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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16960
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Hallo, ich bin Freiberuflerin und beschäftige in meinem

Beantwortete Frage:

Hallo, ich bin Freiberuflerin und beschäftige in meinem Unternehmen 4 Angestellte (einer davon im Midi-Job). Nun ist eine meiner Vollzeit-Mitarbeiterinnen mit guten fachlichen Fähigkeiten schwanger und ich plane eine befristete Neueinstellung für die Mutterschutz- und Elternzeit. Die noch zu findende neue Mitarbeiterin soll aber lediglich als Sekretärin befristet eingestellt werden und also nicht unmittelbar die schwangere Mitarbeiterin vertreten. Das soll hingegen die jetzige langjährige Sekretärin übernehmen. Deren Vertretungsjob würde ich auch befristen bis zum Ende der Elternzeit. Meine Frage: Greifen die arbeitsrechtlichen Hinweise für eine bis zum Ende der Elternzeit der jetzt schwangeren Mitarbeiterin befristete Neueinstellung auch dann, wenn die Neueinstellung nicht unmittelbar deren Platz als Vertretung einnimmt? Bei unserer kleinen Unternehmensgröße kann ich es mir nicht leisten, im Endeffekt eine fünfte Mitarbeiterin nicht kündigen zu können...

Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Anfrage

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 3 Monaten.

.

darf ich fragen:

Wen soll die neue Mitarbeiterin genau vertreten?

Der Sekretärin weisen Sie nur befristet eine andere Aufgabe zu, aber der Arbeitsvertrag bleibt bestehen und die alte Stelle bekommt sie zurück, wenn die Elternzeitdame wiederk

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sie müssen die neue Mitarbeiterin nicht mit sachlichem Grund ( Vertretung) befristen.

Sie können nach § 14 II des Teilzeit und Befristungsgesetzes einfach zeitlich bis zu 2 Jahre befristen, binnen der Zeit kann dreimal verlängert werden.

Sie können aber auch mit Sachgrund befristen, nämlich Vertretung.

Die Arbeitnehmerin, die Sie einstellen, muss nicht direkt die Dame in Elternzeit vertreten.

Zulässig ist auch eine sog mittelbare Vertretung.

Sie liegt vor, wenn der Arbeitgeber die Arbeit so umorganisiert, dass ein anderer Stammarbeitnehmer die Arbeit des zu vertretenden Mitarbeiters übernimmt und der Vertreter die Aufgaben jenes Stammarbeitnehmers erledigt.

Zwischen dem zeitweiligen Ausfall eines Stammarbeitnehmers und der befristeten Einstellung eines Vertreters muss allerdings ein ursächlicher Zusammenhang bestehen (stRspr, zuletzt: BAG 11.2.2015, NZA 2015, 617

(BeckOK ArbR/Bayreuther TzBfG § 14 Rn. 40-50, beck-online)

Das sind die beiden Möglichkeiten, die Sie haben.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank ***** ***** kurze Nachfrage: Die Befristung lässt sich bei Mutterschutz/ Elternzeit ja nicht von vornherein mit einem festen Enddatum versehen. Ich wollte deshalb eine Formulierung für die Neueinstellung verwenden wie "befristet bis zur Rückkehr der Mitarbeiterin xy aus der Elternzeit". Geht das auch, wenn die neu eingestellte Kraft nicht direkt die junge Mutter xy vertritt, sondern eine interne Umorganisation der Arbeit vorliegt?
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja das geht, Sie können eine rein zeitliche Befristung machen, aber auch eine reine sog. Zweckbefristung.

Beides ist möglich , hier im Rahmen der mittelbaren Vertretung.

Wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung

danke

Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 3 Monaten.

Nachtrag:

Ich würde empfehlen , zusätzlich zur Befristung zu vereinbaren, dass das Arbeitsverhältnis mit den gesetzlichen Fristen ordentlich kündbar ist.

Da das Kündigungsschutzgesetz nicht greift, kann die Arbeitnehmerin hiergegen nichts unternehmen