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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 22860
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Arbeitgeber hat mir gekündigt, nachdem wir unser

Beantwortete Frage:

Mein Arbeitgeber hat mir gekündigt, nachdem wir unser jährliches Mitarbeitergespräch hatten. In diesem sagte mein Chef, ich solle mir eine Weiterbildung überlegen, da er für meinen Posten zusätzlich jemanden einstellen möchte. Ich hatte dann ein weiteres Gespräch mit ihm und dem HR, wo ich gefragt wurde, ob ich mir eine Weiterbildung überlegt habe. Als ich meine Vorschläge brachte(welche der Firma gedient hätten), hieß es dann im selben Gespräch, dass sie keine weitere Beschäftigung für mich haben und mich hiermit kündigen. Einige Zeit später, sah ich auf der Internetseite der Firma, dass sie eine Stelle ausgeschrieben haben, welche exakt auf mich passen würde. Nun meine Frage : Kann ich die Kündigung anfechten?
Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Beschäftigt Ihr AG denn mindestens 10 Mitarbeiter?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrter Herr Hüttemann, ja wir haben mehr als 10 Mitarbeiter

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Monaten.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Unter diesen Umständen können Sie sich in der Tat erfolgreich gegen die Kündigung zur Wehr setzen, denn diese ist unwirksam!

Da Ihr Betrieb mindestens 10 AN beschäftigt, unterliegt er den Bestimmungen des Kündigungsschutzgesetzes.

Danach benötigt ein AG für eine Kündigung aber stets einen besonderen Grund, der hier überhaupt nicht vorliegt - § 1 Absatz 2 KSchG:

https://www.gesetze-im-internet.de/kschg/__1.html

In Betracht kommt hier allenfalls eine verhaltensbedingte Kündigung. Diese aber setzt eine schwer wiegende arbeitsvertragliche Pflichtverletzung voraus, die ebenfalls nicht gegeben ist. Zudem darf eine Kündigung - die dem Übermaßverbot unterliegt - erst nach einer vorherigen schriftlichen Abmahnung erfolgen.

Unter den hier vorliegenden Umständen ist die Kündigung folglich unwirksam, da kein Kündigungsgrund ersichtlich ist.

Sie können sich daher erfolgreich gegen die Kündigung wehren, indem Sie binnen drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung die Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht erheben.

Das Arbeitsgericht wird sodann die Unwirksamkeit der Kündigunng feststellen!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Monaten.

Entschuldigen Sie bitte - mir ist angezeigt worden, dass Sie Ihre Frage aus der Schweiz stellen: Sollte Ihre Anfrage nach deutschem Recht oder nach dem Recht der Schweiz beantwortet werden?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.

Wenn es da einen Unterschied gibt, bitte nach dem schweizer Recht

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Monaten.

Ja, leider gibt es einen Unterschied: In der Schweiz herrscht im Bereich des Arbeitsvertragsrechts Kündigungsfreiheit.

Das bedeutet, dass eine Kündigung grundsätzlich jederzeit möglich ist und auch kein besonderer Kündigungsgrund vorliegen muss.

Es besteht nur die Verpflichtung, dass der Kündigende die Kündigung schriftlich begründen muss, wenn die andere Partei des Arbeitsvertrages dieses verlangt.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt