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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 22888
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe mein Arbeitsverhältnis betreffend

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
ich habe mein Arbeitsverhältnis betreffend folgende Fragen zum weiteren Procedere:
1. Kann ich einen Aufhebungsvertrag in meiner speziellen Situation erzwingen?
2. Muss ich Hausbesuche zu Fuss erledigen, wenn ich mein Privatfahrzeug nicht mehr zur Verfügung stellen möchte?
3. Ist es zulässig, meinen Jahresurlaub zu kündigen?
4. Kann ich unter Krankschreibung für die angestellte Tätigkeit eine freiberufliche und von der Praxis unabhängige Tätigkeit ausüben?
Bei folgendem Sachverhalt:
Schon bei der Anstellung ab dem 1. Mai 2017 hätte ich aufgrund von Beschimpfungen meiner Person am liebsten gleich wieder gekündigt. Da ich keine Probezeit, sondern nur eine dreimonatige Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag vereinbart habe, habe ich versucht, mich mit diesen Gegebenheiten zu arrangieren. Die Situation hat sich allerdings nur verschlechtert. Eine Eskalation hat sich daraus ergeben, dass mir der Praxisinhaber verboten hat, eine Akutlabordiagnostik in der Praxis anzuordnen, um eine Entscheidungsgrundlage für eine Krankenhauseinweisung zu schaffen. Er gestattet mir diese Diagnostik maximal 1-2x/Woche unabhängig von der Patientenhäufung. Wenn ich also aufgrund unzureichender Diagnostik jemanden wieder nach Hause schicken muss und dessen Symptomatik eskaliert, er nicht rechtzeitig behandelt wird, so stehe ich vor dem Richter. Somit habe ich bei unterlassener Laboruntersuchung auf Anordnung einen Eintrag in die elektronische Karteikarte geschrieben. Daraufhin wurde ich erneut beschimpft und beleidigt unter der Aussage, dass ich zwar fachlich qualifizierter sei als der Dienstherr, ich aber im Dienstvertrag unterzeichnet hätte, mich sorgfältig um die Patienten zu kümmern. Somit sei er "aus dem Schneider". Ich habe unter diesen Umständen unter der Wahrung der Frist zum 31.12.17 gekündigt und bin anschliessend bis zum 16.10.17 im Urlaub gewesen. Einem Aufhebungsvertrag will der Praxisinhaber nicht zustimmen. Gestern habe ich nun durch die leitende MFA - ein Gespräch mit dem Dienstherrn findet nicht mehr statt- eine Auflistung über von mir im 3. Quartal verordneten Medikamente, welche kassenärztlich nicht erstattet werden verbunden mit einer Rechnung und der Mitteilung erhalten, dass mir dieser Betrag von meinem Gehalt 10/17 abgezogen werde. Meine Tankkarte ist ab sofort nicht mehr gültig und mein Urlaub wird gekürzt, weil ich im Juni von ihm ja mehrfach eher wegen Arbeitsmangel nach Hause geschickt worden bin. ich habe einen festen Arbeitsvertrag über 33 Wochenstunden, unbefristet, mit 6 Wochen Jahresurlaub. Ich habe gestern noch meine Tätigkeit mit Hausbesuchen mit meinem Privat-PKW erledigt, leide aber seit gestern Abend unter starken Kopfschmerzen, heftigem Tinnitus, einer Verschlechterung meiner Blutzuckerwerte und Schlafstörungen. Allein der Gedanke, ***** ***** Praxis wieder zum Dienst antreten zu müssen macht mich fast panisch. Ich habe vor, mich ab heute krankschreiben zu lassen.
Mit vielem Dank für Ihre Antwort
Dr.med. B.B.
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Der Abschluss eines Aufhebungsvertrages ist nur in gegenseitigem Einvernehmen rechtlich möglich, und unter den gegebenen Umständen wird Ihr AG seine Zustimmung hierzu wohl nicht erteilen.

Allerdings besteht für Sie die Möglichkeit, einer fristlosen Eigenkündigung in Anbetracht des Umstandes, dass Sie offensichtlich mobbingähnlichen Arbeitsbedingungen und wiederholten Beleidigungen ausgesetzt sind.

Unter diesen Umständen liegt nämlich ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vor, der Sie zur fristlosen Kündigung berechtigt. Ein solcher wichtiger grund ist immer dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, auf Grund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Dienstverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zu der vereinbarten Beendigung des Dienstverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt. Sie würden in diesem Fall auch nicht mit der Anordnung einer Sperrzeit bei dem anschließenden Bezug von ALG I rechnen müssen, denn diese erfolgt nicht, wenn sich der Versicherte auf einen wichtigen Grund berufen kann (§ 159 SGB III).

Im Ürbigen ist es Ihnen nicht zumutbar, Hausbesuche zu Fuß zu erledigen - Sie sind hierzu nicht verpflichtet.

Ihr Jahresurlaub steht Ihnen vollumfänglich zu: Der Mangel an Arbeit berechtigt einen AG nicht zur Kürzung des Urlaubs, denn das wirtschaftliche Risiko, dem AN Arbeit zuweisen zu können, trägt stets und ausschließlich der AG!

Wenn die unabhängige Tätigkeit nicht Ihren Genesungsprozess beeinträchtigt, so können Sie diese auch während der Krankschreibung ausüben.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich habe noch eine Anschlussfrage: welche Frist muss ich einhalten für eine fristlose Kündigung?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Eine Frist müssen Sie bei der frsitlosen Kündigung nicht einhalten, und diese beendet das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung.

Ich rate Ihnen aber an, vor der Kündigung einen Besprechungstermin bei der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit zu vereinbaren, um gegenüber der Arbeitsverwaltung vor Ausspruch der Kündigung den wichtigen Grund darzulegen, so dass eine Sperrzeit unterbleibt. Schildern Sie dorrt ausführlich die für Sie extrem belastende Arbeitssituation und die Schikanen, denen Sie ausgesetzt sind. Eine Sperrzeit wird dann nicht angeordnet werden.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 3 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für Ihre gute Beratung!
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Gern geschehen - vielen Dank ***** *****!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt