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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 22615
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Zum 01.11.16 habe ich einen Minijob auf 450 € Basis

Beantwortete Frage:

zum 01.11.16 habe ich einen Minijob auf 450 € Basis angefangen. Ich habe einen 1-Jahres-Arbeitsvertrag für einen Vollzeitarbeitnehmer erhalten mit einer 6 Tage-Woche. Da ich nebenbei Vollzeit 40 Stunden/Woche arbeite, kann ich das ja nicht schaffen. Ich arbeite im Minijob nur am Wochenende (SA/SO).
Der damals für mich zuständige Küchenleiter meinte, das wäre total egal.
Ich habe dann Monat für Monat mit kaum Ausfall bis August durch gearbeitet. Nun ist der Küchenleiter ersetzt worden gegen eine Person die mich (warum auch immer) nicht leiden kann. Sie degradiert mich in meinem Minijob, so dass ich quasi nicht arbeiten kann. Ich stehe dann nutzlos darum. Ich bin Küchenhilfe und meine Aufgaben sind Spülen, Frühstück machen, Maschinen reinigen, Kaffee vorbereiten, etc....

Seit die Frau da ist und Chef spielt, darf ich meinen Aufgaben nicht mehr nachgehen. Ich darf nur noch spülen. Und muss teilweise Aufgaben fernab meines Bereiches machen, worüber ich keinerlei Maschinenanweisung hatte (in dem Fall sollte ich die Wäsche der Altenheimbewohner machen. Ich hab keine Ahnung von diesen XXXL-Industriewaschmaschinen. Ich habe die Finger davon gelassen bevor ich noch was kaputt mache.) Und der Hammer ist: sie STREICHT mich komplett aus dem Dienstplan, so dass ich gar nicht arbeiten gehen kann. Mein Vertrag läuft ohnehin zum 31.10.17 aus aber sie will das ich nicht mehr wieder komme.

Ich habe dann mit der Personalabteilung gesprochen, da ich keine Antwort über Tage bekomme wann meine Dienstzeiten sind. Dann hieß es plötzlich ich hätte zu viel Geld bekommen und muss jetzt knapp 300 € nach bezahlen oder ich arbeite die Zeit ab.

1. sind meine Gehaltsnachweise so undurchschaubar (ich habe jeden Monat einen komplett anderen Betrag drauf stehen, mal sind es nur 250, dann 360 und dann 450 € und plötzlich wieder nur 200 €) Für mich sah es so aus, als würde es so richtig sein. Deshalb habe ich nichts gesagt und wurde prompt angemacht, dass ich das Geld ja einsacken würde.

2. hätte ich noch 16 Urlaubstage, man sagte mir die werden mit einem Faktor von 2,8 (o.ä.) angerechnet weil es ja ein Minijob ist

3. hieß es dann, nach Anrechnung und Prüfung habe ich 290 € nachzuzahlen. Vorher waren es über 400 €.

Ich bin mir sicher der Arbeitgeber will einen hinters Licht führen. Des Weiteren fühle ich mich von der Küchenleiterin in die Ecke gedrängt und gemobbt. Verbal macht sie mich mit Worten wie "du bist blond" fertig und nebenbei versucht sie mein Leben schlecht zu machen so nach dem Motto "Wie kannst du deinem Pferd das antun es in einer Pension stehen zu haben und nicht bei dir am Haus". Es geht laufend so.

Nach Vertragsende werde ich mich einer OP unterziehen, darüber hat sie dummerweise Kenntnis gewonnen und stempelt mich jetzt mit ihrem Verhalten in der untersten Schublade ab. Mit ihren Aussagen würdigt sie meine Arbeit kein bisschen und stempelt mich als billige Hilfskraft ab die am besten als Putzfrau auf einem Raststättenklo fungieren sollte.

Kann ich den Arbeitsvertrag fristlos wg Mobbing (war bereits einige Wochenenden krank deswegen) kündigen? Und was ist mit dem angeblich zu viel bezahlten Geld? Ich fordere seit Wochen die Dienstpläne aus Nov.16 bis September 17 an um selber alles zu prüfen aber ich bekomme die nicht. Aus Datenschutzgründen...?!

Ich vermute hier eine fiese Attacke. Sie sagte auch, dass sie mich schon ersetzt hat. Ein Mitarbeiter hat schon gekündigt.

Wie kann ich vorgehen?

Mit freundlichen Grüßen

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Eine fristlose Kündigung setzt nach § 626 BGB das Vorliegen eines wichtigen Grundes voraus. Dieser ist dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, auf Grund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Dienstverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zu der vereinbarten Beendigung des Dienstverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

Sie schildern extremes Mobbing am Arbeitsplatz, das teilweise sogar als Beleidigung nach § 185 StGB strafrechtlich erheblich ist (="Du bist blond").

Unter diesen besonderen Umständen ist Ihnen ein weiteres Festhalten an dem Arbeitsplatz unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist in der Tat nicht zuzumuten mit der Folge, dass Sie den Arbeitsvertrag fristlos kündigen können.

Beachten Sie, dass die Kündigung zwingend schriftlich erfolgen muss (§ 623 BGB).

Eine angebliche Überbezahlung muss der AG Ihnen ganz konkret nachweisen - die bloße und völlig pauschale Behauptung und Unterstellung einer Überbezahlung ist rechtlich unerheblich. Solange Ihr AG Ihnen die vermeintliche Überbezahlung nicht nachweisen kann, müssen Sie selbstverständlich auch nichts zurückzahlen!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,vielen Dank für die Antwort.Wie kann ich denn die Kündigung verfassen. Ich schreibe einen Standard-Brief und nehme den Satz rein "hiermit kündige ich das Arbeitsverhältnis zum sofortigen Zeitpunkt aufgrund extremen Mobbings am Arbeitsplatz seit August 2017."Was passiert wenn der AG einen Nachweis zum Mobbing will? Ich kann meine Erlebnisse schildern aber die Gegenseite wird alles abstreiten.
Hilft ein Attest vom Arzt ?Und ist es sinnvoll den Satz in die Kündigung mit aufzunehmen, dass der AG mir beweisen soll das Geld zu viel bezahlt wurde?Liebe Grüsse
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Formulieren Sie die Kündigung wie folgt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen mit ihnen geschlossenen Arbeitsvertrag vom.....fristlos. Ich stehe ihnen damit mit sofortiger Wirkung nicht mehr zur Verfügung.

Begründen möchte ich die Kündigung mit dem unablässigen Mobbing am Arbeitsplatz, dem ich ausgesetzt bin und welches trotz Aufforderung nicht eingestellt wurde.

Ich bitte Sie, mir diese Kündigung schriftlich zu bestätigen.

Datum/Unterschrift

Sollte die Gegenseite das Mobbing abstreiten, so können Sie ein ärztliches Attest nachreichen.

Die angebliche Überbezahlung sollten Sie in der Kündigung nicht erwähnen, denn diese hat Ihnen der AG ohnehin zu beweisen!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Sind denn nun noch Fragen offen geblieben?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Okay ich werde die Kündigung morgen Mittag persönlich mit meinem Stiefvater dort abgeben.laut der Personalabteilung soll ich diesen Samstag arbeiten. Brauche ich dafür dann keine Krankmeldung wenn die Kündigung morgen schriftlich eingeht?LG
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Lassen Sie den Empfang dann schriftlich quittieren.

Nein, die fristlose Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung - Sie benötigen also auch keine Krankmeldung mehr.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Alles klar. Vielen Dank für die schnelle Hilfe. Ich werde jetzt die Bewertung fertig machen.Viele Grüsse und vorab ein schönes Wochenende.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank ***** ***** und ebenfalls ein schönes Wochenende!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Hallo, ich habe jetzt ein Einschreiben im Postfach welches ich morgen abholen soll. Soll ich es annehmen? Was würde geschehen wenn ich es liegen lasse ?Liebe Grüsse
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 24 Tagen.

Das Schreiben sollten Sie annehmen. Wenn Sie es nicht tun, kann dennoch nichts passieren, denn den Zugang muss der AG Ihnen nachweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt