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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3945
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, folgenden Vorfall möchte Ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
folgenden Vorfall möchte Ich Ihnen schildern und habe dazu 2 Rechtliche Fragen.
Vorfall:
Ich wurde von meinem Arbeitgeber Krankheitsbedingt zum 31.12.2017 gekündigt.
Am 16.01.2018 war ein Betriebsrat und der Servicemeister zur Übergabe der restlichen
Sachen bei mir Daheim. Ich hatte eine Übergabeliste vorbereitet, unter anderem alle
Schlüssel die ich abgeben wollte mit Schlüsselnummer aufgezählt. Der Servicemeister
hatte auch eine eigene Liste die er vor Ort ausgefüllt hat. Die Herren wurden von mir
mit Kaffee und Gebäck im Esszimmer bewirtet. Da ich die Personen bereits 10 Jahre
kenne war die Situation ungezwungen.
Der Servicemeister hat auf seiner Liste nur den Haupt- Tresorschlüssel aufgezählt
und die restlichen 26 Schlüssel am Bund nur als Schlüsselbund deklariert.
Ich bat den Servicemeister sowohl auch den Betriebsrat mehrmals meine ausführliche
Liste ebenfalls zu unterschreiben oder ich würde die restlichen Schlüssel in Verwahrung
behalten. Der Servicemeister lehnte es jedoch ab, da laut seiner Aussage die anderen
Schlüssel nicht wichtig sind und er diese nicht mehr bräuchte. Ich ging demnach zu
Folge davon aus dass er die Schlüssel bei mir lässt.
Der Schlüsselbund lag bis zu Letzt auf dem Esszimmertisch. Nach dem beide Herren
gemeinsam gegangen waren, ging ich kurzdarauf den Tisch abräumen. Der Schlüsselbund
und mein privates Protokoll waren weg.
Auf dem Protokoll vom Meister habe ich nicht Unterschrieben. Es gab meinerseits keine
Erlaubnis ohne Quittierung meines Protokolls die Schlüssel mitzunehmen.
Ich habe nicht verstanden was das soll, die Schlüssel waren ja eh zur Rückgabe gedacht.
Ich vermute dass der Servicemeister den Schlüsselbund kurzfristig doch noch wollte, sein
Protokoll als ausreichend an sah und er so einer Diskussion damit aus dem Weg ging.
Frage:
1. Ich war nur der Halter und nicht der Besitzer der Schlüssel. Ist das Diebstahl wenn
der Schlüsselbund in dem hier beschrieben Fall unerlaubt genommen wurde?
2. Da ich der Halter der Schlüssel war, habe ich dann nicht das Recht auf ebenfalls
Quittierung meines eigenen (ausführlichen) Übergabeprotokolls?
Für Beantwortung meiner Fragen wäre ich Ihnen Dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Elvis Buzimkic

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

1.

Es könnte ein Diebstahl sein, die Schlüssel ohne Ihre Zustimmung mitzunehmen. Allerdings kann der Eigentümer der Schlüssel dem "Dieb" das mitnehmen erlaubt haben. Denn Sie sind nicht der Eigentümer sondern Ihr Arbeitgeber. Und dieser wird dem Servicemeister vermutlich erlaubt haben, die Schlüssel an sich zu nehmen. Das könnte die Strafbarkeit als Diebstahl ausschließen.

2.

Allerdings haben Sie einen Anspruch auf Quittierung. Die fehlende Quittung können Sie noch nachfordern.

In § 368 BGB heißt es hierzu:

Der Gläubiger hat gegen Empfang der Leistung auf Verlangen ein schriftliches Empfangsbekenntnis (Quittung) zu erteilen. Hat der Schuldner ein rechtliches Interesse, dass die Quittung in anderer Form erteilt wird, so kann er die Erteilung in dieser Form verlangen.

Sie sind in diesem Fall der Schuldner, nämlich die Person, die die Rückgabe der Schlüssel schuldet, und der Arbeitgeber, vertreten durch den Servicemeister, ist der Gläubiger, der die Rückgabe fordern darf aber eben auch eine Quittung erteilen muss, wenn das verlangt wird.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Krüger,ich habe noch eine 3 Frage, davon 2 zu dem Satz aus § 368.1. “Hat der Schuldner ein rechtliches Interesse,“
Wenn ich das richtig Verstehe dürfte das ja auf mich zutreffen. Denn ich möchte mich ja nicht
Finanziell Bereichern sondern nur gegen einen eventuellen Rechtsstreit absichern. Sehe ich das
so richtig?2. “dass die Quittung in anderer Form erteilt wird,“
Der Meister hätte auf meinen bitte hin die ausführliche Form wählen sollen. Also alle Schlüssel
auf seiner Quittung Namentlich Bennen müssen. Sehe ich das so richtig?3. Wenn es zu einem Rechtsstreit kommen würde (z.b. Schlüsselmissbrauch durch 3te),
und ich habe ja keine Konkrete Quittung für die Rückgabe dieser Schlüssel. Würden
jetzt 2 Aussagen gegen 1 stehen.
Also Meister und Betriebsrat gegen mich. Sehe ich das so richtig?Mit freundlichen Grüßen
Elvis Buzimkic

Danke für Ihre Rückmeldung.

1. und 3.

Sie haben ein rechtliches Interesse an einer Quittung. Sie wollen einen Nachweis, dass Sie die Schlüssel abgegeben haben. Ansonsten bestünde das Risiko, dass Sie nochmals zur Abgabe der Schlüssel aufgefordert oder vielleicht bei Schlüsselmissbrauch gar in Haftung genommen würden. Dann fehlte Ihnen der Nachweis, dass Sie die Schlüssel abgegeben haben. Um dem zu entgegnen, wäre eine Quittung ein geeignetes Mittel.

2.

Ja, Sie haben einen Anspruch auf eine ausführliche Quittierung. Ein Schlüsselbund zu quittieren genügt nicht, wenn nicht klar ist, welche Schlüssel an dem Bund waren.

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

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