein Aufhebungsvertrag geschlossen worden.Wenn Sie mir nicht glauben wollen dann ziehe ich mich gerne zurück
wird.
Der ALV wird im bei­der­sei­ti­gen Ein­ver­neh­men zurück­ge­zo­gen, wenn Herr K die ge­for­der­te Ar­beits­leis­tung in vol­lem Um­fang bis En­de Ju­ni erfüllt.
Kommt die­se Rück­nah­me nicht zu­stan­de, erhält Herr K ein wohl­wol­len­des Dienst­zeug­nis, außer­dem ist er bis zu sei­nem Aus­schei­den ein für in­ter­ne Be­wer­bun­gen zulässi­ger Be­wer­ber."
Nach die­sem Gespräch un­ter­zeich­ne­ten die Par­tei­en ei­nen „Auflösungs­ver­trag", in dem sie erklärten, das Ar­beits­verhält­nis wer­de „hier­mit im bei­der­sei­ti­gen Ein-ver­neh­men zum 30. Ju­ni 1999" auf­gelöst.
Zentrales Thema dieser Entscheidung ist die Wirksamkeit des Aufhebungsvertrags
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Okay...Sie haben geschrieben: "Sie können das Arbeitsverhältnis beenden, können ihn wieder einstellen und können das Arbeitsverhältnis zur Probe befristen."Aufhebungsvertrag haben Sie nie geschrieben.
Entweder Aufhebungsvertrag oder Probezeit Kündigung eines von beiden. Probezeit Kündigung mit der vertraglich vereinbarten Frist
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich wundere mich Ihre vorgeschlagene Möglichkeit wird online mehrfach geschrieben das diese nicht zulässig ist:Ihre Idee: "Sie können das Arbeitsverhältnis beenden, können ihn wieder einstellen und können das Arbeitsverhältnis zur Probe befristen"
Sehr geehrter Ratsuchende,Was ich Ihnen geschrieben habe ist die einzig zulässige Möglichkeit. Das ist online anders geschrieben wird kann ich mir jetzt nicht vorstellen.Ich habe das zahllose Male so gemacht und bin Fachanwältin für Arbeitsrecht.Ich rede nicht von einer Probezeit sondern von einer BEFRISTUNG zur Probe nach Paragraph 14 Teilzeit und Befristungsgesetz.Im übrigen zieh ich mich sehr gerne zurück wenn sie mit meiner Antwort nicht zufrieden sind
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Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG)
§ 14 Zulässigkeit der Befristung
(1) Die Befristung eines Arbeitsvertrages ist zulässig, wenn sie durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist. Ein sachlicher Grund liegt insbesondere vor, wenn
1.
der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht,
2.
die Befristung im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium erfolgt, um den Übergang des Arbeitnehmers in eine Anschlussbeschäftigung zu erleichtern,
3.
der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers beschäftigt wird,
4.
die Eigenart der Arbeitsleistung die Befristung rechtfertigt,
5.
die Befristung zur Erprobung erfolgt,
6.
in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe die Befristung rechtfertigen,
7.
der Arbeitnehmer aus Haushaltsmitteln vergütet wird, die haushaltsrechtlich für eine befristete Beschäftigung bestimmt sind, und er entsprechend beschäftigt wird oder
Hier ist es Nummer fünf
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Selbstverständlich ist eine Befristung eines Arbeitsverhältnisses möglich, aber nicht wenn vorher ein unbefristeter Arbeitsvertrag bestand. Das ist doch das wichtige.
Sehr geehrter Ratsuchende, das ist vollkommen falsch.
Nur eine sachgrundlose Befristung ist unzulässig, eine Befristung mit Sachgrund sehr wohl. Im übrigen zieh ich mich sehr gerne zurück, ich bin es nicht gewohnt, dass man meine Antworten so infrage stellt
Schauen Sie sich bitte einmal den Paragraph 14 des Teilzeit und Befristungsgesetzes an.
Es ist sehr gefährlich für den Laien, im Internet juristische Themen zu lesen. Das meiste wird nämlich nicht richtig verstanden
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sie behaupten also dass die Aussagen hier falsch sind?https://www.anwalt.de/rechtstipps/die-verlaengerung-der-probezeit_019883.html
Ich habe das gelesen und der achte es nicht für richtig
In meinen Fortbildungen habe ich eine bessere Lösung gelernt, die die ich Ihnen versucht habe dazu legen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie davon ausgehen, das eine befristetes Arbeitsverhältnis möglich ist nach dem man ein unbefristeteres Arbeitsverhältnis kündigt?
Natürlich! Paragraph 14 Abs. 1 Teilzeit und Befristungsgesetz
Bitte lesen Sie sich doch den 14 einmal durch. Man unterscheidet zwischen Abs. 1 und Abs. 2. Beide haben völlig andere Voraussetzungen
Ich bin übrigens Fachanwältin für Arbeitsrecht und das seit mehr als zehn Jahren
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Paragraph 14 Abs. 1 Teilzeit und BefristungsgesetzDer regelt doch nur wann eine Befristung erlaubt ist. Nochmal es geht doch darum das vorher ein unbefristetes Arbeitsverhältnis da gewesen ist. Die Voraussetzung ist doch das wichtige.
Nur bei Abs. 2, der sachgrundlose Befristung da vorher kein anderes Arbeitsverhältnis da gewesen sein. Bei Abs. 1 erholen
Sehr wohl
Schauen Sie sich doch bitte einmal den Abs. 2 genau an.
2) 1Die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes ist bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig; bis zu dieser Gesamtdauer von zwei Jahren ist auch die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig. 2Eine Befristung nach Satz 1 ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. 3DAbsatz 2 Satz 1!!!!!!!!!Nicht Absatz 1
Eine Befristung nach Abs. 2 Satz eins bedeutet eine sachgrundlose Befristung. Die Befristung mit Sachgrund ist sehr wohl zulässig
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Okay...Sie gehen davon aus, das eine Befristung möglich ist (auch wenn ein unbefristeter Vertrag bestanden hat) sofern ein Grund vorliegt, oder?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Das heißt ich sollte kündigen und danach befristet einstellen?
Nicht ich gehe davon aus , sondern das GESETZJa , das habe ich Ihnen schon oben dargelegt
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Okay, vielen Dank.Ich war erst verwirrt und jetzt aufgeklärt, bitte entschuldigen Sie mein Misstrauen.Ist die Befristung z.B. auf 4, 5, 6 Monate auch möglich?
Das freut mich, wenn ich Ihnen helfen konnte. Selbstverständlich ist eine Befristung mit Sachgrund auch auf 4-6 Monate möglich, das ist kein Problem.Sie sollten aufpassen, dass sie in den befristeten Vertrag noch zusätzlich ein Kündigungsrecht einbauen
Auch wenn ich Ihnen online antwortest so bin ich doch seit mehr als zehn Jahren Fachanwältin für Arbeitsrecht und habe in Regensburg eine eigene Kanzlei. Also kein Grund zum Misstrauen