So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Holger Traub.
Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 5355
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Anhörung beim Personalmanagement des Deutschen

Beantwortete Frage:

Anhörung beim Personalmanagement des Deutschen Wetterdienstes
Schreiben des Personalmanagement des DWD
Anhörung
Sehr geehrter Herr Braun,
aufgrund der hier vorliegenden Informationen besteht erneut die Besorgnis, dass Ihre Verhaltensweise innerhalb und außerhalb des Referates Organisation nicht den Anforderungen im Deutschen Wetterdienst für einen sachlichen, rücksichts- und respektvollen Umgang mit Kolleginnen und Kollegen entspricht. Konkret äußerte sich dies zuletzt in einem Gespräch mit Frau Toussaint am 8. August 2017. Ein dienstliches Anliegen wurde Ihrerseits in einer außergewöhnlichen lautstarken und unsachlichen Weise vorgetragen. Außerdem verdichten sich zu nehmend die Hinweise auf eine unzureichende körperliche Hygiene, die zu einer teils nicht hinnehmbaren Geruchsbelästigung führt. Eine solche Verhaltensweise kann zu einer erheblichen Störung de betrieblichen Abläufe führen.
Vo diesem Hintergrund bin ich gehalten, eine mögliche Verletzung Ihrer arbeitsvertraglichen Nebenpflichten zu prüfen. Im Vorfeld dieser Prüfung, gebe ich Ihnen die Gelegenheit, sich zu dem o.g. Sachverhalt zu äußern. Zu diesem Zeck bitte ich Sie, sich am Dienstag, denn 22. August 2017 um 13:30 Uhr im Raum E.4.D.02 einzufinden. Wenn Sie wünschen, können Sie zu dem Gespräch ein Mitglied mit der Personalvertretung heranziehen. Bitte setzen Sie sich hierfür rechtzeitig mit dem PR/DWD in Verbindung-
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Michael Mann
Personalmanagement
Deutscher Wetterdienst
__________________________
Ich habe am Donnerstag Abend, den 17.08.2017 um ca. 17:00 Uhr die Einladung über meinen Sachgebietsleiter zu einer Anhörung am 22.08.2017 bekommen, wo es darum geht, ob ich meine arbeitsvertraglichen Nebenpflichten verletzt habe, s.o.
Ich arbeite beim Deutschen Wetterdienst, der DWD ist eine Bundesoberbehörde d.h. es ist öffentlicher Dienst. Ich bin Tarifangestellter, seit 2001 dort als Sachbearbeiter im Organisationsreferat beschäftigt.
Der im Sachverhalt erwähnte Bezug "steht erneut die Besorgnis" bezieht sich auf einen Vorfall vor einem Jahr, wo schon einmal ein Personalgespräch stattfand weil ich angeblich, als die Kollegin vorbeilief an mir hinter ihr das Geräusch "Peng" [ nur verbal] gemacht zu haben. Es gibt aber keine Beweise und keine Zeugen für diesen Zwischenfall.
Der jetzige Vorfall ist wieder von dieser Kollegin gestartet worden, nur mit dem Unterschied, dass meine Referatsleiterin, die im Nebenzimmer saß und dort ein Gespräch mit einem Kollegen führte, es gehört hatte. Ich soll mich verbal sehr laut geäußert haben. Der betreffende Dialog mit der Kollegin war (....) Frage: Wieso habe ich nicht die E-Mail bekommen wie die beiden anderen Kollegen? Antwort der Kollegin, weil sie in der Sachgebietsbesprechung nichts gesagt haben....Frage von mir: kann man das nicht assoziieren, wenn drei Personen an der gleichen Thematik arbeiten? Eine Antwort erfolgte nicht seitens der Kollegin nicht....ich bin dann wortlos wieder gegangen......
Hintergrundinfo.....es besteht kein Kontakt zu der Kollegin seit dem Zwischenfall vor einem Jahr, meine Referatsleiterin hat bevor sie jetzt in Urlaub gefahren ist, angeordnet, ich darf keinen Kontakt mit der Kollegin haben, weder persönlich, schriftlich, ich darf auch nicht in ihr Büro betreten, an gemeinsamen Sitzungen braucht Sie nicht teilzunehmen, wenn ich teilnehme...
Was den zweiten Vorwurf, die unzureichende Körperhygiene betrifft, so ist damit wohl ggf. mein Fußgeruch damit gemeint, wie ich inoffiziell inzwischen erfahren habe und der dritte Vorwurf der hier im Hintergrund schwebt ist meine angebliche Einstellung zu Frauen, ggf. weil ich mal gesagt habe (unter Kollegen] ich folge nicht dem Mainstream der Genderisierung, insbesonders trage ich keine Stühle für Frauen in Besprechungsräume / gemeinsame Sitzungen, die nicht in Lage sind wenigstens zu grüßen...
Des weiteren um das Bild komplett zu machen, ich habe ein sehr schlechtes Verhältnis zu meiner Chefin/ Referatsleiterin...
Ich habe vor einen Personalrat zu dieser Anhörung mit zu nehmen.
Was mich interessieren würde?: A .)Welche Verhaltenratschläge /- tips können Sie mir noch mit auf dem Weg geben hinsichtlich des Verhaltens in dieser Anhörung? B.)Werden solche Anhörungen in der Personalakte dokumentiert? Auch vor dem Hintergrund, dass dann diese "Sammlungen" / Dokumentation ggf. auch für eine spätere Abmahnung benutzt werden können oder ist das nicht realistisch? C.)Werden Personalgespräche auch in der Personalakte dokumentiert? Ich meinte damit das am Anfang erwähnte Gespräch, dass ich vor einem Jahr geführt habe? D.) Welche Möglichkeiten gibt es dagegen vorzugehen, dass das -Anhörungen,Personalgespräche, in der Personalakte dokumentiert wird? E.) Ich weis nicht genau was mich im worst case erwartet Abmahnung, ggf. Arbeitsaufgabenverlagerung [das fängt teilweise schon an] Versetzung,Änderungskündigung und somit Abgruppierung? Kündigung wohl eher nicht ,weil ich nach 17 Jahren Betriebszugehörigke unkündbar bin?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage formuliere.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Zu Ihren Fragen im Einzelnen:

A .)Welche Verhaltenratschläge /- tips können Sie mir noch mit auf dem Weg geben hinsichtlich des Verhaltens in dieser Anhörung?

Sie sollten ruhig und sachlich bleiben und die einzelnen Situationen so darstellen, wie Sie es schriftlich dargelegt haben. Hieran ist nichts anrüchig.

B.)Werden solche Anhörungen in der Personalakte dokumentiert? Auch vor dem Hintergrund, dass dann diese "Sammlungen" / Dokumentation ggf. auch für eine spätere Abmahnung benutzt werden können oder ist das nicht realistisch?

Ja, über die Anhörung wird regelmäßig ein Protokoll geführt und in der Personalakte aufbewahrt.

C.)Werden Personalgespräche auch in der Personalakte dokumentiert? Ich meinte damit das am Anfang erwähnte Gespräch, dass ich vor einem Jahr geführt habe? D.) Welche Möglichkeiten gibt es dagegen vorzugehen, dass das -Anhörungen,Personalgespräche, in der Personalakte dokumentiert wird?

Sie können einfach nachfragen, ob die jeweilige Vorgänge dokumentiert und zu welchem Zwecke diese Vorgehalten werden. Weiter können Sie darüber Auskunft verlangen, wer zu diesen Informationen Zugang hat.

Ggf. können Sie verlangen, dass Sie Einsicht nehmen können und eine schriftliche Klarstellung Ihrerseits zu den Akten gereicht wird.

E.) Ich weis nicht genau was mich im worst case erwartet Abmahnung, ggf. Arbeitsaufgabenverlagerung [das fängt teilweise schon an] Versetzung,Änderungskündigung und somit Abgruppierung?

In solch einem Fall haben Sie immer noch die Möglichkeit, rechtlich hiergegen Vorzugehen und die bzgl. der Abmahnung Ihre Gegenposition darzustellen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wäre es auch möglich mir im Extremfall zu kündigen, obwohl ich ja eigentlich wie der Personalrat mir sagte, eigentlich unkündbar bin,weil ich länger als 15 Jahre im öffentlichen Dienst (Bund) beschäftigt bin? Ich bin seit 02.01 2001 beim Deutschen Wetterdienst beschäftigt.
Diese zweite Anschuldigung, der Vorwurf des Körpergeruches, wie geht man damit um?
Weil es werden sicherlich mehrere Personen als Zeugen benannt werden, u.a. meine Referatsleiterin, wie ich inoffiziell schon gehört habe,was könnten die Auflagen des Arbeitgebers in diesem Falle für mich sein?
Die dann zu befolgen wären?.
Und wie soll man damit umgehen,wenn in geraumer Zeit dieser Vorwurf wieder erhoben wird?
Ich wollte eigentlich im dem Punkt, wo es um den Konflikt geht eine Art Moratorium vorschlagen, aber die Kollegin schlägt jeden verbalen Kontakt mit mir aus.Waren die Anordnungen der Referatsleiterin,dass ich jeden Kontakt mit der Kollegin in ihrer Urlaubs-Abwesenheit, verbal, körperlich, per E-Mail zu vermeiden habe und sich das Büro nicht betreten durfte, rechtlich abgedeckt? Ich denke das Betretungsverbot des Büros meiner Kollegin sicherlich, aber die anderen Anweisungen?
Danke
viele Grüße
Frank Braun
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

nein, eine Kündigung ist vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten und auch rechtlich nicht haltbar.

Den Vorwurf des Körpergeruchs können Sie als genetisch bedingt angeben. Hierdurch wird dieser gänzlich entkräftet. Auf wären in diesem Fall mögliche Auflagen des AG (wie auch immer diese aussehen mögen) nicht haltbar.

Die Vorgesetzte kann sich als Weisungsbefugte entsprechend positionieren und die Zusammenarbeit einzelner Personen miteinander (wenn dies der Konfliktbeilegung und -vorbeugung dienlich ist) zeitlich untersagen. Das dürfte vom Weisungsrecht umfasst sein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.