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raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17087
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Kündigung eines langjährigen Arbeitnehmers Ein Arbeitnehmer

Beantwortete Frage:

Kündigung eines langjährigen ArbeitnehmersEin Arbeitnehmer ist seit ca. 12 Jahren in einer GmbH (80 MA) als Ingenieur beschäftigt. Die GmbH wächst, hat im Moment 10 unbesetzte Stellen.
Seitens der Geschäftsleitung gab es schon mehrmals Kritik an der Arbeitsweise des Mitarbeiters; insbesondere Sorgfalt und Kommunikation wurden bemängelt. Anfang des Jahres gab es eine Abmahnung aus genannten Gründen.Jetzt möchte die Geschäftsleitung den Arbeitnehmer kündigen, schlägt aber als Kompromiss einen Aufhebungsvertrag vor.Der Arbeitnehmer hat keine Rechtsschutzversicherung.Aus Sicht des Arbeitnehmers ist rechtlich keine Kündigung möglich. Die Firma stellt ein - also keine betriebsbedingte Möglichkeit der Kündigung und persönliches Fehlverhalten liegt auch nicht vor - also kann aus diesem Grunde auch nicht gekündigt werden. Aus Sicht des Arbeitnehmers ist hier vor allem die Leitungsebene in der Pflicht, die trotz der bekannten Kritikpunkte keine Maßnahmen eingeleitet hat, mit denen die gewünschten Arbeitsergebnisse dennoch erzielt werden können. Dabei sollte durchaus die lange Betriebszugehörigkeit eine Rolle spielen.Frage 1: Ist diese Ansicht rechtlich korrekt und sollte der AN gegen die (mögliche) Kündigung klagen?
Frage 2: Was ist, wenn sich der Prozess sehr lange hinzieht und der AN zwischendurch eine neue Tätigkeit aufnehmen muss?. Ist das Aufnehmen einer neuen Tätigkeit schädlich für den Prozessverlauf - da auf Wiedereinstellung geklagt würde, was dann nicht sofort möglich wäre?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer und Ihr Vertrauen in uns.

Mein Name ist Rechtsanwalt Steffan Schwerin und ich versuche Ihnen jetzt bei Ihrem Anliegen zu helfen. Bitte warten Sie einen Augenblick bis ich Ihre Frage überprüft habe und mit einer Antwort wieder auf Sie zukomme.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Monat.

Frage 1: Ist diese Ansicht rechtlich korrekt und sollte der AN gegen die (mögliche) Kündigung klagen?

Betriebsbedingt kann der Arbeitgeber nicht kündigen.

Der Arbeitgeber könnte allenfalls auf der Abmahnung aufbauen und eine verhaltensbedingte Kündigung aussprechen.

Der Arbeitgeber ist dann aber auch in der Beweispflicht.

Frage 2: Was ist, wenn sich der Prozess sehr lange hinzieht und der AN zwischendurch eine neue Tätigkeit aufnehmen muss?. Ist das Aufnehmen einer neuen Tätigkeit schädlich für den Prozessverlauf - da auf Wiedereinstellung geklagt würde, was dann nicht sofort möglich wäre?

Wird man gekündigt, kann man binnen 3 Wochen dagegen klagen.

Die Klage läuft auf Feststellung der Unwirksamkeit der Kündigung und damit quasi auf Wiedereinstellung.

Sollte sich der Prozess länger hinziehen und der Arbeitnehmer bekommt eine neue Stelle, dann läuft das arbeitsgerichtliche Verfahren weiter.

Man kombiniert dieses dann aber mit einem Auflösungsantrag und wird eine Abfindung bekommen.

raschwerin und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.