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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 27030
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Frage bezieht sich auf

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frage bezieht sich auf eine Betriebsbedingte Kündigung, welche mir im Oktober zugestellt wurde und gegen welche ich Kündigungsschutzklage eingeleitet habe. Mich interessiert eine zweite Meinung zum Sachverhalt:
Ich arbeite seit März 2014 als Key Account Manager in einem pharmazeutischen Unternehmen mit ca. 280 Mitarbeitern ohne Betriebsrat als einziger Außendienstmitarbeiter. In den von mir betreuten Apotheken verkaufe ich Arzneimittel, führe Schulungen durch und sammle Informationen über Mitbewerber. Parallel gibt es für meinen Bezirk in der Zentrale eine Innendienstmitarbeiterin, die dieselben Apotheken anruft und nachfasst, ob die von mir präsentierten Angebote interessant sind- mal erzielt sie den Abschluss, mal ich. Bei 18 Verkaufsbezirken steuert der mit mir als einzigem mit einem Außendienst besetzte Bezirk 20 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens bei. Mein Arbeitgeber wird- was wir belegen können- in nächster Zeit weitere Arzneimittel auf den Markt bringen, behauptet aber, mein Beschäftigungsbedarf sei entfallen. Dies sehe ich nicht so, vor allem ist mir nicht klar, wie die Kollegin am Telefon meine Arbeit übernehmen soll, ohne das es zu erheblicher Mehrarbeit kommt. Zudem ersetzt ein Anruf aus dem Callcenter m. E. keinen Besuch vor Ort. Wie beurteilen Sie die Sachlage?
Mit freundlichen Grüßen
M. Magnusson
Gepostet: vor 24 Tagen.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bei einer betriebsbedingten Kündigung muss Ihr Arbeitgeber tatsächlich darlegen und beweisen können, dass Ihr Arbeitsplatz tatsächlich weggefallen ist. Ob dies vernünftig ist oder die richtige unternehmerische Entscheidung ist, dass wird durch das Gericht nun nicht überprüft.

Die Frage die sich in Ihrem Falle stellt ist zum einen ob Sie vor einer Kündigung nicht umgesetzt werden hätten können auf einen anderen freien Arbeitsplatz oder ob Ihr Arbeitgeber nicht eine Sozialauswahl hätte treffen müssen mit der Kollegin im Innendienst. Da wird es darauf ankommen ob Ihr Arbeitsplatz mit dem Arbeitsplatz der Kollegin vergleichbar ist.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 24 Tagen.

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Guten Abend Herr Schiessl,ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort- so schnell hatte ich damit nicht gerechnet, klasse.
Meines Wissens verfügt der Vertriebsinnendienst wie ich über eine kaufmännische Ausbildung, und wir verkaufen die gleichen Produkte, lediglich die Angebote unterscheiden sich gelegentlich. Allerdings ist es nicht möglich, das Personal am Telefon zu schulen, dies erledige ich vor Ort. Die Kollegin, welche meinen Bezirk telefonisch betreut ist seit ca. 1 Jahr dabei, ich seit über 3,5 Jahren. Zurzeit sind auf der Homepage des Unternehmens mehrere Positionen für den Vertriebsinnendienst ausgeschrieben. Ich gehe davon aus, man hätte mir dies zumindest anbieten müssen. Zudem frage ich mich, was aus den Schulungen wird- der Bedarf wird bei der Einführung weiterer Produkte nicht sinken sondern steigen.
Wie sehen sie die Fakten?Beste GrüßeM. Magnusson
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

so wie Sie mir die beiden Positionen schildern ergeben sich hier viele Übereinstimmungen so dass hier von einer Vergleichbarkeit durchaus ausgegangen werden kann. In jedem sollten Sie die Vergleichbarkeit der beiden Posten bei Gericht im Rahmen der Sozialauswahl vorbringen.

Wenn die ausgeschriebenen Positionen im Innendienst gleichwertige Tätigekeiten sind, so hätten die Posten Ihnen vor einer ordentlichen Kündigung als milderes Mittel angeboten werden müssen (Umsetzung oder Änderungskündigung).

Wenn der Arbeitgeber mit Ihrem Posten die Schulung streichen will, dann ist dies seine unternehmerische Entscheidung. Diese kann das Gericht nicht überprüfen, selbst wenn sie unvernünftig ist.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Herzlichen Dank Herr Schiessl,
meine Fragen wurden alle beantwortet, ich darf mich mit 5 Sternen für Ihre Hilfe bedanken.Mit freundlichen GrüßenM. Magnusson