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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26855
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend, mir wurde heute von meiner Arbeitgeberin

Beantwortete Frage:

Guten Abend,
mir wurde heute von meiner Arbeitgeberin mitgeteilt, dass ich angeblich einen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz begangen habe.
Ich bin Angestellte in einer "Praxis", die in der Uniklinik ist. Ich bin nicht über die Uni selbst angestellt, sondern privat, habe aber einen Zugang für die allgemeinen Kliniksdaten bekommen mit denen die gesamte Uniklinik arbeitet.
Eine Patientin, angeblich eine Bekannte von mir, die sich aber nicht zu erkennen gibt, behauptet, ich habe Daten von ihr weitergegeben, ich hätte im Gespräch mit ihr Dinge erwähnt, die ich wohl nur über die Klinik gewusst haben kann. Es gibt laut der IT Abteilung auch Beweise, dass ich mit meinem Account die Patientin aufgerufen haben muss, 5 x in den Jahren von 2012 bis 2016. Ich weiß leider nicht wer diese Frau ist. Mir fällt nur ein, es könnte meine Tante sein, zu der ich lange keinen Kontakt hatte. Durch Zufall hatte ich gesehen, dass sie Patientin der Uniklinik ist, weil ich meinen Namen aufrief und sie direkt darunter stand (gleicher Nachname). Daraufhin habe ich die Adresse mehrfach in den Jahren aufgerufen und immer wieder überlegt, ob ich meine Tante anschreibe oder nicht. Irgendwann habe ich es auch getan, da ich lange auf der Suche nach meinem Cousin war, den ich sehr vermisste, aber die Adresse gibt es auch offiziell im Internet, bzw. auch die Telefonnummer. Wir haben uns sogar getroffen. Sie sagte, sie hätte auch diverse Unverträglichkeiten und berichtete selbst von ihren Erkrankungen. Ich habe nicht in ihre krankenakte gesehen und ich wusste auch nicht von ihrer Geschichte. Sie ist die einzige, von der ich denke, dass der Zeitraum passt. Warum sie mich jetzt anschwärzt, weiß ich nicht.
Was kann auf mich als Strafe zukommen??? Ich habe die Daten nicht an dritte weitergegeben, definitiv nicht.
Falls überhaupt diese Person in Frage kommt.
Die Pc s sind durch Passwörter gesichert, aber durch mehrere Personen zugänglich gewesen, weil sie "offen" waren und nicht gesperrt wenn man mal schnell weg musste (Anmeldung durch mehrere Mitarbeiter besetzt).
Vielleicht können Sie mir weiterhelfen, ich bin ziemlich verzweifelt.
beste Grüße,
Judith Zbroschzyk
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie keinen Grund gehabt haben die Daten Ihrer Tante aufzurufen (unterstellt es handelt sich hier um Ihre Tante, wie Sie vermuten), dann kommt ein Verstoß gegen § 43 II 3 BDSG in Betracht (unbefugtes Aufrufen von Daten). Es handelt sich hier aber nicht um eine Straftat sondern um eine Ordnungswidrigkeit. Sie müssen also allenfalls mit einem Bußgeldbescheid rechnen.

Arbeitsrechtlich haben Sie mit einer Abmahnung zu rechnen, da es eine arbeitsvertragliche Nebenpflicht ist vertrauliche Daten nur insoweit zu verwenden, als dass dies betrieblich erforderlich ist. Mit einer Kündigung dagegen brauchen Sie hier nicht zu rechnen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich habe versucht unserer IT Abteilung klarzumachen, dass ich eine Stellungnahme nur abgeben kann, wenn ich den Namen weiß. Diese wiederum wird die Dame anfragen, ob sie ihre Identität preis gibt. Was passiert denn wenn sie dies nicht tut?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn die Dame Ihre Idetität nicht preisgeben will, dann können und sollten Sie sich nicht ins Blaue hinein zur Sache einlassen, sondern den Vorwurf bestreiten. Stellen Sie klar, dass Sie ohne die Identität der angeblich Betroffenen zu kennen, sich nicht qualifiziert zur Sache einlassen können und dann auch einer Abmahnung widersprechen werden, beziehungsweise die Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte verlangen werden.

Denn eine Abmahnung muss den vorgeworfenen Sachverhalt so genau schildern, dass Sie in der Lage sind, sich gegen den Vorwurf in der Abmahnung zur Wehr zu setzen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.