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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 23096
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe am letzten Montag (13.11) meine

Beantwortete Frage:

Guten Abend,
ich habe am letzten Montag (13.11) meine Kündigung per Einschreiben-Übergabe an meinen Arbeitgeber geschickt. Am letzten Donnerstag (16.11)sagte mir der Fahrdienstleiter, dass er die Kündigung noch nicht erhalten habe, da er seit 4 Wochen nicht mehr im Büro gewesen sei. Ist so etwas erlaubt, muss nicht z. B. einmal die Woche im Büro nachgeschaut werden? Jedenfalls habe ich seine Bestätigung, die er mir zusagte bis heute nicht erhalten, sowie die Bestätigung für meinen letzten Arbeitstag am 14.12 -insgesamt 19 AT im Dezember. Statt dessen erzählte er mir, dass ich diese Woche nicht arbeiten muss, natürlich ohne dass ich einen Pfennig sehe. Meiner Kündigung ist voraus gegangen, dass dieser FDL mir am 3.11.17 telefonisch mitteilte, dass er die Tour ab Dezember teilt. Ich habe die kleinste Tour mit 6 Kunden, was sich also gar nicht lohnt.
Ich bekomme einen Std- Lohn von 19,89€ täglich und einen Fahrtkostenausgleich von 9,50€ täglich. Außerdem soll ich mich mit dem anderen Fahrer einigen, wer wann Urlaub macht, bzw. krank ist! Da ich seit 11 Jahren in der Firma tätig bin und durchweg 5-7 Kunden hatte, habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass das nicht so einfach geändert werden kann. Brief hierzu und Arbeitsvertrag könnte ich Ihnen mailen.Da ich in 3 Monaten 65 Jahre alt werde und auch psychische Probleme habe, wollte ich mir eine Klage nicht mehr zumuten.Auf jeden Fall weiß ich gar nicht, was ich machen muss, wenn meine Kündigung morgen oder übermorgen wieder in meinem Briefkasten liegt.
Gepostet: vor 27 Tagen.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich ist es leider so, dass bei einer postalischen Versendung derart wichtiger Dokumente wie einer Kündigung, der Absender stets das Transport- und Zustellungsrisiko trägt.

Aus diesem Grunde empfiehlt sich in solchen Fällen auch immer eine persönliche Übergabe gegen Empfangsbekenntnis, um den Zugang der Kündigung sicherzustellen, denn nur dann entfaltet die Kündigung auch Wirksamkeit.

Etwas anderes wäre nur anzunehmen, wenn der FDL in Ihrem Fall den Zugang der Kündigung vereitelt hätte, damit diese keine Wirkamkeit entfalten kann. Aber in diesem Fall müssten Sie zumindest unter Beweis stellen können, dass die Kündigung den Machtbereich des AG/des Betriebes erreicht hat, und diesen Beweis werden Sie unter den gegebenen Umständen leider nicht führen können.

Die einseitigen Änderungen des Arbeitsvertrages - Zuweisung der Fahrten - müssen Sie jedoch nicht hinnehmen, denn es handelt sich insoweit um einen wesentlichen arbeitsvertraglichen Umstand: Dessen inhaltliche Änderung ist aber stets nur in gegenseitigem Einvernehmen - also nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung - rechtlich möglich und zulässig.

Sie können daher auf Einhaltung der arbeitsvertraglich vereinbarten Bedingungen bestehen und dieses notfalls auch auf dem Rechtsweg erzwingen.

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Vielen Dank!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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